Ein erfolgloser Geschäftsmann

Ein Gespräch

Hier geht es um einen Geschäftsmann, der es seit einigen Jahren erlebt, ständig zur „falschen Zeit am falschen Ort“ zu sein – und schlimmer noch: immerzu den „falschen Menschen“ zu begegnen – jenen, die ihm den Himmel auf Erden versprechen – und ihn dann „zur Hölle schicken“, wenn die Verträge unterschrieben und die Verantwortung auf ihn übertragen ist….

Die Früchte des Lebens. So könnte es sein: Obstabteilung bei Harrods in London

Die Früchte des Lebens. So könnte es sein: Obstabteilung bei Harrods in London

Reinhard ist ein liebevoller, sensibler Mensch, der das gleiche von den anderen erwartet. Er wählte ein Menschsein in der zweiten Liga. Das bedeutet: Er überlässt gern anderen den ersten Schritt, die Initiative, um dann den zweiten zu tun – und den dritten … und vierten …. und fünften, bevor er merkt, dass er wieder einmal einem genialen „Erfinder“, dessen Produkte er vermarkten soll, auf den Leim gegangen ist – und nun alle Schadenersatzforderungen nicht beim Ersten in der Reihe sondern beim zweiten liegen: bei ihm.

Und kaum hat er sich mit der Hilfe von Freunden aus einem solchen Netz herausgeboxt, trifft er den nächsten „Falschen“ – und das alte Spiel beginnt von Neuem. Hier geht es um den Fluch des männlichen Wesens und die männliche Erbschaft der Vorväter – um die Frage der Handhabung dieses maskulinen Erbes und die Integration des femininen Wesens im Manne.

Sabine: Okay Reinhard, dann lass doch mal hören, was dein Problem ist, wo du deine Problematik siehst und was du gerne hättest oder verändern würdest.

Reinhard: Die größte Problematik ist die, dass ich permanent falsche Leute anziehe.

S: Was für Leute?

R: Falsche Leute. Ich ziehe einfach Menschen an, die auf meinem Weg nicht dienlich sind, die einfach nicht das richtige für mich sind. Die irgendwo falsch sind – mir gegenüber, mit denen ich einfach nicht weiter komme – also im Sinne von hinterhältig oder mir vordergründig Dinge vorgeben, aber dann hinterhältig agieren. Das ist im Prinzip eigentlich mein größtes Problem. Und aus diesem Strudel rauskommen – das ist es, was ich möchte. Dass ich nicht immer reinfalle, aufgrund meines Vertrauens, das immer ich zu den Leuten habe.

S: Bezieht sich dieser Strudel nur auf die berufliche Situation oder gibt es da auch noch andere Bereiche in deinem Leben?

R: Nein, das ist rein beruflich. Im Freundeskreis, im partnerschaftlichen Bereich, passt es. Da kann ich mir nichts Besseres vorstellen. Nur rein beruflich…

S: Die partnerschaftliche Situation ist also okay. Das heißt, du hast eine Familie: eine liebevolle Frau und glückliche Kinder, die du ernähren kannst …..?

R: Ich habe nur eine Lebensgefährtin und einen Hund.

S: Und die Lebensgefährtin ist „vordergründig“ liebevoll mit dir und unterstützt dich in allem, was für dich gut und richtig ist?

R: Ja.

S: Na gut. Was also hakt auf der beruflichen Ebene? Was passiert da jeweils? Was tun die Leute, von denen du meinst, dass sie falsch für deinen Weg seien?

R: Sie versorgen mich mit Unwahrheiten. Das heißt, man glaubt alles.

S: Wer ist man?

R: Ich.

S: Oha! Hier haben wir schon mal das erste Antwort, eine erste Ursache für dein Problem. In dem Augenblick, Reinhard, da du von dir selbst als „man“ sprichst – da du „man ist“ sagst, anstatt „ich bin“ – bist du nicht in deiner Achse und kannst nicht Wahrheit von Unwahrheit unterscheiden. In dem Augenblick, da du nicht in dir selbst bist, da du nicht von „ich bin“ sprichst oder „ich habe“ oder „ich will“, obwohl du dich selbst meinst, bist du nicht du selbst. Dann stehst du neben dir, bist ein Schatten deiner selbst. Dann bist du aus deiner Mitte heraus. Dann bist du – im wahren Wortsinn – außer dir. Dann kannst du deine eigene Wahrheit nicht erkennen – zum Beispiel die Wahrheit deiner eigenen Verschleierung und Verwirrung.

Gehe davon aus, dass dies keine Wortklauberei ist, sondern ein in dieser Zeitenwende äußerst wichtiges Detail deiner Persönlichkeit, das über Erfolg und Misserfolg – in manchem Augenblick sogar über Leben und Tod entscheidet. Nicht umsonst heißt es in der Bibel: „Am Anfang war das Wort.“ Der Geist deiner Worte führt dich in den Abgrund oder auf den Gipfel, um es einmal bildlich auszudrücken.

So kommt also, wenn du nicht in dir ruhst, die Wahrheit als Angriff, Versuchung, Verlockung oder Hinterhalt von außen, um dich wieder zu dir selbst zu bringen. Doch du erkennst sie nicht, weil du nicht hinter die Schleier schauen kannst, solange du außer dir bist, solange du nicht zwischen dem Dunkel des Planeten und dem Licht des Kosmos atmest. Also treibst du waagerecht zwischen dem Dunkel und dem Licht der Menschheit und bist den so genannten Falschen da draußen so lange ausgeliefert, bis du dein inneres „Falsch“ erkannt und geklärt hast.

Stelle dir dein Leben als ein Kreuz vor. Du atmest und pulsierst auf dem senkrechten Ast zwischen dem Dunkel des Planeten und dem Licht des Kosmos – und dies bringt dich immer näher zu dir selbst. Doch gleichzeitig treibst du immerzu auf dem horizontalen Ast zwischen dem Dunkel und dem Licht der Menschheit hin und her. Und dies zieht dich immer weiter von dir selber fort.

