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Der Dreifache Atem

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Eine meditative Reise in die dreifache Natur unseres Atems und der menschlichen Gehirnfrequenzen zur Überwindung von Trennung und Angst, Schuld und Minderwert Ohnmacht und Anhängigkeit.

Erläuterung

Etwas bewegt sich – zwischen Himmel und Erde,
zwischen Kosmos und Planet,
zwischen dem Lichte und der Dunkelheit.

Etwas wandert – zwischen Geist und Körper, über Räume und Zeiten hinweg.
Und dies – hat viele Gesichter und Namen, Formen, Richtungen und Absichten.
Es ist – vielfältigster Natur und in unendlich vielen Reichen zuhause.

Etwas bewegt sich aus der Einheit in die Dualität – und zurück in die Einheit.
Und doch ist dieses Zurück in Wahrheit ein Vorwärts –
immerzu tanzend und wirbelnd, kommend und gehend – und wiederkehrend.

Etwas bewegt sich
zwischen Unwürdigkeit und Erhabenheit,
zwischen Schuld und Reinheit,
zwischen Verzweiflung und Vereinigung,
zwischen Aggression und Freude,
zwischen Angst und Liebe.

Ist es ein Wesen? ….. ein Geist? ….. ein Atemzug vielleicht?
Bin ich es selbst?

Dunkelheit ist göttliche Liebe – ebenso wie Licht.
Beides wird zu Angst und Grauen, wenn es nicht frei fließen kann,
wenn wir nicht atmen.

Diese Raum-Zeit-Reise lässt uns erkennen, dass es nicht um Dunkelheit oder Licht geht, sondern um freies Fließen oder Stau – um tief fließenden senkrechten Atem oder angehaltene, flache Atemzüge, die in der horizontale Welt irren und dort keine wahre Nahrung mehr finden. Nicht das Dunkel kann entlassen werden, sondern die Trennung zwischen Dunkelheit und Licht. Atmen wir tief und hoch – senkrecht – in der Finsternis, dann wird sie sich sehr schnell lichten.

So erschaffen Dunkelheit und Licht gemeinsam den Kristall des Geistes auf Erden – in unseren Herzen. Dies ist die Reise unseres fließenden Atems, der das Leben in all seinen Formen und Erscheinungen liebt – und sich darin fortentwickelt.

Der Atem ist ein interdimensionales Medium – ein Wesen, das in verschiedensten Welten zuhause ist – dazwischen agiert, reist und vermittelt. Zu diesen Welten gehören der Kosmos, der Himmel – oder auch: Seelenraum – und der Körper. Und in jedem dieser drei Großräume herrschen weitere Sphären, Dimensionen und Welten, durch die der Atem streicht: die Lunge, Bronchien und Haut, das Blut- und Lymphsystem und insbesondere auch das Gehirn.

Der Atem ist physisches, seelisches und geistiges Bewusstsein – und trägt daher auch physische, seelische und geistige Intelligenzen, Energien und Kräfte in sich. Diese tauscht er permanent aus, öffnet und verbindet, verändert und erneuert sie.

Indem wir tief und hoch atmen – entspannt und doch bewusst und willentlich – können wir unsere Gehirnfrequenzen innerlich erhöhen und äußerlich beruhigen und damit in unserem Bewusstsein Frieden, Weisheit und Glückseligkeit erschaffen und in unserem Körper Heilung und vollkommene Gesundheit.

Der Körperatem
Der passive Körperatem fließt horizontal durch die Haut. Der aktive Körperatem fließt senkrecht durch den Bronchienbaum und die Lunge. Von dort aus fließt das Luft-Gas-Gemisch in die linke Herzkammer – und weiter mit dem Blutstrom durch die Arterien in das Zellgewebe aller Organe, Funktionssysteme und Körperteile.

Der Einatemzug versorgt das Herz und – über das Arterienblut von der linken Herzkammer aus – den Körper mit seinen Leben spendenden Stoffen. Der Ausatemstrom entsorgt Schlacken und Gifte, führt sie über das Venenblut zur rechten Herzkammer und über die Lunge aus dem Körper hinaus.
Der Einatemzug zieht die frischen Substanzen und Energien aus Atmosphäre und Biosphäre in den Körper herein – und der Ausatemstrom drückt die verbrauchten, faulen Substanzen und Energien wieder hinaus.

So erhält der Körperatem seinen Körper mit allen Funktionssystemen und Organismen aufrecht und versorgt ihn mit immerzu frischer Lebenskraft.

