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Krankheit Krebs und Schulmedizin

Die Fragen stellt Erkenhild Marx

 

1.Frage:
Krankheit-Gesundheit ist eines der zentralen Themen in deiner Internetschule. Du erläuterst deren  Zusammenhänge und Hintergründe aus geistiger Sicht. Du hast zahlreiche spezifische Heilmeditationen entwickelt und berätst die Menschen auch im Fall von Krankheiten. Du selbst warst mehr als 20 Jahre lang nicht krank und in keiner Arztpraxis, was du an verschiedenen Stellen geäußert hast. Anfang 2014 taucht in deiner Brust ein Geschwür auf und wird nach 1 ½ jährigem Wachstum operativ entfernt. Wieso bekommst ausgerechnet du plötzlich Krebs?


Wieso nicht? Ich bin Krebs, also kann ich doch auch Krebs haben, oder nicht? Spaß beiseite! Es gibt viele gute Gründe, wenn wir bedenken, dass manche Krebsarten, insbesondere der Brustkrebs, eine Familienkrankheit ist. Nicht im Sinne der Vererbung, sondern im Sinne der unerlösten Flucht aus ungeliebten oder überdrüssigen Beziehungen bzw. übermäßiger weiblich-mütterlicher Kontrollversuche durch Harmonisierung, Versorgung und Schutz, Überbemutterung aufgrund eigener emotionaler Defizite. Diese Themen herrschten in meiner Familie und Ahnenlinie, ohne dass ich selbst daran beteiligt war. Ich selbst lebte mein Leben als „enfant terrible“ immer aus dem Vollen. Erst mit dem Tod der anderen gingen das Erbe und die Forderung der Erfüllung an mich über.

Ich hatte 35 Jahre allein gelebt, meine Freiheit und Unabhängigkeit mit all ihren Initiationen und Einweihungsprozessen in vollen Zügen genossen. Dann starben meine Mutter 2010 und beiden Schwestern 2011 und 2012 - und hinterließen mir meinen schwer gebeutelten Vater. Übrig blieben er, mein Bruder und drei Neffen. Die ganze weibliche Linie war „weggebrochen“. Ich war die letzte - und einzige. Und nicht mehr vogelfrei, sondern plötzlich Familienmittelpunkt, Oberhaupt und Ernährerin. Für alle verantwortlich - in gewissem Sinne.

Neben der Trauer um die Frauen und der Aufnahme meines Vaters, hatte ich ein Unternehmen zu leiten. Die Internetschule brachte zeitweilig die unerlöste innere Mutter in mir dazu, sich zu verausgaben, viel zu geben, wenig zu empfangen, Verantwortungsübernahme für Leser und Schüler, was mit der Zeit unmerklich Druck aufbaute.

Brustkrebs ist ein Mutterthema. Hier zeigte sich, dass auch ich - auch ohne Mann und Kinder - mit den Mutterthemen meiner Schwestern - mit Mann und Kindern - in Resonanz stand.

Folgerichtig hatte ich während meiner Kommunikationen mit LISA (so hatte ich den Tumor genannt) auch viele innere Begegnungen mit meiner weiblichen Ahnenlinie. Hier gab es oftmals geistige Heilungsrituale, die anschließend einen spürbaren positiven Einfluss auf die Vertreter der männlichen Linie hatten.

Zusammenfassend könnte ich sagen: Ich bekam Krebs, weil dies eine große Heilungskurve in meine Familien- und Ahnenlinie bringen würde - und weil ich selbst damit von alten seelischen Ungleichgewichten frei werden könnte.

Du siehst, dass ich Krebs nicht als Krankheit sehe, sondern als eine große Chance der Grenzen überschreitenden Familienheilung.


2. Frage:
Der Tumor auf deiner Brust war der größte, der in der Klinik je gesehen und operiert wurde. Es gab einige Momente, in denen du, wie du im Nachhinein selbst sagst, „dem Tod von der Schippe“ gesprungen bist. Wieso bist Du nicht am Krebs gestorben?