Beide Dunkelheiten und beide Lichte tauschen ständig ihre Rollen: Das, was heute licht und liebevoll, erfreulich und aussichtsreich erschien, ist morgen finster, bedrohlich und perspektivlos. Und das, was heute bedrückend, beängstigend und dunkel erschien, ist morgen einfach genial.

Doch wie willst du erkennen, was dir gut tut und was nicht? Du kannst es nur wahrnehmen, wenn du ganz in dir selbst ruhst – wenn du genau dort bist, wo sich die Äste deines Lebenskreuzes treffen: im Kreuzungspunkt. Da ist dein Herz. Und dein Herz weiß bestens Bescheid, denn es ist nicht nur liebevoll, sondern auch – und in allererster Linie – hochintelligent und weise.

R: Das klingt gut und einleuchtend, doch wie soll ich das in meinem Beruf umsetzen?

S: Zunächst, indem du erkennst, dass du offensichtlich schon lange nicht mehr in deinem Herzen ruhst, sonst würdest du schon seit Jahren nicht mehr die so genannten „richtigen Menschen“ für deinen Weg suchen. Doch es gibt keine falschen Menschen und es gibt keinen Weg. In dir selbst ist etwas falsch, nämlich die Position in deiner Lebenspräsenz. Du sitzt nicht auf deinem Thron. Er ist leer, weil du draußen in der Welt immerzu Menschen suchst und auf jene Menschen triffst, die dir die Unwahrheit sagen – schlicht, weil auch sie nicht auf ihren eigenen Lebensthronen sitzen. Jeder will den Thron eines anderen besetzen und viele haben das auch getan.

So spiegeln dir deine Geschäftspartner nur die Tatsache, dass du selbst nicht im Vollbesitz deiner eigenen Wahrheit bist – und somit auch nicht in deiner eigenen Kraft. Daher sind sie überhaupt nicht „falsch“, sondern wertvolle Hinweisgeber. Sie alle geben dir in verschiedenen äußeren Zusammenhängen doch immer dieselbe Botschaft: „Kehre zurück in dein Zentrum und widerstehe mir!“ Doch du nimmst sie nicht an, weil du Gerechtigkeit, Offenheit und Verlässlichkeit von anderen forderst – und dir selbst verweigerst.

R: Aber wie soll denn eine Gesellschaft funktionieren, in der alle ungerecht und hinterhältig sind? Wie soll ich in einer solchen Gesellschaft ehrliche Geschäfte machen, die mir und meiner Partnerin den Lebensunterhalt sichern?

S: Nun, du hast nur eine Partnerin, für die du dich verantwortlich fühlst. Was sollen jene Männer sagen, die noch vier oder fünf Kinder haben. Und was die Gesellschaft angeht: Bisher hat sie so funktioniert. Doch in dieser Zeitenwende funktioniert sie naturgemäß so nicht mehr. Außerdem sind nicht ALLE ungerecht und hinterhältig. Die meisten Menschen sind einfach nur verschlossen und ängstlich, weil sie die gleichen inneren Probleme haben wie du: weil auch sie nicht in sich selbst ruhen, weil auch sie ihre Throne verlassen haben, um außen das Glück zu suchen – weil auch sie ihre eigene große Kraft und Weisheit nicht kennen.

Du bist in der gleichen Gesellschaft und Konditionierung erwachsen geworden, wie alle Männer in dieser Zeit. Zeitenwende heißt: Alles verändert sich. Alles wendet sich ins scheinbare Gegenteil, doch genau genommen öffnet sich nur alles, was bisher verschlossen war. In dieser Zeit verändert sich nicht nur die Gesellschaft, sondern auch deine Konditionierung. Wie alt bist du jetzt?

R: 45.

S: Dann bist du einer der letzten, der diese Erbschaft auf sich genommen hat. Sprechen wir über die Konditionierung derer, die zwischen 1850 und 1965 geboren wurden.

Ihr habt als Männer alles zu geben, was euer Leben ausmacht: euer Geld, eure Kraft, eure Geborgenheit, eure Liebe. Ihr habt euren körperlichen Saft zu geben – euren Schweiß ebenso wie eure Spermien. Ihr habt alles zu geben: den Frauen und den Kindern, der Gesellschaft und euren Freundeskreisen.

Wenn ihr nichts gebt, dann seid ihr unwert und es wird auf euch getrampelt. Wenn ihr viel gebt, seid ihr willkommen. (Schmunzelnd): Oh, ich klammere deine Partnerin natürlich aus. Schließlich sagtest du ja, da sei alles völlig in Ordnung.

Männer müssen geben: in der Geschäftswelt, bei den Nachbarn und Freunden, im Verein, am Biertisch, beim Sport und im politischen Umfeld. Der Mann – der männliche Körper – steht im Fluch und Drama, immerzu geben zu müssen, sich selbst zu behaupten, immer stark zu sein, immer pünktlich zu sein, verlässlich – von gesund und ständiger Verfügbarkeit einmal abgesehen.

R: Aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich das alles sein muss.

S: Natürlich musst du es nicht sein, doch bist du nicht trotzdem so? Oder glaubst du nur, nicht so zu sein?

R: Naja, vielleicht nicht so extrem, aber manchmal …..

S: ….. manchmal ist es schon mühsam, nicht wahr? Du bist sehr feminin in deiner Art, liebevoll, versorgend wie eine Mutter – ein maskulines Marienwesen. Siehst du, das ist eines deiner Probleme (schmunzelnd in Hinblick auf die Verspätung des Treffens): deshalb bist du leichtgläubig und kannst du auch nicht pünktlich sein. Reine weibliche Energie nimmt bedingungslos an und fließt frei. Sie tut, was sie will und kommt, wann es ihr passt – und es passt immer!