Körperatem, Gehirnschwingung und Lebensweise

Der Körperatem vibriert in den niederen Bereichen der Gehirnschwingung, im Beta- und Gamma-Bereich zwischen 14 und 70 Hertz. Das bedeutet, dass er fließt, während unsere Augen geöffnet sind. Daher ist er aus geistiger Sicht ein horizontal fließender Strom, ein waagerechter Atemweg auf Erden. Denn dieser folgt unserer entspannten oder erhöhten Aufmerksamkeit nach außen – hinaus in die Welt und in das Bewusstsein der Massen – und zieht uns daher auch immer von uns selber fort.

Je höher der Pegel unserer inneren Anspannung bei Stress, Angst und Aggression ist, desto flacher und hektischer wird der Körperatem und desto stärker zieht er uns aus unserer Mitte heraus. Dann sind wir – im wahren Wortsinn – außer uns. Dasselbe gilt für große Konzentration bei anspruchsvoller äußerer Arbeit. Wenn ein hoher – äußerer – Informationsfluss herrscht, ist unsere Gehirnschwingung so eng mit diesem äußeren Thema verbunden, dass kaum noch Verbindung zu uns selbst besteht. Jede Störung von innen oder außen würde uns aus der Bahn werfen.

Der Körperatem hält das physische Leben am Laufen. Nicht weniger aber auch nicht mehr. Und dazu gehören eben auch die Angst um’s Überleben und die Ausrichtung auf die äußere Welt der Materie, der Normalität und des Massenbewusstseins, in dem beständig Hunger, Unzufriedenheit und Krankheit herrschen, Abhängigkeit und Unterdrückung, körperlicher Verfall und frühe Sterblichkeit. So begleitet der Körperatem uns voller Liebe und Hingabe durch sämtliche emotionalen und mentalen Dramen unserer Dualität: durch die dunklen Ozeane von Angst und Aggression, Schuld und Sühne, Gier und Geiz sowie Macht und Ohnmacht, Kontrolle und Vergeltung.

Und dabei wird er immer flacher – und immer schwächer. Daher erinnern wir euch immer wieder: „Atmet senkrecht, von ganzem Herzen und mit eurer ganzen Liebe. Auf diese Weise kehrt ihr zu euch selbst zurück.“

Der Seelenatem
Der Seelenatem fließt durch den Kanal des Metatron, der unsere Wirbelsäule und Herzlinie umschließt. In unserem Seelenraum – oder höheren Energiekörper – ist unser Lebensfaden eine doppelmantelige Röhre aus hoch schwingender Energie, ein zylindrischer Kanal im Kanal, der zwischen dem Alpha-Chakra – 20 cm über dem Kopf – und dem Omega-Chakra – 20 cm unter dem Steißbein – vibriert. Er wird auch Lichtsäule genannt, der wir an anderer Stelle ein eigenes Kapitel gewidmet haben.

Dieser Atemstrom ist außerkörperlich und höherdimensional. Er transportiert psychologische Energien, die frei von Körper bildendem Magnetismus sind. Wir nennen sie auch axiale Nervenenergien, da sie Teil unseres kosmisch-axialen Nervensystems sind: geist-elektrische Energien aus höheren Dimensionen, die wir in Lektion 5 „Der Lichtkörper-Prozess“ näher erläutern.

Im Gegensatz zum Körperatem, der im Ein- und Ausatemstrom selbst wirkt, agieren die Kräfte des Seelenatems zwischen den Atemzügen: im angehaltenen Leeratem und im angehaltenen Vollatem. In diesen passiven Phasen des Atems finden eine Umkehr der Strömungsrichtung und eine Veränderung der Schwingungsfrequenz statt – und damit eine Wandlung der Energien und Kräfte. In einer gegenläufigen Bewegung treffen das aus dem Kosmos Herabgesogene und das aus der Erde Emporgezogene aufeinander und verschmelzen – werden zu etwas Neuem, etwas Heilem: zu einer kristallinen Energie.

Dieses Aufeinandertreffen verschiedener Atemdimensionen findet nicht im körperlichen Raum unseres Lebens statt, sondern im geist-seelischen – auch wenn wir es aus dem körperlichen Raum heraus wollen und anregen müssen: „Indem wir es beschließen, geschieht es – von selbst“. Von selbst bedeutet: aus den höheren Räumen heraus.

Dieses Aufeinandertreffen verschiedener Atemdimensionen öffnet die so genannte Raum-Zeit-Lücke. Das ist ein kurzzeitiges Vergessen des eigenen menschlichen Seins in einem Aufblitzen der eigenen kosmischen Gegenwart, die frei von Vergangenheit und Zukunft ist und damit auch frei von Schuld und Sühne. Die Raum-Zeit-Lücke ist ein blitzartiges Öffnen des kosmischen Quantums – des Feldes aller Möglichkeiten – im eigenen Körperraum. In diesem Sekundenbruchteil berühren sich zwei Drähte und leiten einen gewaltigen Impuls von einer Dimension in die andere über.

