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Im Kristallberg

Geschichten von Stolz, Schuld und Sühne


Einführung
Die Berge der Erde sind das Sinnbild für die Gemeinschaft deines verschmolzenen kosmisch-planetarischen Geistes. Jahrtausende lang hast du dich von ihnen entfernt und dich ihnen gleichzeitig genähert. Unendlich viele Schritte bist du von der Gemeinschaft fortgegangen, und doch hast du immer nur Schritte auf den Berg zu gemacht. Alle Brüder und Schwestern der lichten und der dunklen Reiche beleben den Berg. Sie sind der Berg und warten auf dich. Der Geist der Sonne und der Geist der Nacht wechselten sich in der Begleitung deines Weges ab. Der Geist des Tages und der Geist der Nacht öffneten und verschlossen dein Bewusstsein. Der Geist des Todes und der Geist des Lebens nahmen und gaben dir den Körper. Gemeinsam gingen sie mit dir und nahmen jeden deiner Schritte auf sich.

Gingst du vorwärts, so gingen sie vor dir und andere gingen zurück. Ruhtest du, so ruhten sie mit dir und waren aktiv. Jeden deiner Atemzüge empfingen und beantworteten sie. Jede deiner Tränen fingen sie auf, um sie im Kristallkelch deines Lebens zu sammeln. Dieser Kelch steht in der großen Halle im Zentrum des kristallinen Berges. Dort wird er gehütet von den Wesen aller Reiche. Tod und Teufel, Gott und Christus, Engel und Dämon, Zauberer und Narr sind zutiefst sie selbst und ein liebender Teil von dir. Nur du warst lange Zeiten nicht DU SELBST und kein liebender Teil von dir.

Denn du bist ausgezogen, das Fürchten zu lernen, die Tiefen der Dunkelheit auszuloten, die Härten der Materie zu ermessen und die Weiten der Verlorenheit zu ergründen. Und nun, da du zu ihnen zurückkommst, fürchtest du dich vor ihnen? Das sonnenbeschienene schillernde Äußere des Berges zeigt dir den lichten Geist, das Leben selbst. Das dunkle, harte und undurchdringliche Innere des Massivs mag dich an den dunklen Geist erinnern, an den Tod selbst. Doch genau hier liegt dein innerster Raum. Verliere dich in den Geschichten aus dem Kristallberg, die wir dir hier erzählen.

Wir sind Thoth und Maitreya, die kosmischen Väter des Körpers und des Geistes. Wir erwarten und empfangen dich.
 


Die Rückkehr der atlantischen Priester

Hundertzwanzig Boote legten einige Tage vor dem Untergang von Land ab. Sie verließen Atlantis auf lange, unbestimmte Zeit und machten sich auf zu neuen Ufern. Nur neun Boote kamen an den Ufern der Kontinente der Erde an: in Irland und England, in Frankreich und Ägypten, in Südamerika und China, in Babylonien und an anderen Orten.

Wo sind die hundertelf anderen Boote geblieben? Sie steuerten die Ufer anderer Dimensionen an. Sie fuhren durch Dimensionstore hindurch: hinauf in Dimensionen des Lichts, hinab in Dimensionen des Dunkels und hinüber in planetarische und außerplanetarische Räume, um dort neue Kulturen zu gründen oder sich anderen anzuschließen. Sogar im Inneren der Erde legten sie an, um in Abkehr von der planetarischen Sonne die eigene Sonne im Herzen wachsen und erstrahlen zu lassen.

120 Boote fuhren in 120 Richtungen, bildeten 120 Reiche und Kulturen und entwickelten sich darin in 14.000 Jahren fort.

Nun, zum Beginn des atlantischen Frühlings, steigt die planetarische Sonne des Wassermanns auf, und alle Ausgesandten kehren zurück zur Erde. Sie kommen aus den Reichen aller Völker und Kulturen der Erde. Sie kommen aus lichten und dunklen Ätherreichen und von vielen Planeten. Sie kommen aus allen Dimensionen, Galaxien und Milchstraßen hierher zurück, um das hier einst getrennte und unvollendete Werk nun zusammenzuführen und zu vollenden.

Den Beginn dieser Rückkehr und Zusammenkunft auf Erden bildet das Ende des Zweiten Weltkrieges, als die erstmalige Gegenüberstellung von Licht und Dunkel auf Erden zu gleichen Anteilen stattfand. Nie zuvor hatte es dieses Gleichgewicht zwischen Dunkelheit und Licht gegeben - keiner von beiden unterlag mehr dem Anderen, keiner hatte Macht über den Anderen. Und so konnte die Verschmelzung beginnen.

