London
Anleitung zu Einstieg und Abflug
1. Loslassen
Alles Weitere übernehmen dein Geist und deine Seele. Dein wacher Egogeist braucht und sollte sich nicht mehr darum kümmern, denn wenn er sich kümmert, tut er doch nichts anderes als grübeln, wissen wollen, Bedingungen stellen und ausgrenzen. Das Ego lässt nicht los, weil seine Natur die Kontrolle ist und seine Kontrolle ist langsam, eng und schwerfällig. Sie kann nur einen Splitter des unendlichen Ganzen erfassen.
2. Gleichzeitigkeit und Konzentration
Lasse also einfach los und komme in einer tiefen Raum-Zeit-Weg-überdauernden Ruhe deines Herzens an - in einem Frieden, der aus Glückseligkeit und Stille geboren ist. In deinem bewussten Atemstrom - der alle Schleier durchzieht - bist du gleichzeitig in deinem Herzen und in der Welt, gleichzeitig auf Erden und im Kosmos. Du bist gleichzeitig Körper und Geist, entspannt und konzentriert. Diese Konzentration ist keine ausschließende Enge, nur auf einen Punkt bezogen, sondern eine Alles einschließende Weite, die Alles erkennt, annimmt und loslässt. Aus geistiger Sicht bedeutet Konzentration: die Wahrnehmung aller Sphären und Details - unmittelbar, klar und gleichzeitig - ohne etwas festzuhalten. Diese Wahrnehmung ist nur möglich, wenn du in deinem Herzen verankert bist und von dort aus schaust. Konzentriere dich also Hier und Jetzt in der kristallinen Gegenwart deines Herzens, wo deine Reise beginnt.
3. Das JA zum Leben
Die elementare Voraussetzung für gesundes geistiges Reisen ist dein bedingungsloses JA zu deinem Leben und Körper sowie zum Leben aller Menschen und Wesen - unterschiedslos. Allein diese innere Haltung erdet - und elektrisiert - dich genügend, so dass du in alle Räume reisen kannst, ohne irgendwo hängen zu bleiben - ohne verloren zu gehen. Geistiges Reisen als Flucht aus der irdischen Realität ist sowohl absurd als auch unmöglich. Solche Versuche enden in koma-ähnlichen, passiven und depressiven Zuständen - auch wenn sie eine Zeitlang schillernd, abgehoben und spirituell erscheinen mögen. Nur ein Baum mit tiefen, starken Wurzeln in der dunklen Erde besitzt eine große Krone im lichten Himmel und trägt große Blüten und reiche Frucht. Die elementare Voraussetzung für gesundes geistiges Reisen ist deine bedingungslose Liebe zu dir selbst - dein Vertrauen in Licht und Dunkelheit.
4. Das Sehen
Die Augen deines Körpers sind blind für die geistigen und seelischen Welten. Sie sind für die Wahrnehmung der Dualität gemacht - jener Illusionen der Gegensätze in der Materie. Es sind zwei Augen deines geteilten Seins. Doch du hast zwei weitere Augen für dein ungeteiltes Sein: das Dritte Auge (an der Nasenwurzel zwischen den Augenbrauen) blickt horizontal über die Erde - in die geistigen Räume des Planeten Erde.
Das Vierte Auge (senkrecht über dem Dritten Auge am Haaransatz) schaut vertikal in die Räume des Kosmos. Schließe also deine äußeren Augen, damit die inneren sehen können. Diese innere Sicht erzeugt allerdings nicht unbedingt Bilder, sondern auch Töne - und manchmal einfach nur ein tiefes Wissen in der Dunkelheit und Stille.
5. Senkrechte Wege
Aktiviere und stabilisiere nun in einem tiefen Atemzug die senkrechte Achse deines kosmisch-planetarischen Seins. Indem du dies beschließt, geschieht es. Dieser Atemzug trägt dich hinauf in die kosmischen Räume und gleichzeitig hinab in das planetarische Herz. Er zerreißt dich nicht, sondern er weitet dich, dehnt dich aus. Und daher bleibst du gleichzeitig auch im Zentrum deines Herzens - geborgen und konzentriert.
Du öffnest deinen Lichtkörper und aktivierst ihn als Reiselinie - als ein Gleis, auf dem du fährst, als eine Fluglinie, auf der du fliegst, als ein Fahrzeug, das dich trägt, als einen Kanal, der dich durch die Schleier führt, als eine Raumkurve, in der du die Sphären wechselst, als ein Raum-Zeit-Tunnel, durch den du reist.
6. Waagerechte Wege
Nachdem du den vertikalen Reisekanal zwischen Kosmos und Planet geöffnet hast, lasse ihn wieder los und konzentriere dich in deinem Herzen. Öffne nun die Tore und Wege, Kanäle und Bahnen zur Erde, ohne deinen Herzraum zu verlassen. Dies sind horizontale Reisewege auf Erden. Tausende Strahlen gehen von deinem Herzen aus in alle Richtungen über den Planeten, umrunden ihn und kehren zu dir zurück. Zudem besitzt die Erde Meridiane der Breite und der Länge sowie vieldimensionale Netze aus Flug- und Wanderlinien der Tiere und Naturwesen. Ihr Körper ist überzogen und durchzogen von Netzen geomantischer Linien und Adern, von kosmischen Leylines sowie vom kristallinen Netz eurer Herzen - und auf all diesen Wegen kannst du reisen.
7. Triff die Wahl
Du kannst reisen, wohin du möchtest. Du kannst jeden Ort, jede Zeit und jedes Wesen erreichen. Befinden sich Ort, Zeit und Wesen auf der Erde, dann reist du über die horizontalen Wege. Befinden sie sich im planetarischen Ur-Raum, in der Geschichte der irdischen Menschheit, dann reist du auf der vertikalen Achse abwärts. Befindet sich dein Reiseziel im kosmischen oder galaktischen Raum, in der Geschichte deiner unverkörperten Zeitalter, so reist du auf der vertikalen Achse aufwärts.
Doch wisse zutiefst, dass alle diese Richtungen nur Hilfsmittel für deine lineare menschliche Vorstellung sind, die sich nun in bisher unbekannte Reiche vorwagt. Sehr bald wirst du erleben, dass alle Räume, Zeiten und Wesen genau da sind, wo dein Herz ist - wo du bist. Hier und Jetzt ist Immer und Überall. Sehr bald wirst du erleben, dass es nur einen Atemzug braucht, nur ein Schlag deiner Wimpern und ein Zwinkern deines inneren Auges - und du bist am Ziel deiner Reise.