Die Raum-Zeit-Lücke ist identisch mit dem Kosmos und seiner grenzenlosen Kraft und Liebe. In solchen Momenten des angehaltenen Atems zwischen zwei tiefen Atemzügen und -strömen können vollkommene Heilung und Erleuchtung geschehen – von selbst, ohne dass wir es darauf anlegen, denn dies würde unseren Kanal gleich wieder verengen.

So ist der Seelenatem bestens geeignet, die Wandlung aktueller Lebensdramen zu bewirken – gleichgültig, ob diese sich im körperlichen oder lebensorganisatorischen Bereich befinden.

In der Zeitenwende transportiert der Seelenatem zusätzlich zu den psychologischen und geist-elektrischen Nervenenergien das Undifferenzierte Licht: ungebrochenes, transzendentes Licht der zwölften Dimension, aus dem noch kein Spektrum hervorgegangen ist. Dieses Licht und seine Bedeutung beschreiben wir ebenfalls in Lektion 5 „Der Lichtkörperprozess“.

Zusammenfassend können wir sagen: Der Seelenatem reinigt den physischen Körper und das menschliche Leben von den grauen Spuren und Schmerzen vergangener Lebenswege. Insbesondere im Zusammenspiel zwischen Unter- und Überbewusstsein, die in ihren größeren Höhen und Tiefen bisher dem Wachbewusstsein verborgen geblieben waren, bewirkt der Seelenatem eine außerordentliche Öffnung und Befreiung für unser Körperbewusstsein. Und daraus entsteht stabile Gesundheit und geringe Alterung.

Seelenatem, Gehirnschwingung und Lebensweise

Der Seelenatem vibriert in den mittleren Bereichen der Gehirnfrequenz, im Alpha- und Theta-Bereich zwischen 14 und 6 Hertz. Er fließt, wenn unsere Augen geschlossen sind. Dann ist unsere Aufmerksamkeit nach innen gerichtet in einen Raum der Entspannung, wo sich noch tiefere Formen der Ruhe und noch größere Tiefen der Innenwelt öffnen können.

Von dort aus erreichen wir schließlich das transzendente Reich der Meditation, das sich weit über die Grenzen einer einzigen Lebensspanne hinaus erstreckt. Hier haben wir eine deutlich erhöhte Erinnerungsfähigkeit – an viele andere Räume, Zeiten und Lebensformen, die wir durchwandert haben. Hier herrscht eine ausgeprägte Kraft der Selbstheilung in unserem Körper.

Was gemeinhin als Schlafstörung und Halluzination bezeichnet wird, ist in den meisten Fällen eine ausgeprägte und notwendige – unnormale, aber positive – Entspannung des Körpers, eine Aktivierung von bisher verborgenen seelischen Gehirnfunktionen. Hierzu gehören auch der Halbschlaf und der Wachtraum, die Einschlaf- und die Aufwachphase – und selbst die Übermüdung ist in diesem Sinn ein geforderter Aspekt des Seelenatems, mit dem wir in den Heilschlaf gleiten, wenn dieser nötig ist.

Der senkrechte Seelenatem fördert geistige Konzentration und Kreativität ebenso wie die transpersonale Erinnerungsfähigkeit – die Erinnerung anderer Wesen in unserem eigenen Atemstrom. Denn als Seelen sind wir Eins mit vielen anderen Seelen und Wesen.

In dieser seelischen Lebensebene kennen wir weder Angst noch Mangel sondern nur erfüllende Erfahrungen – Mitgefühl und Dankbarkeit, Zufriedenheit und Wohlstand. Und auch die liebevolle Emotionslosigkeit, die uns hin und wieder etwas unterkühlt vorkommt, sowie die bedingungslose Liebe sind – heilende – Kräfte des Seelenatems.

Der Geistatem
„….. und Gott hauchte ihm das Leben ein.“  In den höheren Räumen unseres Lebens ist der Atem Eins mit dem kosmischen Geist. Dieser bildet im hauchenden Atemstrom – aus sich selbst heraus – seinen physischen Körper und erhält ihn so lange aufrecht, wie er ihn braucht.

Zu Beginn sendet der Geist seinen Atemstrom in die Überseelenräume aus. Von hier aus strömt er als Überseelenatem weiter und formt im Akt der körperlichen Geburt den Körper- und den Seelenatem. Dann atmet die Seele fünf Jahrsiebte lang im Körper und bereitet diesen auf die zweite Geburt vor: die Geburt des Geistes.