Der kosmische Sohn, Christus, hatte die Patenschaft für den Planeten Erde übernommen. Der kosmische Vater, Maitreya, gab auf Bitten Christi eine Friedensinvokation heraus, die in ihrer gewaltigen geistigen Kraft bisher nur den höheren Lichtreichen zugänglich war. Mit diesem Werkzeug wurde auch deine Inkarnation geistig vorbereitet und begleitet. So bist auch du in dieser Kraft gekommen und herangewachsen. So bist auch du einer der zurückkehrenden atlantischen Priester. Seit dieser Zeit kommen gemeinsam mit dir jene Priester, Lehrer und Ärzte zurück, die mit dem Land untergingen, und jene, die mit ihren Booten zu neuen Ufern aufbrachen.

Einige von euch waren viele Jahrtausende nicht auf Erden, sondern auf anderen Planeten, in anderen Dimensionen. Andere haben viele Leben auf der Erde verbracht. Doch ihr alle wart zu Zeiten Buddhas und Jesu auf Erden und in deren unmittelbarem Umfeld anwesend. Erinnert euch und erwacht!


STOLZ ist die Ur-Kraft des schöpferischen Missbrauchs, die in der Zwischenzeit von Herrschsucht und Verweigerung, von Selbsthass und Verachtung überlagert wurde. Im Zeitalter der Jungfrau hattet ihr Zugang zu allen Reichen. Doch benötigte große geistige Freiheit eine ebenso große innere Reife und Reinheit, wie ihr dann erlebtet: Denn auch ein genialer Schöpfergeist kann des Lichts und der Gemeinschaft überdrüssig werden und seine Kraft für eigene Ziele verwenden. So habt ihr in der höchsten Zeit und an höchster Stelle mit Energien höchster Schöpferkraft gespielt und nicht erkannt, dass ihr Gegenstück nur im Reich der völligen Zerstörung liegen kann. Denn ihre Ursache kam aus dem Kosmos und ihre Wirkung ging dorthin zurück.

SCHULD ist die Ur-Erfahrung des gestürzten Schöpfers. Sie verschleierte sich im Laufe der Zeit mit tausend Formen der Vernunft und Aggression, des Kleinmuts und der Zweifel. Stolz ist der aktive und Schuld der passive Teil eures NICHT-SEINS in der Ganzheit. Diese beiden Hüter eurer Gefangenschaft wechselten sich in den tiefsten Räumen eures Seins beständig ab und ließen euch nicht entkommen.

Stelle dir deinen Körper heute wie eine goldene Kugel vor, von deren Zentrum aus tausende Strahlen und Fäden in alle Richtungen, Dimensionen, Räume und Zeiten ausgehen. Dies sind die Wege, auf denen deine Brüder und Schwestern einst in viele Richtungen ausgezogenen sind und über die sie nun zu dir zurückkehren können. Nun kommt allerdings ein jeder in der Erscheinungsform und dem Ausdruck, die seiner Kultur entspricht.

So wirst du auf Gestalten treffen, die dich erschrecken mögen, weil sie schwarz, hart und grausig erscheinen, weil sie Dinge tun, die dich in Angst und Schrecken versetzen mögen. Doch wisse, ein jeder kommt in seiner Weise, um das Ganze zu erfüllen: die Erlösung aller Gegensätze und die Zusammenführung der getrennten Welten – gemeinsam mit dir. Du triffst sie in nächtlichen Begegnungen mit Engeln und geistigen Führern, aber auch mit schwarzen Wesen in knatternden Raumschiffen, die dir Metall in den Körper legen; in Begegnungen mit schleimigen grünlichen Wesen in deinen Träumen, die dir Furcht einflößen. Sie alle öffnen dich für ihre Reiche, damit ihr einander erreichen könnt. So schwang jede langjährige Angst vor der Dunkelheit und Sehnsucht nach dem Licht deinen Körper auf eben diese Reiche ein und öffnet dich für sie.

Du lebst heute zur Gänze im Lichtreich des Wassermanns und gleichzeitig in den verschleierten Zonen der Dualität. Dein Körperwesen steht an der Schwelle zur Neuen Erde, zur Einheit von Geist und Materie auf Erden. So kannst du dich von Tag zu Tag, von Minute zu Minute entscheiden, ob du GESCHÖPF bist oder SCHÖPFER, ob du in Unwissenheit den fremden Kräften und dunklen Wesen ausgeliefert bist und sie mit dir spielen oder ob du sie erkennen und wandeln kannst.

Jede Dimension kommt in der Form, Dichte und Sprache zu dir, die ihr zu eigen ist. Das Grauen ist vielfältiger Gestalt - und doch nur Maske - ohne Belang für dich. DU musst nur wissen, welcher Art ihr Kern ist und dahin vordringen. Ihr Kern ist LIEBE, denn es existiert nichts anderes als LIEBE. Ihre Masken und Schalen sind vergänglich - Illusion.