Niemand ist jemals an Krebs gestorben. Bestenfalls an geistiger Selbstverweigerung, an seelischer Unerfülltheit, an energetischer Fremdbestimmung und schließlich an der völligen Erschöpfung der physischen Systeme - am NEIN zum eigenen Leben. Schon deshalb konnte ich nicht sterben. Allerdings war in den letzten Monaten der Tumor so groß, schwer und heiß geworden, dass ich förmlich spüren konnte, wie er meine Lebensenergien auffrisst.

Meine Körpersysteme betreffend, steuerte ich zweifellos auf eine Schlucht zu. Aber das war für mich insoweit nichts neues, als ich in den Jahren zuvor viele Experimente und Prozesse von äußerster Konsequenz durchlebt hatte. Mir war der seelische Gewinn immer wichtiger als die körperliche Unversehrtheit.

Ich verlor im Laufe der letzten fünf Monate durch den Tumor zwei Drittel meiner Blutmenge. Andere hätten dies kaum überlebt, aber mein Körper war aufgrund verschiedener Lichtnahrungsprozesse in der Vergangenheit sowie andauernder geistiger Kommunikation seit 20 Jahren ausreichend geist-genährt und -gesteuert, so dass ich damit klar kam. Dennoch wurde es mit der Zeit sehr anstrengend. Aber es gab gute Gründe, das Experiment noch weiter auszudehnen: Ich hatte kaum Schmerzen, spürte eine unerklärliche, tiefe Liebe für dieses an mir nagende Wesen, hatte ein absolut sicheres inneres Gefühl für den richtigen Zeitpunkt. Bei allem physischen Kraftverlust erlebte ich einen deutlichen Anstieg geistiger Präsenz und Verbindung.

Trotz des rasanten Tumorwachstums ließen wir (ich und meine geistige Familie) uns Zeit damit, das Ruder herumzureißen

Nein, nix Schippe. Auch mit Vater Tod habe ich seit 15 Jahren eine innige Beziehung. Ich war immer in Sicherheit und habe zu keinem Zeitpunkt unkontrolliert mit meinen Leben gespielt.

Aber da war die klare innere Erkenntnis: „Dies ist ein Einweihungsprozess, nicht nur für mich, nicht nur für meine Familie, sondern für viele andere Menschen auch. Dies ist ein unverzichtbarer Teil meines Lebens, ein weiterer Schritt zur wahren Seelenreife. Ich muss und werde ihn durchstehen.“

In diesen Prozess bin ich sowohl unvorbereitet hinein gestolpert als auch vorbereitet hinein gegangen. Mit allem, was an Extrem-Gefühlen (bedingungslose Liebe) und Extrem-Erfahrungen (totale Unsicherheit) durch mich ging. Nur Angst, Sorge oder Zweifel hatte ich zu keinem Zeitpunkt. Denn Tod war mir zutiefst vertraut.

Und ja, schließlich kam dann der Moment, da sich alles verselbständigte. Dann ging alles sehr schnell. Eines Morgens im Oktober hörte der Tumor nicht mehr auf zu bluten und ich nahm die restlichen Kräfte zusammen, um aus der Dusche zu kommen und jemand herbeizurufen. Dann der Notarztwagen und eine Stunde später saß ich im Untersuchungszimmer des Chefarztes. Der OP-Termin wurde festgelegt: in zwei Wochen, da er erst einmal Urlaub hatte und keinem seiner Oberärzte diese OP überlassen wollte.

Der 5. November hätte mein möglicher Todestag sein können. Dies wurde mir aus den geistigen Räumen ca. sechs Wochen zuvor gezeigt. Die OP war am 28. Oktober. Und am 5. November wurde ich - in mehrfachem Sinne neugeboren - entlassen. Nahm mein Bündel und ging als alte brustamputierte Priesterin durch den Wald nach Hause. Wie vor 1800 Jahren in Britannien, als ich nach Avalon heimkehrte.

Tja, und der Tumor war inzwischen zum Star in der Pathologie geworden, da er keine alltäglichen 1,5 cm sondern stolze 13 cm Durchmesser und 3 cm Dicke über der Haut aufwies. Ein alter, ausgereifter Tumor hat offenbar Seltenheitswert in den Kliniken. Also hat Lisa nicht nur mir gedient, sondern dient nun auch künftigen Studentengenerationen.