Übernimmt der Geist dann den Körper, verschmilzt er die Urkraft seines kosmischen Atems mit dem erwachsenen menschlichen Atem. Dies haben wir in Lektion 14 „Geistgeburt“ ein wenig näher beschrieben.

Verweigert der Egogeist die zweite Geburt – will er seinen Thron nicht verlassen, die Verantwortung nicht abgeben – dann werden Seele und Körper bald müde und alt, dann versiegt der Atemstrom und der Geist zieht sich zurück.

Doch oftmals will der Geist den Körper auch aus dem fließenden Lebensstrom herausreißen und von sich aus ablegen. Nun, dann zieht er den Atem – sich selbst – einfach zurück und entleert den Körper. Darüber haben wir mehr in den Lektionen 16 und 17 geschrieben: „Der Tod und das Leben“ sowie „Der Tod und das Sterben“.

Der kosmische Geist drückt sich im Dreifachen Atem aus
und der Dreifache Atem drückt sich im Körperleben aus
Die fünf Einweihungen Jesu zeigen den Weg des Geistes in die Körperwelt:

1. Einweihung: Geburt

Der Geistatem erschafft sich – mit Hilfe der elterlichen Energien und Substanzen – einen atmenden physischen Körper. Dieser wächst innerhalb von sieben Jahren in seiner femininen – und innerhalb der nächsten sieben Jahre in seiner maskulinen Matrix heran, stabilisiert und vollendet sich. Das Ziel ist der vollendete horizontale Körperatem: der Mensch.

2. Einweihung: Taufe

Bis zum 14. Lebensjahr hat sich der geistige Atem so stark verdichtet, dass er selbst zu einem festen Körperatem in einem gesunden Körper geworden ist. Nun beginnt der Seelenatem, verstärkt zu fließen und den Menschen von den angelernten Mustern der körperlichen und elterlichen Welt wieder fortzuziehen: hinein in die eigene – senkrechte – Welt der Gefühle, Emotionen und Intuition.

3. Einweihung: Verklärung

Ein weiterer kosmischer Einfluss, ein blitzartiges geistiges Fortziehen von den antrainierten mentalen Mustern der alten Welt, beginnt mit dem 21. Lebensjahr, wenn der Geist im Menschen seiner eigenen kosmischen Intelligenz folgen und sie verwirklichen will. Am Ende des vierten Jahrsiebts ist der Mensch also zu 75 Prozent vom geistigen Atem durchdrungen – und damit auch von der kosmischen Intelligenz.

4. Einweihung: Kreuzigung

Ab dem 5. Jahrsiebt beginnt der hohe Geist, seinen Egogeist sanft zu zwingen. Dieser soll nun den Körperatem zugunsten des Geistatems wieder loslassen, was für das Verständnis des Egos Tod bedeutet. Tatsächlich jedoch ist es der geistige Atem, der den Körper nun weiterhin am Leben erhalten kann. Der akzeptierte innere Tod des Körperatems ist ein geistiger Akt der Selbst-Einweihung, der das Freiwerden von jeglichen körperlichen Bedürfnissen und Abhängigkeiten bewirkt.

5. Einweihung: Auferstehung

Mit dem Ende des 5. Jahrsiebts, in der Zeit des 35. Lebensjahres, findet die zweite Geburt statt: Der kosmische Geist hält Einzug in den ausgereiften Körper. Der Geistatem strömt nun wesenhaft in das menschliche Leben ein und verwandelt das eigennützige und hilflose egogesteuerte Menschsein in eine warmherzige und machtvolle Menschlichkeit.

Natürlich beschreibt dies nur die Idealmatrix, die sich in den vergangenen Jahrtausenden wohl nur wenige Male auf Erden verwirklicht hat. Dennoch ist dies der Terminplan und die Natur des geistigen Atems, die wir uns hier und jetzt zunutze machen können.

Geistatem, Gehirnschwingung und Lebensweise

Der Geistatem vibriert in den hohen Bereichen der Gehirnschwingung, im Theta- und Delta-Bereich zwischen 6 und 0,5 Hertz. Er fließt, wenn wir uns in einer totalen inneren Ruhe befinden, die zunächst nur durch Tiefschlaf oder Trance möglich ist.

Nach einiger Zeit der Übung und des beharrlichen Willens erreichen wir allerdings diesen Zustand auch durch Meditation und geistige Konzentration, durch senkrechtes Atmen und ziellose Entspannung – sowie durch das Praktizieren der bedingungslosen Liebe und des  Mitgefühls allen anderen Menschen und Wesen gegenüber.

