Mächtige Wächter im Schlosspark von Invercargill, Neuseeland

Eine atlantische Geschichte

>aus Lektion 12 Spirit und Sexus, Teil 2

Der Krieger und die Liebe
Das Chaos und die Heilerin

Es gab eine Zeit, da sich die Herzen der Frauen so fest verschlossen hatten,
dass sie nicht mehr fähig waren, wahrhaftig zu empfangen und zu geben,
denn dies ist ein- und dasselbe.
Es kam eine Zeit, da der Mann dominierte und das seine gab
und das Rad der Entwicklung nach unten drehte, wie es seiner Natur entspricht.
Nun kommt die Zeit, da die Frau das ihre gibt
und das Rad der Entwicklung nach oben führt, wie es ihrer Natur entspricht.

Das kriegerische männliche Wesen

In Atlantis waren es die Priester, die das Rad der Entwicklung zwischen der männlichen und der weiblichen Kraft weiterdrehten. Natürlich waren es immer die oberen Kasten der Gesellschaft, die mit ihren Regungen und Bedürfnissen die Gesellschaft und die Welt veränderten.

Der Begriff „Priester“ war früher viel weiter gefasst, als dies heute bei euch der Fall ist. Es war ein Titel, ähnlich eurem Doktor- oder Professorentitel. So gab es Priester für alle Zweige der Wissenschaft und Forschung: Gesundheit und geistige Hygiene, Musik- und Klangforschung, Kommunikation und Philosophie, Menschenführung und -rechte, Liebe und Sexualität, Fülle und Reichtum, Natur- und Tierleben, Intuition und Konfliktklärung, geologische und kosmische Forschungen.

Wie in unserer Neuen Schöpfungsgeschichte erläutert, gab es drei Stufen des Abstiegs von euch selbst, drei Phasen der Teilung des Einen in die Zweiheit. Die erste Phase war die der gemeinsamen Erforschung des geteilten Geistes. Maskuline und feminine Wesen lebten in tiefem Unterschied und Frieden miteinander. Ihr wart androgyne Götter – körperlose Wesen.

Die zweite Stufe verdichtete euer Bewusstsein erheblich, verkalkte es. Ihr wurde einander ähnlich und habt begonnen zu vergessen, wer ihr seid und warum es das andere Geschlecht gibt. Doch ihr wart zufrieden damit, denn die Liebe herrschte noch in euren Herzen und so habt ihr in dieser Raum-Zeit noch keinen Mangel gelitten.

Die dritte Stufe war die der Kreuzigung eures Wesens, die Stufe der physischen Körper, des Todes und des Schmerzes. Es war die Stufe des spürbaren Verlustes von … ? … von was, das wusstest ihr nicht mehr. Doch es schmerzte.

Die Elite des atlantischen Volkes hatte sich weit in der Erforschung der geistigen, kosmischen und irdischen Weisheit fortentwickelt. Sie alle waren auf ihren Gebieten hochkarätige Spezialisten – und dennoch fehlte etwas, dem sie nicht auf die Spur kamen, obwohl – oder vielleicht auch weil es so nahe lag.

Obwohl das Muttervolk der Menschheit im Raum eines weit offenen Bewusstseins lebte, fehlte jedem Einzelnen der Menschen tief im Innersten etwas. Alle Versuche, es im Inneren zu erkennen und im Äußeren zu bekommen, schlugen fehl. Je näher man dem geheimnisvollen Etwas zu kommen schien, desto weiter schien es abzurücken. Denn in der dritten Stufe hattet ihr erstmals ein eigenes Herz, das ihr sogleich euren weiteren Forschungen opfertet und es kreuzigtet. Ihr habt das Bewusstsein des Einen zu Staub werden lassen, um Körper zu erlangen.

Die maskuline Intelligenz und die feminine Intuition hatten sich in Atlantis auf ein hohes Niveau entwickelt. Ihr hattet Macht über verschiedenste Lebens- und Naturbereiche erlangt – doch noch nicht über euch selbst. ETWAS fehlte noch.

Natürlich wurde mit der Zeit bekannt, dass dieses ETWAS die geistigen Essenzen in den männlichen und weiblichen Körpern sein musste, die zum Aufstieg – und dem Einzelnen vermeintlich zur Macht über alles – verhelfen konnten.

Die Männer in ihrer Fähigkeit zu Verkörperung und Materialisierung litten unter dem Mangel an eigener seelischer Wärme und an Zugang zum fließendem Geist. Damit fanden sie in der Materie weder innere Erfüllung noch Gelassenheit. Die Frauen erreichten in ihrer Fähigkeit zu Inspiration und Heilung nicht den Boden. Sie konnten sich nicht in der Materie verwurzeln und schwebten zwischen den Welten.