3. Frage
Nachdem du jahrelang die seelisch-geistigen Zusammenhänge von Krankheit und Gesundheit studiert hast und Heilungsmethoden auch auf diesen Ebenen propagierst, hast du nun plötzlich das schulmedizinische Repertoire und Behandlungsspektrum für dich selbst genutzt. Steht das nicht im Widerspruch zu allem, was du in der Vergangenheit zum Thema gelehrt hast?

Du sagst, ich habe propagiert. Das klingt nach Propaganda. Und das wiederum klingt nach verbissenen Schein-Wahrheiten, die hochgehalten werden. Nun, propagiert habe ich nichts. Aber ich selbst hatte meine Aufmerksamkeit ganz klar im Bereich der geistigen Kommunikation und Heilung. Ich wusste einiges über energetische, naturnahe, fernöstliche und phytotherapeutische Heilmethoden, die mich auch allesamt faszinierten.

Aber so richtig Zuhause war ich immer eher im geistigen Bereich. Dies war ja auch der Grund warum ich 30 Jahre ohne Zahnärzte, Gynäkologen und sonstige Mediziner ausgekommen bin.

Was die Schulmedizin betrifft: Auf sie war ich nicht gut zu sprechen. Schon seit meiner Jugend fühlte ich mich von den Ärzten gemaßregelt und übergangen. Ich stieß immer wieder auf ihre Hilflosigkeit und ihre Arroganz. Ich fühlte, dass sie keine Ahnung hatten, um was es wirklich ging. Dreimal bin ich aus dem Krankhaus abgehauen. Deshalb habe ich meinen Blinddarm immer noch.

Einmal brachte mich ein Hubschrauber mit Schädelbruch in ein katholisches Nonnenkrankenhaus in der Eifel. Jesus und Maria!! Ein Freund schleppte mich drei Tage nach der Einlieferung wieder raus und bugsierte mich nach Berlin. Ein anderes Mal stellte sich heraus, dass mein Körper keine Cholinesterase bildete, die zum Abbau der Anästhesiesubstanzen notwendig waren. Eine ganze Nacht hing ich an Schläuchen und Geräten, die meine Organfunktionen übernahmen, nachdem ich den Abgang gemacht hatte. Entgegen der Befürchtung der Ärzte überlebte ich - und verschwand zwei Tage später durch die Tiefgarage.

Tja, und dann musste ich mitansehen, wie meine Mutter und Schwestern mithilfe der Schulmedizin ihr Leben beendeten, teils auf erbarmungswürdige Weise. Meine Schwester hatte nur Ärzte in ihrem Freundeskreis. Keiner dieser „Freunde“ sah sie. Alle starrten nur auf die Krankheit, wie ein Kaninchen auf die Schlange. Hier brachte mich die Hilflosigkeit der Ärztezur Verzweiflung, während ich mitansehen musste, wie sie meine geliebte Schwester „verpfuschten“.

Als sie nach vier Jahren „Krebszüchtung“ endlich starb, war mein innerer Aggressor auf Hundertachtzig. Und gleichzeitig wusste ich tief in mir, dass alle drei ihren Weg völlig unabhängig vom Einfluss aller anderen gewählt hatten - und die Schulmedizin einfach nur nutzen, um gehen zu können.

Insoweit trug ich einen tiefen emotionalen Spalt in mir, eine Verbitterung und massive unbewusste Ablehnung. Auch der Wahl meiner Schwestern gegenüber. Alles dies hatte im Lauf der Jahre zu einer permanenten inneren Unruhe geführt, zu einer Unrast, die geheilt werden wollte. In meinen „Tumor-Treffen“ mit den verstorbenen Frauen und meinen geistigen Begleitern, wurde ab einem bestimmten Zeitpunkt kategorisch die Operation gefordert.