Und hier liegt tatsächlich die Betonung auf: ausnahmslos alle. Da wir im Seelen- und Geistraum Eins mit allen sind, spalten wir uns mit jeder Verurteilung anderer von uns selbst ab – und unsere Gehirnschwingungen wandern in den Keller.

Der Geistatem liegt jenseits der Dimensionen, die wir mit unserem dualen Bewusstsein erfassen können. Dennoch wirkt er unmittelbar auf unser körperliches Leben ein. Mehr noch: Wir selbst sind dieses vielfältige, fordernde und unbekannte Wesen. Das kann ent- oder er-mutigend sein. Es ist eine Frage der inneren Haltung zu uns selbst.

Befinden wir uns im geistigen Atemstrom, dann sind wir keine Geschöpfe sondern Schöpfer: Meister des Menschseins und der Menschlichkeit, emotionsloses Christusbewusstsein voller bedingungsloser Liebe, Mitgefühl und Empathie.

Der geistige Atem fließt sowohl senkrecht als auch waagerecht, denn er verbindet die inneren und die äußeren Welten miteinander. Genau genommen wirbelt er spiralförmig durch Raum und Zeit hindurch – und zieht auf-atmendes Leben nach sich.

Neben erfüllenden Erfahrungen, Zufriedenheit und Wohlstand, neben stabiler Gesundheit und Jugend, die dann aber unbedeutend sind, haben wir hier den Zugang zu allen Dimensionen und jenen Fähigkeiten, die über die fünf niederen Sinne unseres Körpers hinausgehen: Voraussicht (die Zukunft sehen), Telepathie (geistiges Kommunizieren mit weit entfernten Menschen und Wesen), Bilokation (an mehreren Orten gleichzeitig sein), Hellsicht und Heilungskraft sind hier völlig selbstverständliche Fähigkeiten.

Im geistigen Atem sind wir Tröster und Führer, Krieger und Heiler, Hungerstiller und Ernährer für die Menschheit. Hier herrscht unsere göttliche Gegenwart mitsamt unserer höchsten Absicht, Ausstrahlung und Manifestationskraft. Hier wirken göttliche Gnade und Offenbarung sowie totale geistige, mentale, emotionale und physische Freiheit. Der Zugang zu vielen Welten und Wesen sowie zu deren schöpferischen Fähigkeiten ist im Geistatem ein ganz natürlicher Teil unserer selbst.

Im Geistatem wird unser Körper zu einem Lichtkörper, der selbst die Dimensionen durcheilt, ungeheure Ströme des transzendenten Lichtes herabzieht und in die Körper der Menschheit und die Felder der Erde führt. Im geistigen Atem strömen Wellen menschlicher Dunkelheit und irdischer Dichte hinauf zum Kosmos, um sich in kristalline Kräfte zu veredeln – und als solche mit dem nächsten Atemstrom zur Erde zurückzukehren.

Nehmen wir wahr – und wissen in jeder Zelle unseres Körpers, dass unser Atem die stärkste Verbindung zwischen Kosmos, Körper und Erde ist. In dieser Gewissheit stabilisieren sich die Ströme unserer inneren Kraft, die wir bewusst und willentlich in Bewegung setzen können.

Zusammenfassend können wir sagen: Der geistige Atem führt das Leben des eigenen physischen Körpers über die Grenzen des Todes hinaus – und erlöst dabei gleichzeitig das Dunkel der Welt. Das Eine ist an das Anderes gebunden. Denn wir sind als Gemeinschaft aus Einem Punkt der Schöpfung herabgestiegen und werden daher auch nur als Gemeinschaft wieder aufsteigen können:

Alles, was wir im geistigen Raum unseres Herzens und Atems für andere tun, bereichert uns selbst. Und alles was wir hier für uns selbst tun, bereichert andere.

Der Wechsel zwischen den Atemströmen

Nun mag sich vielleicht noch die Frage stellen, wie wir bewusst körperlich, seelisch oder geistig atmen können, wie wir zwischen diesen Atemformen wechseln können.

Es ist einfach. Grundsätzlich fließen alle Ströme gleichzeitig, doch unser geteiltes und getrenntes Körperbewusstsein muss lernen, auch die höheren Ströme der Seele und des Geistes zu spüren und zu lenken. Allein dadurch heilt der niedere Strom des Körperatems. Also konzentrieren wir uns eine Zeitlang auf die einzelnen Ströme.