Die „heruntergekommene“ weibliche Energie am Ende der Zeit dagegen ist immer pünktlich, aber auch feindselig, kriegerisch und fordernd. Und wir meinen nicht nur die unbewussten und unerlösten weiblichen Energien eurer Mütter und Partnerinnen, sondern hier die weiblichen Energien eurer männlichen Geschäftswelt, die weiblichen Energien des verdunkelten Geldflusses – die saugenden, femininen Kräfte jeder Geschäftssituation, die am Ende der alten Zeit auf nichts anderes als Profit aus ist: Alles nehmen und nichts geben. Das ist Business-Vampirismus. Das verdunkelte weibliche Wesen in euren männlichen und weiblichen Körpern will alles haben und sein. Das verdunkelte männliche Wesen soll alles geben.

Männliche Erbschaften

Bis zur Jahrtausendwende hat das auch funktioniert. Eure Väter haben sich durchgeprügelt und durchprügeln lassen, solange, bis nichts mehr in ihnen war und sie in Resignation, Depression und Krankheit versanken. Ihr Leben lang, schon ab der frühen Kindheit, haben sie gegeben, gegeben und gegeben. In ihrem Fluch und Trauma gefangen, veränderte sich die Form ihres Gebens je nach den äußeren Umständen. Es war nie ein freies, natürliches und glückliches Geben, das auch zum Empfang fähig wäre, sondern eher ein aggressives, kriegerisches oder ein depressives verantwortungsbewusstes Geben, das selbst nicht annehmen kann – in jedem Fall ein Kampf auf verlorenem Posten. Aber sie haben gegeben – ihr habt gegeben.

Euer Drama besteht nicht darin, dass ihr männliche Wesen seid, sondern dass ihr einen männlichen Körper gewählt habt. Damit habt ihr die Erbschaft eurer Väter in euch aufgenommen, ihren Fluch und ihre Lebens-Müdigkeit: jene alte Matrix, die den Mann zum Gebenden, Tuenden und Verantwortlichen macht, zum Ernährer der Familie – und damit auch der Welt. Vor Zeitaltern haben die Männer sich damit die Macht über Frauen, Familie und die Welt gesichert, doch zu genau dem Preis, den sie jetzt zahlen: unerträglicher Druck auf euren Schultern und in euren Herzen. Vielleicht mögt ihr allein deshalb nicht in eure Herzen zurückkehren.

Als Söhne habt ihr dieses Gefühlserbe und Generationendrama eurer Väter, Großväter und Urväter in euch aufgenommen. Denn ihr habt eure heutigen Körper aus den Säften eurer Väter und den Körpern eurer Mütter gebaut.

Das maskuline Erbe forderte über viele Zeitalter, dass der Sohn das tun und werden musste, was die Väter getan hatten und waren. Liebte der Sohn eines Schmiedes das Malen oder Musizieren, so durfte er nicht Maler oder Musiker werden. Er musste Schlosser sein, was seiner Natur zutiefst widersprach. Der feminine sanftmütige und musikalische Sohn musste an der Esse stehen und Schwerter sowie Stahlbänder für Bierfässer schmieden. Damit war das Drama für dessen Familie und die folgenden Generation bestens vorbereitet: Natürlich wirkte sich dies aggressiv oder depressiv auf ihn und alle Beteiligten aus.

Das ist es, was ihr Männer in euch aufgenommen habt. Und es ist nicht wenig, oder? In genau dieser inneren Aura des unerbittlichen Verantwortungszwangs geht ihr heute noch an eure Berufe und in die Businesswelt, selbst wenn kein äußerer Vater oder Großvater euch zwingt, dies zu tun und jenes zu lassen, selbst wenn keine äußere Familie mehr an eurem Rockzipfel hängt, deren Überleben von euch abhängig ist. Ihr habt dieses Erbe so tief verinnerlicht – es liegt als Zellerinnerung in jeder Zelle eures Körpers und steuert euch. Wie findest du das?

R: Ja, eigentlich ziemlich bedrückend. Was kann ich tun, damit das ein Ende hat?

S: Vieles und wenig, heißt: Vieles kannst du tun, doch nur Weniges ist notwendig. Darauf gehen wir später ein. Lasse uns deine aktuelle Situation noch ein wenig betrachten. Was also willst du vom Leben erwarten – vor diesem Hintergrund, der da in deinem Zellgefüge herrscht und aus dem heraus du immer wieder in die Außen- und Geschäftswelt flüchtest. Ja, tatsächlich – vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass du deinen inneren Thron nicht mehr besetzt – so belastet, wie er ist!

In deinem physischen Körper herrscht die Forderung des Gebens an dich: zellulär, hormonell und nervlich. Dein gesamtes eigenes Lebenssystem fordert jeden Tag von dir, zu geben, zu tun, zu machen, aktiv zu sein und zu managen. Wie willst du in diesem einpoligen Körper überleben? Kein Wunder, dass Männer zunehmend verzweifeln und den Befreiungsschlag suchen – und dabei entweder sich selbst oder ihre Familie töten, nicht wahr?

Dein nicht gelebter Pol ist weiblicher Natur. Dieser ist stark, weise und intelligent – ja, raffiniert. Doch du ignorierst ihn unter der Last deiner männlichen Erbschaft und weil du glaubst, dass du als Mann nichts mit dem Weiblichen zu tun hast. Irrtum! Jeder Mensch besteht aus einer männlichen und einer weiblichen Hälfte, gleichgültig, welches Geschlecht der Körper hat. Also ist dein feminines Wesen in dir gefangen und kann nichts zur Heilung der äußeren Situation beitragen. Manchmal läuft es neben dir her, hinter oder vor dir – und manchmal schaut es einfach weg, weil es nicht ertragen kann, was da draußen sich gerade abspielt.

Solange du deine innere weibliche Intelligenz ignorierst, musst du die äußere weibliche Welt versorgen – und wirst gleichzeitig von ihr hintergangen und ausgesaugt.