Übersetze einfach: Dunkel ist Licht. Tief ist Hoch. Hart ist Weich. Schwarz ist Weiß. Unterwerfung ist Macht.

Steht also ein Wesen vor dir und sagt:
„Ich Bin die Angst“,
so antworte ihm und sprich: „Du Bist die Liebe.“

Und wenn es sagt: „Ich Bin die Finsternis“,
dann antworte du ihm und sprich: „Du Bist das Licht.“

Und wenn es sagt: „Ich Bin der Tod“,
so antworte ihm und sprich: „Du Bist das Leben.“

Und wenn es sagt: „Ich Bin Dein Tod“,
dann antworte du ihm und sprich:
„Du Bist Ich und Ich Bin Du!“


Ignoriere, was deine Erdenaugen sehen, denn sie sind blind für das, was wahrhaftig ist. Sprich aus, was dein Herz fühlt - und schweige, wenn dein Herz schweigt. Auf diese Weise wirst du erstrahlen und seine Krusten werden schmelzen. Du wirst zum Kern seiner Wahrheit dringen und ihn aus seinen Tiefen emporheben. Denn siehe: Du bist Schöpfer, und dies ist deine ewige Wahrheit.

Bist du untergegangen, da du zu den Hochmütigen gehörtest, oder ausgefahren, da du unter den Treuen warst? Verstehe zutiefst: Es ist gleich-gültig! Jeder von euch ist seinen Weg gegangen, im Namen des Ganzen. Und so ist heute jeder von euch mit seiner eigenen Absicht und Aufgabe, Kraft und Fähigkeit zurückgekommen - im Namen des Ganzen.

Nimm es an, geliebtes Wesen, denke, fühle und wisse mit deinem Herzen: Jesus ist Judas und Judas ist Jesus. Nimm es an und erlöse darin auch dich selbst.

Es gibt nicht SCHULD und SÜHNE, sondern nur LIEBE IM LICHT und LIEBE IN DER DUNKELHEIT. So besteht eure heutige Gemeinschaft nicht aus lauter Gleichgesinnten und gleichartigen Wesen, sondern aus einer Vielzahl völlig unterschiedlicher Spezies, Naturen und Wesen, die alle ein und demselben Ziele dienen: Der Vereinigung aller Gegensätze auf Erden und der Rückführung der getrennten Welten ins Licht des EINEN.

Denn dies ist die notwendige Voraussetzung für den Aufstieg aller 21 Galaxien eures Universums in die Neue Energie - und nicht nur diese, liebe Freunde: Das Omniversum selbst, die Gesamtheit aller Universen, wandelt sich durch euer eigenes Sein.

Wollt ihr nun erkennen, dass euer menschliches Leben durchaus nicht nur eure Privatangelegenheit ist, geschweige denn, dass ihr allein und ausgeliefert seid?


 
Die Halle im Kristallberg

Ich gehe in der Weite einer lichten Landschaft. Ich nehme ihr ätherisches Antlitz wahr und atme die kristallinen Schimmer der Luft - weiße, schillernde Formen der Natur, die ich auf Erden nie gesehen habe. Ich gehe auf dem Weg, der sich vor mir öffnet. Er führt mich zu jenem Kristallberg, den ich jetzt vor mir am Horizont erblicken kann.

Ich gehe des Weges voller Leichtigkeit und Freude. Wie ein Kind setze ich einen Fuß vor den anderen, sorglos und voller Abenteuerlust. Ich nehme Klänge wahr und die Spiele des Lichtes in der Luft und auf den Pflanzen. Ich höre das Zwitschern der Vögel und atme ihre Stimmen, nehme sie in mir auf. Das Schillern des Berges nimmt lebendige Bewegung an. Millionen Facetten von Blau- und Rosatönen, von Türkis und Magenta durchwirken die transzendenten Klüfte und Wände. Ein unmerkliches Spiel der Farben in ewiger Wandlung.

Ich spüre, wie der Berg mich zu sich zieht und gehe weiter, ohne zu zögern. Je näher ich komme, desto größer wird sein Sog und die Macht der Liebe, die er ausstrahlt. Ein Spalt wird sichtbar, ein Schlupfloch, das mich ins Innere des Berges lässt. Ich schlüpfe hindurch, finde auch hier einen Pfad, der mich weiterführt. Kühle und Wärme umspielen mich. Mein Körper weitet sich und wird feiner, von Schritt zu Schritt, von Atemzug zu Atemzug. Ich folge dem Weg und höre die sphärischen Klänge - Musik, die mich von Anbeginn begleitet und meine Schritte immer leichter werden lässt. So gelange ich tiefer in den Berg hinein, und nur scheinbar wird es immer dunkler und kälter.

