venus-avalon
Nach Westen mit der anderen Kamera

Die Avalon-Toröffnung

Meditation zur Öffnung des
Avalon-Tores im eigenen Herzen
Ein sanfter tiefer Atemstrom durchzieht mein Sein. In ihm lasse ich mich fallen und tragen - heraus aus dem Alltag meines Erdenlebens, heraus der Welt meines Menschseins und schließlich heraus aus dem Körper selbst.

Mein Atemstrom ist tief und hoch und unendlich weit.
Mein Körper ist erfüllt und leer.
Meine Seele durchwandert Räume, Sphären und Schleier.

Ich fühle es - und doch sehe ich von außen auf es herab. Die Umgebung hat sich verändert. Mein Körper liegt in einer wunderschönen Landschaft, inmitten grüner Wälder und Wiesen, inmitten einer Fülle von Blumen und Blüten in allen mir bekannten, doch auch in nie gesehenen Farben, in der unmittelbaren Nähe eines kristallklaren kreisrunden Sees.

Mein Körper liegt auf einem großen weißen Stein. Ich sehe es und mein Körper fühlt es: Bei aller äußeren Härte ist der Stein weich, bei aller äußeren Kälte ist er warm. Seine alabaster-artige Oberfläche glänzt, schillert sanft - und spiegelt sein innerstes Wesen.

Von jeher haben sie ihn als Opferstein genutzt, der das sterbliche Leben empfängt. Von jeher ist er ein Altarstein, der den Segen der Unsterblichkeit schenkt. Denn er trägt das Wesen des Planeten und seiner Heiligen Fünf Elemente in sich: das Wesen der Erde, des Wassers, der Luft, des Feuers und des Äthergeistes.


Fünf Priesterinnen und die Heiligen Fünf Elemente
Fünf Priesterinnen stehen um meinen nackten Leib herum, ölen und massieren ihn - streichen sanft alte Energien heraus und neue hinein.

Eine Priesterin des Orakels und Inneren Auges wirkt an meinem Kopf. Zwei Priesterinnen der Geheimen Worte wirken an meinem Herzen und an den Armen und Händen. Zwei Priesterinnen der Kräuter- und Mineralienkunde wirken an meinen Bauch, an den Beinen und Füssen - je eine an jeder Körperseite und jede gibt das Ihre in meinen Leib hinein.

Eine innere Stimme sagt: „Dein nächster Schritt auf den alten und neuen heiligen Wegen führt dich ins Zentrum deines Herzens.

Hier wirst du atmen und verweilen. Hier wirst du dein von allem Anbeginn grenzenloses Sein, das zu einem begrenzten menschlichen Empfinden wurde, auf eine neue Weise konzentrieren und ausdehnen.

Hier wirst du dich mit deinem Herzfunken identifizieren, der eine lodernde Flamme geworden ist, die immer größer werden wird.

Hier wirst du die Heiligen Fünf Elemente von Avalon wiederfinden, erkennen als das was sie sind und Eins mit ihnen werden – Eins mit dir selbst.“

Nur einen Augenblick lang herrscht Stille - oder war es ein Zeitalter lang? Dann höre ich erneut eine Stimme. Und diesmal ist es mein eigenes kosmisch-planetarisch-weibliches SELBST:


„ICH SELBST BIN ERDE!
Warum sollte äußerer Fels meinen inneren Kristall zermalmen?
Warum sollten äußere Lawinen ihn erschlagen und auf ewig vergraben?
ICH bin es,
die das Gestein der Erde im kristallinen Licht meines Herzens erhöht.
Und so geschieht es!“


„ICH SELBST BIN WASSER!
Warum sollte die äußere Welle meine innere Flut ertränken?
Warum sollte der äußere See meinen inneren Ozean nicht tragen?
ICH bin es,
die das Wasser der Erde durch das Wasser meines verkörperten Lebens erhöht.
Und so geschieht es!“


„ICH SELBST BIN LUFT!
Warum sollte die äußere Wolke meinen inneren Atem ersticken?
Warum sollte der irdische Sturm ihn emporheben und fortschleudern?
ICH bin es,
die den Wind der Atmosphäre im Atem meines wahren Menschseins erhöht.
Und so geschieht es!“


„ICH SELBST BIN FEUER!
Warum sollte das äußere Feuer meine innere Flamme verbrennen?
Warum sollte die Glut der Vulkane das Feuer meiner Leidenschaft löschen?
ICH bin es,
die das Feuer des Todes in der Flamme meiner Liebe zum Lebensfeuer macht.
Und so geschieht es!“


„ICH SELBST BIN GEIST!
Warum sollte der Dämon der äußeren Massen mein inneres Sein versklaven?
Wie sollte verdunkelter Geist je mein göttliches Bewusstsein erreichen?
ICH bin es,
die den abgestiegenen Geist im Lichte meiner Auferstehung mitzieht und emporhebt.
Und genauso geschieht es!“


Der Geist reist durch meinen Körperraum hindurch, hinaus in unermessliche Weiten und Sphären – und doch, ohne den Körper zu verlassen.