Geschäftspartner

So lange werden dir immer Menschen begegnen, die scheinbar „falsch“ sind. Tatsächlich aber sind sie nur in Resonanz mit dir – genauso außer sich selbst wie du, genauso suchend und unwissend wie du. Sie spiegeln dir das innere Spiel, das du mit dir selbst treibst.

Du hast nicht nur das männliche Erbe deiner horizontalen Generationenlinie in dir, sondern auf deinem senkrechten Ast auch eine starke weibliche Sensibilität und Heilkraft – die du ignorierst. Statt sie im senkrechten Atem zu stärken, suchst du dein männliches Ebenbild im waagerechten Außen. Daher kannst du im geschäftlichen Umfeld nur solchen Menschen begegnen, die den maskulinen Pol herauspowern, die sich als kreativ, potent und versiert zeigen – und ihrerseits Typen suchen, die leichtgläubig und weich genug sind, um sich vor ihren Karren spannen zu lassen. Sie sind genauso einpolig wie du, nur eben etwas unbefangener und rücksichtsloser als du, und daher stärker.

Die Begegnung zwischen dir und dem Geschäftspartner ist niemals nur geschäftlicher, sondern in erster Linie emotionaler Art. Und es betrifft immer das feminin-maskuline Gleichgewicht oder Ungleichgewicht. Die inneren Fragen lauten: Wer ist stärker? Wer herrscht und wer unterwirft sich? Sie beantworten sich oft schon in der ersten Begegnung.

Auf der physischen Ebene verhandelt ihr über eine Geschäftsidee oder einen Geschäftsinhalt und auf der emotionalen und energetischen Ebene befühlt und befingert ihr einander und sucht die Kanäle und Saugstellen, wo ihr andocken könnt – oder ihr schützt euch vor den Energieangriffen des Anderen. Im Energieraum schaut jeder einpolige Mann, dass er das Maximum für sich bekommen kann, damit er überleben und die Seinen versorgen kann, damit er seinem gewaltigen Verantwortungsdruck standhalten und ihn erfüllen kann.

Jeder sucht und findet heraus, was er dem anderen geben und von ihm nehmen kann. Doch alles, was ihr auf diese Weise freiwillig und unfreiwillig austauscht, versiegt irgendwo in den dunklen Zonen der alten einseitigen Erbschaft – einfach weil beide nicht im Vollbesitz ihrer Kraft und Weisheit sind, weil beide außer sich sind, weil keiner auf dem eigenen Thron sitzt.

Im Energieraum sind die beiden Geschäftsmänner Dämonen, die miteinander kicken und boxen, einander Hoffnungen, Zerrbilder und Ängste um die Ohren hauen, sich von den Energien der Menschen ernähren und dann lachend und frohlockend wieder auseinander gehen, während die Menschen selbst ausgelaugt am Boden liegen.

Die Menschen, die Geschäftsmänner, verstehen nicht, was abgelaufen ist. Sie sehen nur das physische Spektakel, sagen JA, wo sie NEIN sagen sollten, und NEIN, wo sie JA sagen sollten. Einer schimpft auf den Anderen, versteht ihn nicht, unterstellt ihm Hinterhalt – und hofft trotzdem. Jeder sagt, der Andere sei der Falsche, der Betrüger. Und jeder hat auf eine gewisse Weise Recht, nur eben dahingehend, dass jeder der beiden sich selbst betrügt, denn keiner der beiden hat sich bisher in seinem Mann-Sein verankert.

R: Hmmh, und wie verankere ich mich in meinem Mann-Sein, wenn du doch sagst, dass ich meine weibliche Natur ignoriere? Das ist doch ein Widerspruch!

S: Das ist durchaus kein Widerspruch. Wie schon gesagt: Jeder Mensch besteht aus einer männlichen und einer weiblichen Hälfte. Solange du deine weibliche Hälfte nicht voll in dein Leben integriert hast, bist du einpolig, halbherzig, ohnmächtig und damit geschäftsunfähig.

R: Was muss ich also tun?

S: Nun, weniger tun und vielmehr sein. Du hast deine weibliche Marienkraft anzuerkennen. Und damit verankert sie sich in dir. Das tust nicht du, sondern sie. Du hast senkrecht zwischen deiner kosmischen und deiner planetarischen Intelligenz zu atmen. Damit rammt sich die Lanze deines höheren Geistes in den Boden der Erde. Auch dies tust nicht du, sondern sie selbst tut es. Verstehst du das Prinzip? Was macht das, was ich hier sage, mit dir?

R: Hmmh. Ich kann das nicht so in Worte fassen. Ich sage mal: äußerst interessant – und gut.

S: Fühlt sich das stimmig an für dich? Kannst du etwas damit anfangen?

R: Ja. Mir sind eben ein paar Szenen mit Geschäftspartnern durch den Kopf gegangen und ich habe plötzlich Dinge gesehen, die ich damals einfach nur gefühlt habe, ohne ihnen eine Bedeutung beizumessen, weil ich dachte, das seien irgendwelche emotionalen Dinge, die nichts mit dem zu tun haben.

S: Alles hat mit allem zu tun. Alles, was im Augenblick aufsteigt und fühlbar wird, hat in genau diesem Augenblick auch Bedeutung – sonst würde es nicht aufsteigen! Und genau dieses Wissen und die Fähigkeit, es umzusetzen, ist weibliche Intelligenz. Sie findet sich in den unsichtbaren und verschleierten Zonen des Lebens und der Geschäftswelt bestens zurecht. Okay. Wie fühlt sich das an, wenn ich dir sage, dass du ein sehr feminines Wesen bist, ein weibliches Wesen?

R: Kein Problem. Es ist okay. Solange mir nicht Brüste wachsen…

S (schmunzelnd): … und sich der „Schwanz“ einzieht.