Zunächst – zu Beginn in der noch ungeübten Zeit – gehen wir mit dem Körperatem zum Seelenatem und anschließend zum Atem des Geistes. Hierfür – als Einstieg in die Kunst des Atmens – ist die „Meditation zum Dreifachen Atem“ gemacht – aber auch:

Der Senkrechte Atem
Die Zwölf-Chakra-Meditation
Die Sonnenmeditation
Die Vereinigung der Felder
Der Herzatem zwischen Alpha und Omega
Die Fünf Tore der Einweihung

sind gute Werkzeuge zum Üben. Sind wir geübt, dann können wir den gewünschten Atemstrom direkt wählen und uns darauf einstimmen. Er wird sofort erwachen und uns folgen – und uns mit sich nehmen. Je nach dem Atem, den wir bewusst und willentlich nutzen, erwacht die entsprechende Energie, Kraft und Intelligenz – und durchfließt, nährt und klärt unseren Körper und die Welt.

Meditation

Eine Reise durch die inneren Reiche unseres Atems

Ich liege bequem auf dem Rücken, lasse die Arme locker neben dem Körper liegen oder sitze in einem bequemen Sessel und lege die Arme auf die Oberschenkel.

In jedem Fall sorge ich dafür, dass ich meine Körperhaltung während dieser inneren Reise nicht kontrollieren oder korrigieren muss. Ich atme sanft und öffne dabei meinen Körper – und schließe die Augen.

Ich öffne mein Herz weit. Einfach, indem ich es beschließe, geschieht es. Und mit dem Herzen öffnen sich alle verschlossenen Räume meines Leibes, alle Felder und Bahnen meines Energiekörpers, alle über- und unterbewussten Dimensionen meines Lebens und alle Reiche und Sphären meines geistig-kosmischen Seins – auch wenn ich diese noch nicht erfassen kann.

Tore und Räume, Teile meines höchsten und tiefsten Atems, öffnen sich – einfach, weil ich mein Herz geöffnet habe. Denn mein Herz ist der Schlüssel zu allen Reichen.

Die Reise des Körperatems
Ich lasse die Energien meines Körpers in den Boden sinken – und meiner Seele erlaube ich, im Laufe dieser Reise aufzusteigen – hinauf in die kristallklaren Reiche des Geistes – mit jedem Atemzug ein Stück mehr.

Mein Körper bleibt – mehr und mehr – im Laufe dieser Reise als eine leere und doch atmende Hülle zurück. Ich werde frei und leicht – lasse mich fallen, fließen und treiben.

Tief – und doch ohne Anstrengung – atme ich in das Universum meiner Lungenräume hinein – ein Universum, das ich in einem Menschenleben nicht durchreisen könnte. Ich spüre hinein in den Atemstrom und nehme wahr, wie der Einatemzug die Weiten meiner Lunge füllt und der Ausatemstrom sie leert – wie sich meine Lunge füllt und leert – und füllt und leert – und wieder füllt – ewig fließend.

Ich lasse zu – und beobachte, dass sich das atmende Wesen meiner Lunge über den ganzen Körper ausdehnt, und diesen füllt – und leert und wieder füllt – und leert und füllt – niemals endend.

Ich lasse zu – und beobachte, dass mein Körperatem – und mit ihm ich selbst – auch tief in meinen Unterleib fließt – und meine Bauchdecke hebt und senkt – und wieder hebt und senkt und hebt – ewig pulsierend.

Mit dem Pulsieren des Körperatems reise ich selbst durch meinen Leib: vom Herzen aus mit dem Arterienstrom in den Brust- und Bauchraum, in die Schultern, den Nacken und den Hals, in die Beine und Füße, in die Arme und Hände, in den Kopf.

Dann kehre ich – aus all diesen Richtungen gleichzeitig – mit dem Venenstrom zurück zum Herzen: von den äußersten Spitzen der Zehen und Finger, durch die Füße und Hände, durch die Beine und Arme zurück zum Unterleib und Brustraum – von den äußersten Zonen des Schädeldachs durch das Gehirn, die Sinnesorgane und den Hals zurück in den Nacken und Oberkörper – und ins Herz.

Ewiges Pulsieren in Universum meines Körpers, das nun – in diesem bewussten und liebenden Atemstrom -, der von ganzem Herzen und mit meiner ganzen Liebe fließt,  alle Grundlagen, Spuren und Wirkungen von Angst und Aggression, von Kontrolle und Vergeltung hinfort spült – einfach, weil ich dies beschließe – und weil ich atme.

