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Über Gurus, Rezepte und Geld

Die Fragen stellt Udo Reuschling

 

1. Frage: Was unterscheidet Dich von einem Guru - oder bist Du doch einer?

 

Sabine:

Was ist denn eigentlich ein Guru? Im Sanskrit ist es der Titel für einen spirituellen Lehrer, der seine Schüler auf dem Weg zu ihrem eigenen inneren Wissen begleitet, auf ihrem persönlichen Seelenweg, der ihrer Inkarnation erst Sinn gibt.

Er/Sie ist in der Lage, den inneren Weg aufzuzeigen, weil er seinen eigenen inneren Weg bereits gegangen ist und die Gesetzmäßigkeiten, die diesen begleiten, kennengelernt hat. In diesem Sinne ist ein Guru ein Mensch, der seine eigene Geist-Seele-Körper-Vereinigung erlangt hat, die geistigen Gesetze kennt und daher auch weiß, wovon er spricht und was er zu tun - und zu lassen hat.

Heutzutage herrscht eine Art Guru-Schwemme. Das Guru-Syndrom und vor allem das Guru-Geschäft hat diesen Begriff ins Gegenteil verkehrt.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem ursprünglichen Guru und dem heutigen Möchte-gern-Guru besteht im Grad der eigenen Entwicklung und in der Motivation. Viele Menschen, die sich gern als Guru sehen, wollen Geld verdienen und schauen was der Markt anbietet. Dann belegen sie Seminare und Kurse bei „xyz“, werden von diesen legitimiert und lizenziert und wenden deren Methoden an. Sie haben viel gelernt, oftmals aber wenig erfahren - am wenigsten die geistigen Gesetze der Vielfalt und der Einfachheit. Auch in der übrigen Welt haben wir dieses Symptom: ein Betriebswirtschaftsstudium macht noch lange keinen guten Politiker.

Der echte Guru hat eben aufgrund seiner Verbindung mit dem kosmischen-planetarischen Ganzen kaum noch irdische Bedürfnisse, von Essen und Trinken und ein wenig Kleidung abgesehen. Er/Sie weiß um die eigene Versorgung, die in höheren Händen liegt. Gedanken an Geld, Etablissement und Fixierung der eigenen Lehre sind ihnen fremd.

Ich betrachte mich nicht als Guru, auch wenn ich in der Lage bin, die Menschen auf ihren Wegen zu sich selbst zu begleiten. Ich bin die Gründerin und das geistige Oberhaupt einer freien Internetschule, deren Popularität in den letzten Jahren sehr gewachsen ist - und daher bin ich obendrein noch Geschäftsführerin der Organisationsstruktur und des Unternehmens, das dahinter steht.

 

2. Frage: Die meisten Menschen suchen eher Rezepte und Methoden. Warum bietest Du ihnen keine?

 

Sabine: 

Jeder Mensch ist einzigartig und unverwechselbar. Es gibt auf Erden und im gesamten Universum keine zwei Wesen, die einander völlig gleichen. Und wenn dies nach außen hin der Fall zu sein scheint, dann ist es auf der inneren Ebene doch so, dass jedes dieser beiden eine eigene Herkunft, einen anderen Weg und damit auch vollkommen unterschiedliche Erfahrungen in sich trägt.

Selbst wenn wir viele Zeitalter der Gleichmacherei hinter uns haben, sind wir auf den inneren Ebenen niemals gleich geworden. Im Gegenteil: Das Bewusstsein der Menschen - und damit ihr persönlicher innerer Weg, ihr ureigenes inneres Wissen und ihre Inkarnationsabsichten, die immer auf besonderen geistigen Absichten und seelischen Fähigkeiten beruhen - sind einmalig.

Dies bedeutet, dass jeder vor seinen persönlichen Aufgaben und Lösungsmöglichkeiten steht, dass jeder sein eigenes Versteckspiel spielt, dass niemand den gleichen Weg gehen oder die gleichen Mittel und Methoden anwenden kann wie ein anderer. Kann schon, wird aber nicht fruchten. Denn jede Aufgabe (Gesundheit, Familie, Wohlstand, innere Reife etc.) ist an jene Fäden gebunden, die der Mensch in vergangenen Lebensspannen und Zeitaltern gesponnen hat.

Aus diesem Grunde kann die Lösung all unserer Probleme, die Antworten auf alle Fragen, nur in uns selbst liegen.

Da ich aufgrund meiner eigenen inneren Wege, über viele Jahre hinweg, die Gesetzmäßigkeiten des Lebens kennengelernt und zunächst einmal lange für mich selbst angewendet habe, ist es mir unmöglich, jetzt so zu tun, als es ob Rezepte und Methoden gäbe. Ich selbst habe dies für mich zumindest nie erlebt. Würde ich jetzt Rezepte und Methoden verkaufen, wäre ich eine Lügnerin.

 

3. Frage: Du verdienst Geld mit Deiner Arbeit, das nehmen Dir manche Menschen übel und finden zu teuer, was Du anbietest. Wie viel darf Wissen kosten?

 

Sabine:

Ja, ich verdiene mit meiner Arbeit Geld: für die umfangreichen Entwicklungs-, Projekt- und Büroarbeiten, die ich seit über acht Jahren fast pausenlos absolviere, ebenso für den Maschinenpark, der inzwischen für unsere Arbeit notwendig geworden ist. Und schließlich für mein neunköpfiges Team, ohne das ich nicht fähig wäre, die Qualität unserer Arbeit aufrechtzuerhalten und zu steigern.

Ich verdiene nicht mit meinem inneren Wissen Geld, sondern mit den äußeren Umständen, dieses innere Wissen in einer modernen Welt möglichst breit angelegt für viele Menschen zugänglich zu machen.

Ich binde die Menschen nicht und verpflichte sie auch auf keinerlei Mitgliedschaften und zwinge auch niemanden, etwas bei uns zu kaufen. Alles fließt frei und ist freiwillig. Von mir zu den Menschen und von ihnen zu mir.

Und dass ich damit gut liege, beweisen die vielen Zuwendungen, die als geistige Liebeswelle und wirtschaftliche Unterstützung hereinkommen, wenn ich selbst einmal Hilfe für meine persönlichen Belange brauche.

Fazit: Das wahre innere Wissen kostet weitaus weniger, als monatliche Versicherungs- und Berater-, Kfz-, Kosmetik- und Arztkosten. Die Angst und das Misstrauen kosten weitaus mehr als die Liebe und das Selbstvertrauen.

 

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