R: Nein, das ist absolut okay. Das ist neu für mich, aber eigentlich doch wieder nicht. Es bestätigt mir etwas, was ich nie ernst genommen habe. Danke.

S: Was passiert jetzt…..?


Teufelsaustreibung in der Zeitenwende

R: Ich habe gerade eine ganz dringende Frage: Kannst du Geistwesen sehen?

S: Manchmal sehe ich welche und manchmal nicht.

R: Siehst du jetzt welche? Sind welche da?

S: Ja natürlich, viele sind da, was in Anbetracht unseres Thema ja kein Wunder ist.

R: (hektisch, unruhig, alarmiert): Wer ist jetzt da? Ich habe keine Ahnung, ich spüre nur immer irgendetwas in gewissen Momenten.

S: Ja, natürlich. Kein Wunder.

R: Jetzt momentan muss irgendwas … da kommt immer das gleiche. Mir wird kalt. Und auf einmal macht es zu (greift sich an die Brust und reibt sie).

S: Wunderbar! Das ist unser lieber Freund Luzifer. Er kommt rechtzeitig und punktgenau zum Thema: Herrschende einpolige Männlichkeit plus unterworfene Weiblichkeit ergibt Ohnmacht und Abhängigkeit.

Luzifer ist der Inbegriff sowohl der „wahnsinnigen“ und verlorenen Männlichkeit als auch der verdunkelten und saugenden Weiblichkeit. Das Gegenstück zu diesem „fesselnden planetarischen Vater“ ist Maria, die „befreiende kosmische Mutter“. Sie ist der Inbegriff der mitfühlenden und strahlenden Weiblichkeit, die im Zentrum einer maskulinen Entschlossenheit und Durchsetzungsfähigkeit ruht.

In gewisser Weise sind diese beiden Zwillingsseelen. So du hast keinen besseren Wurzelkraftgräber als Luzifer. Er wird dich so lange ins Bockshorn jagen, innen wie außen, bis du zu dir selbst zurückkehrst und deine Marienkraft annimmst. Dann – und erst dann – wird sich der finstere Geselle verwandeln und aufsteigen.

Atme einfach senkrecht zwischen der Energie der Maria und der des Luzifer. Anerkenne sie beide als Anteile deines menschlichen Lebens und lasse zu, dass sie sich in deinem Herzen treffen, verschmelzen und in eine neue – eine wahrhaft schöpferische – Kraft verwandeln. Dann öffnet sich eine kristalline Sphäre in dir, in der das maskuline und das feminine Wesen gleichberechtigt und frei sind

In diesem Geiste gehst du dann nach draußen und machst neue Geschäfte: liebevolle, faire, kreative und für alle Beteiligten erfolgreiche Geschäfte der neuen Art.

R (würgend): Schön, im Augenblick zieht sich alles zusammen, Angst steigt auf, Enge … Ich fühle kalten Schweiß … und irgendwie, als würde ich da nie wieder rauskommen, … wie das Gefühl einer ewigen Dunkelheit.

S: Sehr gut! Das ist Luzifer, wie er leibt und lebt: der Teil von dir, der Jahrtausende lang zur Hölle gefahren ist, um dort Geschäfte zu machen. Er steigt auf. Ja, das fühlt sich überhaupt nicht lustig an, doch es ist Erlösung pur. Habe Mitgefühl mit ihm. Lasse ihn aufsteigen. Entlasse ihn aus deinem Leben. Öffne dein Herz und atme senkrecht. Das hilft ihm, seine – äh deine – emotionale Hölle zu verlassen.

Luzifer ist ein Hüter dieser alten dunklen Gefühlserbschaften. Er hütet sie so lange, wie du sie brauchst und nutzt. Brauchst du sie nicht mehr, steigt er auf, verlässt die dunklen Hallen deines Unterbewusstseins und geht zurück ins Licht, wo er herkommt. Atme einfach senkrecht.

Eben saß die dunkle Energie hinter dir, auf deinem Schulter- und Nackenbereich, nun sickert sie langsam in die Wirbelsäule und gelangt in den Transformationsstrom deines Herzatems. Hab Vertrauen zum Licht und zur Dunkelheit in dir selbst. Atme senkrecht und schließe für einen Moment die Augen.

Nimm den Luzifer dabei ganz bewusst als ein liebevolles Wesen wahr, das Zeitalter lang deine grauenvollen Regungen gehütet hat – einfach, damit du daran wachsen und reifen kannst. Danke ihm dafür und atme ihn hoch in dein Herz und ins Licht. Vielleicht sagst du ihm: „Mein lieber Junge, du hast mich lange genug erschreckt und erzittern lassen. Danke für die vielen Lektionen, die du mir erteilt hast. Hier und Jetzt entlasse ich dich aus meinem Leben, damit wir beide weiter kommen.“

R: Wo ist er jetzt?

S: Abgereist, auf dem Weg in seine Heimat.

R: Jetzt ist mir nämlich nicht mehr kalt. Jetzt entspannt sich alles.

S: Klar, kann ja nicht anders sein.

R (zuckt zusammen): Jetzt friert mir wieder.

S: Kalt? Okay, dann kommt der Nächste hoch. Luzifer hat viele Brüder.

R: So was gibt es?

S: Natürlich! Schließlich ist das gesamte Wesen Luzifer ja auch nicht an einem Tag in dir entstanden, sondern in hunderten und tausenden von Jahren. Da wirst du schon ein wenig Geduld haben müssen, um deine emotionale Hölle zu leeren.

R: Wieder hundert Jahre?

S: Nein, maximal ein Jahr, wenn du konsequent daran arbeitest.

R: Das ist interessant! Das ist der Wahnsinn! Ich habe mir das überhaupt nicht erklären können. Es passiert manchmal, wenn ich so ruhig sitze und in mich gehe und gewisse Dinge denke – und auf einmal, plötzlich kommt irgendwas. Ich kann das nicht erklären. Es kommt so heftig, dass man da zumacht.

S: Wer ist „man“?