Und so reise ich nun auch durch die Lungenvene vom Herzen zur Lunge und lasse in Dankbarkeit und Mitgefühl alles Grauen meiner Lebensräume los, atme es aus – in Liebe. Dann kehre ich im tiefen Einatem mit der Lungenarterie zurück von der Lunge zum Herzen und bringe ihm den frischen Geist der Biosphäre, der Erde und der Naturreiche – Elemente und Substanzen der Welt voller Heil- und Liebeskraft.

Und diese lenke ich nun erneut mit dem Arterienstrom vom Herzen aus in den Brust- und Bauchraum, in die Schultern, den Nacken und den Hals, in die Beine und Füße, in die Arme und Hände – in den Kopf.

Und wieder kehre ich mit dem Venenstrom von den äußersten Spitzen der Zehen und Finger, durch die Füße und Hände, durch die Beine und Arme zurück zum Unterleib und Brustraum – von den äußersten Zonen des Schädeldachs durch das Gehirn, die Sinnesorgane und den Hals zurück in den Nacken und Oberkörper – und ins Herz.

Und wieder über die Lungenvene vom Herzen zur Lunge: Entlassung der Schmerzen das Lebens in Dankbarkeit und Mitgefühl: alles Grauen, Angst und Aggression, alle Schuldgefühle und jeglichen Minderwert atme ich aus.

Und wieder kehre ich im tiefen Einatem durch die Lungenarterie zurück zum Herzen und bringe ihm den soeben empfangenen frischen Geist der Biosphäre – die Elemente und Substanzen der Erde und der Naturreiche – voller Liebe und Heilkraft.

Im immerwährenden Strömen, Fließen und Pulsieren reise ich mit dem frischen Atem in den Körper: vom Herzen aus mit dem Arterienstrom in den Brust- und Bauchraum – in die Schultern, den Nacken und den Hals, in die Beine und Füße, in die Arme und Hände, in die Finger und Zehenspitzen – und in den Kopf bis hinauf ins Schädeldach – und dann wieder zurück zum Herzen hinauf zur Lunge, hinaus nach draußen in die Atmosphäre der Welt – und dann wieder herein über die Lunge, ins Herz, in die Atmosphäre meines Körper.

Und so entdecke ich schon auf dieser Reise des Körperatems die Kraft der liebenden Seele, die von je her mein Innerstes mit den äußeren Welten verbindet, die das äußere herein bringt und mein Innerstes nach außen führt.

So entdecke ich schon jetzt im Körperatemstrom die heilende Natur des Geistes, die transformierende Liebe, die unermüdlich zwischen dem Licht und der Dunkelheit reist, ohne Urteil und Ausschluss.

Die Reise des Seelenatems
Mit Leichtigkeit gleite ich nun in den Atem meiner Seele. Dies ist der Atemraum meiner evolutionären und physischen Kindheit. Dies ist der Atem der Freude und der Unschuld, der Liebe und der Reinheit, der Atem des sanften Kriegers und der ungestümen Heilerin. Sanft lenke ich meine Aufmerksamkeit und den Atem nun in meine Wirbelsäule.

Hier fließt der Seelenatemstrom durch einen Lichtkanal: zwischen dem goldenen Alpha-Chakra über meinem Kopf und dem silbernen Omega-Chakra unter meinem Steißbein – zwischen dem Zentrum meiner kosmischen Essenz über dem Kopf und dem Zentrum meiner planetarischen Essenz unter dem Steißbein

Nun lenke ich den Einatemzug vom Herzen aus nach oben – und verharre im Alpha-Chakra in einer sanften atemlosen Stille. Ich halte den Atem an, ohne Anstrengung und Not. Im Ausatemstrom fließe ich zurück in mein Herz – und halte dort ein.

Im nächsten Einatemzug pulsiere ich nach unten ins Omega-Chakra und halte dort ein, atme einen langen sanften Augenblick lang nicht, bevor ich mit dem Ausatemstrom zurück ins Herz fließe und dort still bin – einige Augenblick ohne zu atmen.

Und wieder fließe ich vom Herzen aus – hinauf ins Alpha-Chakra, atme dort kosmische Weite ein, ohne zu atmen.

Dann fließe ich zurück zum Herzen und atme aus, ohne zu atmen. Dann ströme ich einatmend hinab zum Omega-Chakra, nehme dort, ohne zu atmen, die Energien der Erde auf und kehre mit ihn im Austatemstrom zurück zum Herzen und lasse sie hier frei fließen, ohne zu atmen.

Und so atme ich eine Weile hinauf zum Alpha-Chakra in den Kosmos meines Menschsein und halte hier den Atem an und wieder hinab zum Herzen um dort zu sein und dann hinab zu, Omega-Chakra hinab zu meinem planetarischen Sein, bin dort still und atemlos, fließe wieder hinauf zum Herzen, um dort atemlos einfach zu sein.