„Gehe an den Ort, den du fürchtest.“
„Lege dein Leben in die Hände derer, denen du misstraust.“
„Tue das, wovon dein Ego dir abrät.“

So und ähnlich lauteten die Hinweise. Zusätzliche Motivation erhielt ich von vielen spirituell orientierten Menschen, die mir hunderte Tipps und Adressen von Geist-, Natur- und Alternativ-Heilern schickten und teils unverhohlen von mir forderten, die Schulmedizin zu meiden. Das könne ich mir als „Guru“ doch nicht leisten...! Solche Einmischungen waren hochproduktiv, weil sie meinen Widerspruchsgeist weckten: Jetzt erst recht!

Und bei allen emotionalen Für- oder Gegen-Allüren muss ich sagen, dass es mir die ganze Zeit (20 Monate) relativ gleichgültig war, wer, wie oder was mir helfen würde. Sicher war nur: Ich gehe da allein durch und prüfe von Tag zu Tag, was sich für mich stimmig anfühlt. In dieser Hinsicht hatte ich die Schulmedizin von Beginn an nicht ausgeschlossen. Sie war für mich einfach nur die letzte Möglichkeit, wenn nichts anderes mehr ging. Lange Zeit ging alles mögliche. Und der Tumor wuchs fröhlich weiter, weil ich intensiv mit ihm und durch ihn kommunizierte. Das hat ihm sehr gefallen.

Im Nachhinein bin ich sicher, dass die Begegnung mit Dr. S. auf meinem Inkarnationsplan stand. Er war der beste, den ich hätte finden können. Ein Arzt, der den Menschen ernst nimmt und die Krankheit vergleichsweise locker sieht: „Ah, das kriegen wir hin...!“ Wir hatten Spaß miteinander. Er half mir und ich half ihm. Wir waren einander ebenbürtig. Wir sprachen über schulmedizinische und geistige Möglichkeiten - und teilten uns die Arbeit.

Und ich war, vom größten Tumor, den sie je sahen, einmal abgesehen, die fröhlichste und gesündeste Patientin, die je auf dieser Station gelegen hatte. Gelegen? Am dritten Tag nach der OP ging ich bereits in den Ort, Klamotten kaufen: neue T-Shirts für die neue Brust. Nur sechs Tage nach der OP wollte er mich entlassen. „Sie können am 4. November gehen. Was wollen Sie noch hier?“ fragte er. Normalerweise braucht eine solche OP zehn bis vierzehn Tage Krankenbett. Ich blieb bis zum 5. November.

Diese sieben Tage waren die schönsten der letzten Jahre: viele freundliche, geduldige und liebevolle Menschen um mich herum, 24-Stunden-Fürsorge, Einzelzimmer mit Panoramafenster, Balkon und Blick auf meinen geliebten Wald, Sonne von 9 bis 15 Uhr. Und kein Telefon, keine Email, kein Internet. Beim Abschied gab es Tränen bei der Stationsschwester.

Wenn ich heute durch den Wald gehe und am Krankenhaus vorbei komme, habe ich nicht mehr wie früher abweisende verbitterte Gedanken. Heute schlägt mein Herz im Anblick „meines Zimmerfensters“ höher und ich empfinde ein tiefes Gefühl von Dankbarkeit, Liebe und Heimat: von Ganzheit in mir selbst. Denn in der OP ging nicht nur der Tumor. Zur gleichen Zeit kam auch die Innere Göttin. Mein weibliches mütterlich-kindliches Wesen war in dieser Woche auf eine wunderbare Weise heil und lebendig geworden.

Nein, kein Wider-Spruch, sondern Wieder-Vereinigung verschiedenster Bereiche, Künste und Möglichkeiten unseres Lebens sowie verschiedenster Facetten meiner selbst. Begegnung und Versöhnung mit inneren Feinden. Denn mein Leben ist nun mal Teil dieser Gesellschaft und der Menschheit. Also muss ich auch dazu stehen, wenn ich gesund bleiben will. Respekt und Versöhnung haben meine seelischen Spaltungen geheilt und gewaltige Lichtwellen freigesetzt - und werden künftig noch weitere freisetzen.

Alle diese Erfahrungen schenkten mir ein vollständigeres Lebensgefühl, tiefere Einsichten und neue Aufgaben. Diese wurden in der Klinik bereits vorbereitet und gehen nun mit dem 2. Kristallmensch-Kongress nach draußen in die Welt.

Krankheit, Krebs und Schulmedizin