R: Äh, ich! Dann kann ich nicht mehr schlucken. Dann kommen mir fast die Tränen. Ich weiß aber nicht warum, aus was für einem Grund. Das ist ganz…. Weißt du, momentan bist du aber völlig überfordert in diesen Situationen …..

S: ….. „bist du“? Warum sprichst du jetzt von „du“, wenn du dich doch selbst meinst? „Momentan BIN ICH völlig überfordert“, müsste es heißen. Schau, das ist ein Knackpunkt: Wenn du dich selbst „man“ oder „du“ nennst, dann zeigt dies, dass du nicht zu Hause bist – nicht in deiner Mitte, nicht auf deinem Lebensthron. Und was glaubst du, wer dann darauf sitzt, wenn nicht DU SELBST?

R: ….. er?

S: Klar, wer sonst. Das ist wie mit den leer stehenden Häusern, die besetzt werden. Leere Organismen, die „von allen guten Geistern verlassen sind“, ziehen „ungute“ Geister an. Besser die, sagen sie sich, als gar keine.

R: Ja, ist klar. Okay. Wie werde ich den jetzt wieder los?

S: Indem du wieder dein Herz öffnest, „den“ respektierst, annimmst und loslässt – alles dies in deinem fließenden Atemstrom, der senkrecht zwischen deiner Hölle und deinem Himmel pulsiert.

Die Tore des Egos

S: Lasse mich hier noch ein beeindruckendes Bild einfügen, das dir helfen könnte, solche inneren Toröffnungen erfolgreich zu vollziehen. Es gibt zwei Energietore, die deinen energetischen Körperraum verschließen – oder öffnen. Im Beckenboden sitzt das Tor der Emotionen – der Angst, der Schuldgefühle, der Aggression, des Minderwerts. Im Schädeldach sitzt das Tor der Gedanken – der Kontrolle, des Vergleichs, der Vergeltung.

Wenn du Wut, Gier oder Aggressionen, Rachegelüste, Vergeltungssucht und Zorn aufsteigen spürst, dann verschließt sich das untere Tor, weil dein moderner menschlicher Verstand sagt, dass sie unmoralisch und daher nicht willkommen sind. Wenn du Angst, Minderwert- und Schuldgefühle, Verwirrung und Unsicherheit spürst, geht das untere Tor zu, um dich davor zu schützen.

R: Hmh, aber dann bleiben sie ja da unten hängen …..

S: Richtig. Und sie versuchen es immer wieder – solange, bist du sie durchlässt. Spürst du hingegen schöpferische Kraft und Macht, Weisheit und deine strahlende Einzigartigkeit, nun, dann klappt das obere Tor zu, weil dein moderner menschlicher Verstand sagt, dass diese Regungen blasphemisch und übergeschnappt sind, dass du unwürdig bist und sie daher nicht willkommen sind. Fließen die Energien der Liebe und des Lichtes in hoher Konzentration zu dir, schließt sich das Tor, um dich davor zu schützen.

R: Ist irgendwie dasselbe Problem wie mit dem unteren Tor, nur dass hier das Licht nicht durchkommt.

S: So isses! Doch da gibt es einen Haken an der Sache: Ein dauerhafter Schutz vor Dunkelheit und Licht durch diese beiden Tore ist unmöglich, denn alles von unten aufsteigende Dunkel fließt mühelos durch das geschlossene untere Tor hindurch, bleibt dann allerdings vor dem verschlossenen oberen Tor stecken. Ebenso ist es mit dem von oben herein fließenden Licht: Es passiert das verschlossene Tor im Kopf leicht und staut sich vor dem Tor im Unterleib.

So geraten die Energien der Hölle und des Himmels in einen Stau. Nichts geht mehr weiter in deinem Körper. Nichts fließt, nichts bewegt sich – wie morgens im Berufsverkehr. Nun sind diese Energien aber machtvoll und schöpferisch, voller Willenskraft und Absicht. Sie haben ein Ziel, das sie um jeden Preis erreichen wollen. Also beginnen sie, nach Auswegen zu suchen und sich irgendwie durchzuschlagen: einander zu rempeln und beiseite zu drängen, zu hupen und zu beschimpfen, zu überfahren und zu würgen – wie abends im Berufsverkehr.

Die Szene in Kopf, Leib und Bauch verdichtet sich, es entsteht immer mehr Schrott auf den inneren Straßen, überall liegen Verletzte und Tote herum. Das Militär des Hormonsystems pflügt sich Schneisen ins Chaos und zerstört mehr, als es retten könnte – und doch geht nichts weiter. So sind schließlich – am Ende der Zeit – alle Systeme deines Körpers lahmgelegt.

R: Welche Absichten haben sie? Welche Absicht hat das Licht und welche die Dunkelheit?

S: Beide haben die gleiche Absicht: im freien Transit durch deinen Körper zu fließen. Die Dunkelheit will, nach Jahrtausenden der Gefangenschaft in deinem Unterbewusstsein, endlich wieder ins Licht – deines Herzens. Und das Licht will, nach Jahrtausenden des Exils in deinem Überbewusstsein, endlich wieder ins Dunkel – in dein Herz. Beide ersehnen einander und dich, weil beide zu dir gehören.

R: Aber wenn sie doch beide im Körper sind, warum stauen und prügeln sie sich, anstatt einfach ins Herz zu gehen?

S: Weil sie nur in der geistigen Form dort hinein können, nicht in der energetischen. Weil deine Energietore in Kopf und Bauch verschlossen sind – und damit auch dein Herz. Weil der Geist des freien Fließens, der Geist des Akzeptierens, Annehmens und Loslassens, der Geist der Dankbarkeit und des Mitgefühls in deinem „modernen menschlichen Verstand“ noch nicht wach geworden ist. Weil der Geist der Wandlung noch nicht in deinem Körper herrscht.