Die einen besaßen das Wissen um das äußere Phänomen, das WAS, und die anderen lebten das innere Phänomen, besaßen das Wissen um das WIE. Nun, in Abwesenheit des EINEN göttlichen Bewusstseins, der Herzkraft und der Liebe, musste ein Weg gefunden werden, um die Verschmelzung der beiden Pole vollziehen zu können. Da zwischen den beiden Geschlechtern zu dieser Zeit eine innere Trennung herrschte, konnte dieser Weg nur der des Kampfes um Macht und Vorherrschaft sein – der Weg der Unterdrückung eines der beiden Geschlechter.

Die männlichen Priester glaubten, sich die Kraft der Frauen mit der Sexualität einverleiben zu können, da sie herausgefunden hatten, dass die weiblich-geistige Intuition, die übergeordnete weibliche Weisheit in den Körpersäften der Frauen schwang. Dies war der Augenblick, da die Sexualität zu einem Instrument der Macht, Gewalt und Unterdrückung wurde, und schließlich zur Versklavung der Seelen.

Bis zu diesem Zeitpunkt war die Sexualität eine freie Umgangsform in der Gesellschaft gewesen. Jeder konnte mit jedem zusammen sein. Im Austausch der Gefühle, Leidenschaften und Säfte geschah der Austausch der geistigen Essenzen. Männer und Frauen nährten einander, indem sie ihre Sexualität miteinander lebten. Ebenso nährten Geist und Körper einander, da sie in lebendigem Austausch waren. Je mehr Männer und Frauen miteinander verschmelzen konnten, desto lebendiger und vielschichtiger war der Austausch und die Vereinigung der Energien auf allen Ebenen. Lange Zeit war die Weisheit der Männer mit der Intuition der Frauen auf inneren und äußeren Ebenen verschmolzen und beide Geschlechter sowie die einzelnen Individuen waren stark und kraftvoll.

Doch das stetig absteigende Bewusstsein legte Schleier des Vergessens über die Herzen und trennte sie voneinander. In Abwesenheit der Liebe des EINEN SEINS begannen die männlichen Priester nun, diese freie Form der Sexualität für sich zu nutzen. Sie holten die Frauen zu sich, nicht mehr, um sich mit ihnen zu vereinen, um sich auch ihnen zu öffnen und hinzugeben, nicht mehr, um sie zu nähren, sondern um von ihnen das zu erhalten, was sie meinten zu brauchen.

Die Priesterinnen und Frauen wurden, verzeiht diesen Vergleich, zu einer Art von Milchkühen und die Sexualität zu einer Art Zuchtbetrieb, der nun gewinnbringend ausgebaut wurde. Das Verständnis der Liebe war bei den Männern eng an den Intellekt gebunden. Dies war ihr Schmerz, denn die tiefe Empfindung von Verschmelzung und Heiligkeit des Aktes war den weiblichen Körpern vorbehalten. Dieser Schmerz, diese Unfähigkeit zu tiefem Fühlen war ihre Wunde – und wurde zu ihrer Waffe. Die neue Zielorientierung trieb Blüten ungeheuren Ausmaßes.

Zu Beginn dieser Entwicklung ließen die Frauen die Männer gewähren, weil ihre Liebesempfindung für sie groß war und sie glaubten, dass sich diese Mode bei den Männern legen würde, wenn sie nur bekamen, was sie wollten. Doch einerseits bekamen sie eben nicht, was sie wollten, denn der frei fließende Geist kann nicht mit dem Lasso eines Kuhjungen eingefangen werden, der selbst verschlossen ist und nichts gibt. Andererseits haben diese einen Vorgeschmack auf Macht erhalten, der ihnen gefiel. An diesem Punkt stand der Herrscher in ihnen auf.

Mit der Zeit musste es kommen, dass die Frauen sich ausgenutzt und gequält, ja ob ihrer tiefen Empfindungen verachtet fühlten. Sie hatten den Zeitpunkt sich zusammenzutun, um der Entwicklung Einhalt zu gebieten, verpasst. Der Missbrauch ihrer Gefühle und ihrer bedingungslosen Liebe trieb auch sie in eine weitere Verdichtung des Bewusstseins. Wenn die Ethik und Moral des einen Pols in der Gesellschaft absinkt, dann zieht auch der andere bald nach.