Und so fließt mein Seelenatemstrom – atmend und pausierend – zwischen den geistigen Zentren meiner kosmischen und planetarischen Präsenz auf Erden, zwischen dem Goldstaub des Geistes und dem Silberstaub der Materie – und immer wieder zurück ins kristalline Zentrum meines Herzens.

Ich überlasse meiner Seele den Atemrhythmus, ohne meinen Körper dafür anzustrengen. Ich beobachte, wie der Lichtatem hinauf und herab strömt – und wieder hinauf und herab – und hinauf.

Nun kann ich den Seelenatemstrom in meiner Wirbelsäule spüren – und erleben, wie meine DNS erwacht. Freudig und gelassen nehme ich ein sanftes Kribbeln in meiner Körperachse wahr. Kindheit, Unschuld und Reinheit erwachen in meinen Genen – Freude und Abenteuerlust.

So atme meine Seele nun ganz aus dem Körper heraus, erlaube ihr, frei zu sein für ihre eigene Reise, die auch meine ist. Mein Körper ist jetzt eine leere Hülle und mein Leben hat sich auf andere Ebenen verlagert: hinein in jene Räume, wo die Wandlung irdischer Muster und Strukturen möglich ist, hinein in jene Dimensionen, wo ich alles finde, was mein Leben auf Erden vergoldet.

Einerseits lasse ich mich vollkommen fallen und treiben – und bin andererseits ganz und gar wach. Nun verlagere ich den Punkt meines Bewusstseins und schaue von außen auf mich, beobachte das Pulsieren der leuchtenden Ströme, die durch meinen Körper ziehen. Herab fließt ein goldener Seelenäther, der spiralförmig durch meinen Körper hindurch tanzt und die dunklen Tiefen meiner Lebensurgründe erreicht.

Hier herrschen tiefe raunende Stille und Zeiten überdauernde Atemlosigkeit. Herauf steigt der silberne Strom des Erdenlichts, der die grauen Schleier von Schmerz und Angst, von Stolz und Minderwert durchlichtet und die Essenzen der inneren Reife öffnet, die in diesen dunklen Zentren verborgen sind.

Pulsierend und spiralförmig fließen die lichten und dunklen Ströme auf und ab – wie ewige Wanderer zwischen den Welten des Körpers und des Geistes, sich ewig öffnend – sich selbst erneuernd.

Ich atme ruhig und sanft. Die Pausen zwischen den Atemströmen sind länger als der Atemstrom selbst – ohne Anstrengung, ganz leicht fließend.

Jetzt fließen kosmische Nervenenergien in meinen Körper:
Das Undifferenzierte Licht erreicht meine Zirbeldrüse und beginnt, sie zu wecken.
Das Undifferenzierte Licht fließt in meine Körperzellen und beginnt, sie zu öffnen.

Ich empfange und lenke den Seelenatem in meinem Körper – mit meinem liebenden Willen und meiner wollenden Liebe – und durchströme als Seelenlicht selbst die Reiche meines Menschseins.

Mit jedem Atemzug spült das Licht der Quelle die Spuren von Härte, Trennung und Schmerzen fort. Im Seelenatem öffnet sich mein Herz für neue Räume, Intelligenzen und Reiche – und mein Leben verändert sich grundlegend.

Die Reise des Geistatems
Nun lasse ich den aktiven Atem zur Ruhe kommen. Ich atme nicht mehr, lasse stattdessen meinen Körper den Atem selbst empfangen und geben – auch wenn er längst schläft.

Ganz leicht – sanft gleitend und schwebend – betrete ich nun den nächsten Raum, den Atem des Geistes. Ein Raum, ein Atemstrom und Universum, ein kosmischer Geist, der ich selbst bin.

Mein Lichtkörper hat sich im Seelenatem stabilisiert. Er ist zu einem unendlich großen Wesen geworden, das machtvoll zwischen dem Kosmos und dem Erdmittelpunkt pulsiert.

Ich schaue vom All aus auf meinen Lichtkörper, auf das pulsierende Wesen des Lichtes, das ich selber bin. Hier spüre ich meinen physischen Körper nicht mehr, denn hier existiert er nicht.

In diesem Augenblick lasse ich mich in den Sog der kosmischen Bewegung ziehen – und von den Wesen des EINEN forttragen.

Text: Sabine Wolf
Textbearbeitung: Sabine Wolf und Sonja Wallig
Überarbeitet: 8. Dezember 2010

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