So werden sowohl aufsteigende Dunkelheit als auch absteigendes Licht zu dämonischer Energie – und die Menschen sterben an steckengebliebener Licht-Liebe und festgefahrener Dunkelheit. Und dabei wäre es so einfach, die Tore zu öffnen und eine Zeitlang Himmel und Hölle durch sich hindurchfließen zu lassen.

R: Hmh.

Das Mysterium des Lebens

S: Das Mysterium unseres Lebens besteht darin, dass unser Körper aus zwei Teilen Kosmos besteht – Geist und Seele -, die nun einmal von oben ernährt und geführt werden, und einem Teil Planet – Körper -, der von unten versorgt wird. Diese Ernährung und Führung ist auf offene Tore angewiesen.

R: Ja, ist irgendwie alles verständlich, aber viel auf einmal.

S: Du kannst nicht alles auf einmal erfassen und umsetzen. Vertraue deiner inneren Führung, deiner Herzkraft. Öffne jeden Tag aufs Neue dein Herz und die Tore des Egos. So wird sich mit der Zeit alles von selbst klären, denn die Energien und der Geist, die wir hier ansprachen, sind allesamt selbständige Intelligenzen, die ihren umfangreichen Geschäften sehr erfolgreich nachgehen können, wenn du ihnen einfach nur die freie Bahn sicherst.

R: Im senkrechten Atem?

S: ….. und in der beständigen Wiederholung der Herzöffnung – so lange, bis es sich nicht mehr verschließt. Trainiere dein Herz darauf, offen zu bleiben.

Kommen wir noch einmal zurück zu deiner weiblichen Kraft. Schließlich ist dies ja keine anatomische Erörterung, sondern ein Geschäftsgespräch – eine Klärung deiner Geschäftsfähigkeit. Deine innere Marienkraft, auch „feminine Zwillingsseele“ genannt, will jetzt, da du schon 45 bist, endlich in deinen physischen Männerkörper fließen, um dort aufzuräumen, zu klären und zu heilen. Sie möchte dich vor Resignation, Senilität und Alterskrankheiten aller Art bewahren und stattdessen deine großen inneren Fähigkeiten und Kräfte zum Ausdruck bringen.

R: Echt? Aber das ist doch toll! Soll sie machen!

S: Dann lasse es sie machen! Lasse die alte Einpoligkeit los, die behauptet: „Der Mann macht dies und die Frau macht das. Der Mann ist so und die Frau ist anders.“ Begreife und nimm für dich an: „Der Mann ist die absteigende, manifestierende und schützende Energie: der Krieger und Erfinder – die starke Wurzel deines Lebensbaums. Die Frau ist die aufsteigende, wandelnde und ernährende Energie: die Heilerin und Tänzerin – die blühende Krone deines Lebensbaums.

Du, als Mann, kannst ohne diese beiden ebenso wenig Geschäfte machen und überleben, wie jede Frau auch.

R: Heißt das, dass auch Frauen gute Geschäfte machen können?

S: Ich denke schon, du kleiner Macho!

R: Hmm, war nur ein Scherz.

S: In jedem lichten Scherz steckt ein dunkler Kern. Hier ist es das Misstrauen in deine eigenen weiblichen Kräfte. Atme ihn einfach jetzt aus.

Du hast dich also in einer einpoligen, fundamentalistischen Gesellschaft inkarniert, die sagt: Mann ist Mann und Frau ist Frau. Frau ist schwach und Mann ist stark, also muss Mann die Frau versorgen. Beim Erwachsenwerden hast du dich also in voller Konzentration auf deine männliche Identität verwurzelt und die weibliche Kraft links liegengelassen. Schließlich hast du von allen gehört, dass du ein Mann bist. Tatsächlich bist du aber auch eine Frau. Ich hoffe, du hast kein Problem damit.

R: Das darf meine Frau aber nicht wissen …..

S: In diesem Sinne hast du keine Frau. So lange du als einpoliger männlicher Zombie durch die Gegend läufst, hast du bestenfalls einen weiblichen Dämon an deiner Seite, der ebenso wenig weiß wer er/sie ist, wie du selbst.

R: Meine Partnerschaft ist in Ordnung, nur im Geschäft war so viel Mist die letzten Jahre – und es schien kein Ende zu nehmen.

Eine Entscheidung treffen

S: Es nimmt ein Ende. Du bist – wie jeder andere Mensch auch – erst dann bereit, dein Herz zu öffnen und dein Leben zu verändern, wenn du am Tiefpunkt angekommen bist, am Anschlag – wenn du allen Schmerz erfahren und gesammelt hast, den du als Rohstoff für deine neue Schöpfung brauchen würdest. Dein Misthaufen sollte groß werden, weil du tief in dir wusstest, dass in jedem Mistfaden eine kristalline Faser steckt, die du später in dein Geschäftsnetz einbinden würdest.

R: Ist das Wachstum des Misthaufens zu Ende?

S: „Deines“ Misthaufens! Diese Entscheidung kannst nur du treffen.

R: Ich habe sie für mich schon getroffen.

S: Wie klingt diese Entscheidung?

R: Also ich habe die Entscheidung getroffen, dass ich diese Leute nicht mehr anziehe.

S: Und genau diese Negativ-Entscheidung funktioniert nicht!

R: Okay, welche Entscheidung soll ich treffen?

S: Triff eine Positiv-Entscheidung und drücke sie in der Ich-Bin-Form aus, zu Beispiel: „Ich Bin, nach vielen Jahrzehnten des Suchens und Erschaffens in der äußeren Welt, nun in meinem Herzen angekommen. Hier finde ich, was ich suchte. Hier bin ich ein vollkommener Mensch und ein guter, liebevoller und erfolgreicher Geschäftsmann – auch in der äußeren Welt.“ Finde deine eigenen Bedürfnisse und inneren Bilder und forme sie zu Entscheidungen und Worten.