Die Frauen stiegen in den Kampf ein. Zunächst begannen sie sich zu wehren und zu verschließen. Sie beschlossen ihrerseits, die Männer nun nicht mehr zu nähren. Sie ließen es zu, dass ihre tiefe Empfindsamkeit und Leidenschaft auf ein hohes Maß an Gefühlskälte herabsank. Die Frauen kamen nicht mehr, wenn die Männer sie riefen, verweigerten ihnen den Kontakt oder zumindest die innere Öffnung. Auf diese Weise hungerten Männer und Frauen sich gegenseitig aus. Wer hungert, kämpft um Nahrung und Macht.

Die Priester spürten die Gefahr, die dieser weibliche Rückzug für sie bedeutete, also sannen sie lange Zeit nach einem Ausweg. Dieser war, gemessen an den damaligen Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten absurd und genial, einfach und grausam. Sie entwickelten ein neues Regelwerk, eine neue Ethik und Moral zu Sexualität und Gesellschaftsform: die Monogamie, die Einehe.

Das ging natürlich nicht von heute auf morgen. Ein solch fantastischer, fremd anmutender und ungeheuerlicher Plan musste stufenweise eingeführt werden. Hintergründige Vorgaben und Manipulationen wurden ebenso angewendet wie erpresserische Verträge. Doch es gelang. Denn auch die Frauen waren inzwischen so weit in ihrer Empfindsamkeit traumatisiert und desorientiert, geradezu aus ihrer Herzkraft herausgefallen, dass sie den Plan nicht durchschauten. Jedem Priester wurde schließlich eine Priesterin zugeteilt, und nur sie konnten und durften miteinander Säfte, Gefühle und Wissen teilen. Die Verschmelzung mit anderen war untersagt.

Natürlich begann damit der Kampf um jene Partner, die die höchsten Ränge, die größte Weisheit oder die gefragten Positionen innehatten. Nun begann die Ära der Konkurrenz, des Intrigenspiels, der Eifersucht – die letzte Stufe der inneren Verödung, die sich über viele Jahrtausende ausdehnen und vervielfältigen sollte.

Die Frauen erlebten den Kampf um die Macht ebenso wie die Männer. Sie gerieten in die gleichen Gefilde der Angst, der Habsucht und des Hasses wie die Männer, die ihnen vorangingen. Die Frauen isolierten sich voneinander. Das Frauenlager war viel eher in sich zerschlagen als das der Männer, denn diese hielten als Machthaber über die Unterdrückten immerhin noch dieses gemeinsame Zepter in der Hand.

Eine graue Wolke von Macht, Missbrauch und Ohnmacht verfinsterte euren Atem. Verzweiflung und Tod, Einsamkeit und Versklavung der Seelen zog über das Land und erstickte das Leben für ein Zeitalter.

In dieser Zeit haben sich die Herzen der Frauen verschlossen und waren nicht mehr fähig, wahrhaftig zu empfangen und zu geben, denn dies ist ein und dasselbe. Welche Verhaltensweisen und Symptome dies mit sich brachte, betrachten wir in der folgenden Textsammlung.

So seid ihr über diese Station eurem Ende entgegen gegangen, für welches ihr beschlossen habt, all eure Macht und Kraft solle zu Staub zerfallen sein. Das Ende ist gekommen und ihr seid darüber hinausgegangen. Denn es ist nicht das Ende von Allem. Ihr habt den Tiefpunkt eurer Forschungen erreicht, den Punkt der vollkommenen Ohnmacht. Dieser kann und wird nun in lebendige MACHT UND KRAFT gewandelt.

Euer Kristall-Herz-Licht ist die entscheidende Kraft, die euer Leben in die Wandlung führt, die eure ungeteilte feminin-maskulinen Essenzen verschmilzt und aktiviert, die euch zum tiefen Wissen um euer altes Sein und zu eurer neuen Göttlichkeit führt.

Die verschmolzene männlich-weibliche Herzkraft war nach unserer Neuen Schöpfungsgeschichte 94.000 Jahre lang nicht auf der Erde. Vor 2000 Jahren, als der absteigende Sonnenlauf nach dem Widder-Zeitalter in den aufsteigenden überging, ist diese Eine Liebe-Weisheit durch Jesus den Christus wieder zur Erde gekommen. Seitdem liegt eure Lebensabsicht und -aufgabe darin, diese Eine maskulin-feminine Kraft auf der Erde zu verankern – durch eure Körper, durch euer Herz, gleichgültig, ob es in einem männlichen oder weiblichen Körper pulsiert.

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