Mein Atemstrom verschmilzt mit dem unendlichen Atem des Kosmos und der Galaxien - entfesselt irdische Winde und lässt menschliche Stürme aufsteigen, sich entladen und erfüllen.

Ich überschreite eine Grenze und betrete neue Dimensionen - Lebensräume anderer Evolutionslinien: die Reiche der Elfen und Feen auf Erden und die Reiche der Engel und Erzengel im Kosmos. Und doch ist alles dies in mir.


Morgaine und Merlin
Die fünf Priesterinnen sind fort - und ein Zeitalter ist durch meinen Leib hindurch gezogen. Immer noch liegt mein Leib auf dem weißen Stein.

An der rechten Seite meines Körpers steht nun eine Hohepriesterin. Ihre linke Hand liegt sanft und kühl auf meiner Stirn und ihre rechte auf meinem Bauch. Ihr gegenüber, an der linken Seite meines Körpers, steht ein Druide. Seine rechte Hand liegt auf meiner Stirn und die linke auf meinem Bauch.

So berühren sich die Hände MORGAINES und MERLINS verschmelzend über den Zentren meines Spirit und Sexus - zur Ganzwerdung von Geist und Körper.

Fünf goldene Sterne stehen hoch über dem Haupte Morgaines und sieben silberne Sterne krönen das Haupt des Merlin.

Vor meinen inneren Augen beginnen die Sterne zu tanzen, zu wirbeln – und zwischen diesen beiden Wesen neue Formen zu erzeugen. Im Fühlen meines Kopfes entsteht, sanft und doch machtvoll, eine unendliche Weite - fremd anmutend und doch urvertraut.

Und ich sehe die zwölf Sterne über meinem Herzen schweben.

Ihre Köpfe haben sie erhoben und ihr Antlitz einander zugewandt. Ihre physischen Augen sind geschlossen, doch die horizontalen Strahlen ihres Dritten Auges sind zu einem Strahl verschmolzen.

Ihre ätherischen Körper vibrieren in tiefer Konzentration - in einem machtvollen Fokus, der alle Reiche des Planeten und Kosmos mit dem innersten Raum ihres Herzens verbindet.

Dann blitzt der verschmolzene Lichtstrahl ihres Viertes Auges auf und schießt senkrecht, wie eine Lanze, in mein Herz, das genau darunter liegt.

In diesem Augenblick leuchtet das AVALON-TOR in meinem Herzen auf und plötzlich weiß ich, dass ich den Schlüssel habe.

Ich nehme ihn in die Hand, gehe auf das Tor zu, stecke den Schlüssel ins Schloss – und drehe ihn um.

Mit diesem Tor erfüllt sich ihr machtvoller Fokus und es öffnen sich alle Reiche des Planeten und Kosmos im innersten Raum meines Herzens.

Zur gleichen Zeit und im gleichen Atemzug fließen die Ätherwesen Morgaines und Merlins ineinander - und in mich. Ihr goldgelbes und sein indigoblaues Licht fließen ineinander und verwirbeln. Ein Hauch, ein Windstoß, eine kosmische Sphäre schillernden Smaragdgrüns strömt in mein Herz - und dehnt sich wirbelnd in meinem Körper aus.

In dieser Verschmelzung mit meinem Leib geht aus der smaragdenen Aura ein transzendentes Weiß hervor. Denn Ich Bin Eins mit dem Dunkel und dem Licht der Welt.

Über meinem Kopf kreisen zwölf goldene und silberne Sterne als die Krone meines verschmolzenen Geistkörpers.

Und wieder liege ich allein auf dem Stein und höre von weit her eine Stimme sprechen. Sie sagt: „Und siehe geliebtes Wesen, nun besteht deine Kunst darin, die großen Wissenschaften eures Menschseins ins Herzlicht zu tauchen.“