Die Entscheidung könnte auch heißen: „Ich Bin jetzt bereit zu erkennen, dass ich nie den falschen Leuten begegnet bin, sondern immer nur denen, die gemeinsam mit mir meinen Misthaufen angehäuft haben – und damit mein geistiges Rohstoffreservoir wachsen ließen. Ich bin den Menschen begegnet, die mir gezeigt haben, wie wenig ich in mir selbst ruhe. Dafür danke ich ihnen und entlasse sie aus meinem Leben.“

Das sind die notwendigen inneren Geschäfte in der Zeitenwende, gute Fundamente und Rahmenbedingungen für die künftigen äußeren Geschäfte. Dein ICH-BIN-SELBST ist der senkrechte Kapitalstrom deines waagerechten Lebens. Was du in dir öffnest, gelangt in der äußeren Welt ins Fließen. Ist das Prinzip klar?

R: Hmh.

S: Dein Selbst-Sein ist eine hohe Kraft – völlig unabhängig von Versorgen und Versorgt werden, völlig unabhängig von der Frage, ob du morgen sterben oder noch 300 Jahre leben wirst. Deine innere Aufrichtigkeit und Selbsttreue sind der Stab, der dein menschliches Leben regiert. Achte darauf, dass er gerade und stark ist. Die kollektive Wandlung dieser Zeit spielt sich in der DNS und Wirbelsäule der Menschen ab. Das Ziel ist Aufrichtung und Stabilisierung.

Damit erschaffst du neue Bedingungen in dir, um die äußere Schöpfung auszudehnen. Kehre zu dir selbst zurück. Lasse deiner Marienkraft Raum, sich auszudehnen. Öffne dein Herz immer wieder. Im Augenblick geht es darum, dass du aus tausend verschiedenen Richtungen zu dir selbst zurückkehrst. Ist das stimmig für dich?

R: Ja. Absolut.

S: Vergiss die alte Männer-Matrix „Geben, Stark sein und Versorgen“. Empfange du – nicht von außen, sondern von dir selbst. Öffne deinen eigenen inneren Reichtum und ernähre dich davon. In dem Augenblick, da du zu dir selbst zurückkehrst, öffnen sich die geistigen Tore zu Kosmos und Planet und alle notwendige Unterstützung kommt zu dir.

Dann wirst du es erleben, dass die Kapazitäten deines Körpers eine Zeitlang mit der Annahme und Wandlung so ausgelastet sind, dass du nur noch schlafen kannst – oder nicht mehr schlafen kannst, obwohl der Körper schwer ist und sich kaum bewegen mag. Dann finden geistige Operationen in allen physischen System statt.

Kannst du dir wirtschaftlich, finanziell und gesellschaftlich einen dreimonatigen Rückzug leisten?

R: Nein.

S: Warum nicht?

R: Weil ich finanziell nichts habe und gerade in einem Aufbau bin mit einem Partner.

S: Im Aufbau eines Geschäftes, in dem du dich gerade darauf ausrichtest, wieder die falschen Menschen zu treffen ….. ?

R: Nein, diesmal nicht. Diesmal schaut es gut aus.

S: Du kannst dich trotzdem für drei Monate zurückziehen. Du befindest uns nicht mehr in der Entweder-Oder-Matrix: entweder Wandlungsschlaf oder Arbeit, sondern im Raum des Sowohl-Als-Auch. Beides geschieht gleichzeitig, nebeneinander und synchron.

Ich biete dir an, zunächst einmal sieben Tage und sieben Nächte mit dir auf der geistigen Eben zu arbeiten und deine Wandlung in einen stabilen Fluss zu bringen, der nicht mehr versiegt. Möchtest du das?

R: Muss ich meine Frau fragen?

S (grinsend): Ja, frage sie ruhig. Sage ihr, wenn sie dir ihre Erlaubnis gibt, dass du dich weiterentwickelst. Dann kann es sein, dass sie hinterher kein Interesse mehr an dir hat. Frage sie einfach.

R: Echt, es ist schwer, diese alten Konditionierungen loszulassen.

S: Es ist leicht, eine Entscheidung zu treffen, sie loszulassen – und dann ziehen sie sich auch zurück. Es ist auch leicht, diese Entscheidung so oft zu bestätigen, bis die alten Konditionierungen erlöst sind.

R: Das ist richtig, ja.

S: Wenn ich auf den inneren Ebenen mit dir arbeite, dann bedeutet dies lediglich, dass meine Kraft deiner einen Anschub gibt, wie in der Schiffschaukel. Ich dringe weder in dein Leben noch in eure Partnerschaft ein. Ich kann nichts tun oder bewirken, was nicht mit deinem hohen Geist in Einklang wäre. Ich bin für dich wie ein verlängerter Arm deines eigenen höchsten kosmischen und planetarischen Selbstes.

Vollziehe du in deinen freien Zeiten ein Selbststudium. Nimm dir ein Blatt Papier und schreibe oben drauf: „Ich Bin Reinhard!“, und darunter: „Ich treffe immer die richtigen Menschen!!!“ Drei Ausrufezeichen dahinter und ein Herz darunter!

Beobachte, was von außen auf dich zukommt und wie sich das anfühlt. Sei nicht argwöhnisch, sondern offen. Atme senkrecht, während du eine Begegnung in der waagerechten Welt hast. Sei selbstsicher und liebevoll, aber auch klar und konsequent. Achte auf deine Gefühle und nimm sie ernst.

Und alle zwei Stunden schließe für zehn Sekunden deine Augen, öffne dein Herz weit und atme senkrecht. Sage innerlich: „Ich Bin Reinhard – Eins mit dem Kosmos und der Erde.“ Sieben Wochen lang, alle zwei Stunden. Nach sieben Wochen wird diese Kraft ein stabiler Teil deines physischen Systems sein. Hast du noch Fragen?

R: Nein, jetzt nichts Konkretes mehr.

S: Dann schließen wir Hier und Jetzt ab?

R: Hmh, ja danke.

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