Ich schaue auf die Farben - lichte Töne. Auch sie sind mir neu und doch auf eine geheimnisvolle Art vertraut. Zeichen tauchen an den Wänden auf, wenn ich darauf schaue - und verschwinden wieder. Die Sprache des Lichtes teilt mir etwas mit, was in der Tiefe meiner Zellen Resonanz findet. Ich versuche nicht, sie zu verstehen, ich atme sie einfach ein. Ich atme und gehe weiter. Tief in mir weiß ich, was sie bedeuten.

So komme ich schließlich in das Herz des Berges - in eine große Halle. Kuppelartig wölbt sich das kristalline Gestein über einem großen, runden Raum. Die sphärischen Klänge durchwehen ihn und hinterlassen eine materielose Weite, die sich auf meinen Körper überträgt. Das Licht ist hier heller und feiner als draußen. Es ist Sternenlicht: kristallklar und doch seidenweich. Das Reine Weiße Licht bricht sich hier in 49 Strahlen der Meister und 120 Tönen der Erwachenden. Ich atme tief und nehme alles in mir auf.

Eine Gestalt taucht auf. Ein Wesen tritt aus dem Licht hervor, direkt auf mich zu. Sein Antlitz ist männlich und weiblich zugleich, jung und gleichzeitig alt, fremd und doch vertraut. Ich sehe es zum ersten Mal, und doch kenne ich es seit dem Anbeginn der Zeiten. Ich schaue in die Augen dieses Wesens und atme seinen Blick. Ich fühle sein Herz, es schlägt in meinem Körper. Ich höre seine Worte in mir selbst:


Die Erlösung von Stolz und Schuld
„Nur eine Kraft kann dich in den grauen Räumen halten: der STOLZ, dein eigener Stolz - der tiefe, wohlverborgene Urgrund jeder Schuld, die du noch in dir trägst. So ist es Stolz gegen die Schöpfung, wenn du dir die Selbst-Vergebung nach den tiefen Erfahrungen des Lebens verweigerst. So ist es Stolz, wenn du dem Wesen des Schmerzes selbst verweigerst, frei von dir zu werden und sich im ewigen Kreislauf der Werte zu veredeln.

So ist es Stolz, den Menschen und Wesen des Dunkels deinen Dank zu verweigern. Waren nicht sie es, die dir von Raum zu Raum über alle Grenzen deiner Unreife hinweghalfen und dich stärkten? Auch sie möchten nun fortschreiten, nachdem sie dir lange dienten. Ja, es ist ein tiefsitzender, uralter Stolz, der dich und sie über Zeitalter festhält.
 
Es ist Stolz, der dich in deinem eigenen Opfersein gefangen hält und dir die Absolution verweigert. Es ist der Stolz deines Opfers, der dich an den Stolz seiner Täterschaft bindet. Es ist der Ur-Stolz des Schöpfers in dir selbst, der deine eigenen Masken des Grauens ignoriert und verhärtet.


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Stolz verschleiert sich mit Schuld, um nicht erkannt zu werden. Hältst du an SCHULD fest, die doch nur eine Illusion ist, und lehnst sie gleichzeitig ab, so wirst du auf Zeitalter im grauen Raum der Widersprüche irren. Denn siehe, auch VERGEBUNG ist eine illusionäre Kraft. Doch sie ist jenes Wesen in dir, das deine Dualität erlöst.

STOLZ ist eine uralte Kraft der Priester, Lehrer und Ärzte. Er mag dir heute fremd erscheinen, denn er hat sich im Laufe der Zeitalter mit Schuld und Ängsten, mit Scham und Aggressionen überlagert. Doch er blitzt an allen Stellen deines menschlichen Alltags durch, die dich schmerzen oder bremsen.

Diese Kraft ist loszulassen, bewusst und willentlich, von ganzem Herzen. Die Zeit hat ein Tor zwischen den Dimensionen geöffnet, und du kannst Zeitalter des Stolzes, der Schuld und der Schmerzen erlösen - einfach, indem du hindurchschreitest. Tritt ins Licht! Du liebst und bist geliebt!

Lasse los, was unwahr ist! Akzeptiere, dass du nie versagt und dich nie mit Schuld beladen hast! Akzeptiere deine Wege auf Erden, die du selbst in weiser Planung vorausbestimmt hast! Vertraue den göttlichen Mysterien deines Herzens, die dein Leben in die Wandlung führen!“



Die Erlösung von Schuld und Sühne
„Diese Botschaft ist für dich, mein geliebtes Wesen, für dich und von DIR SELBST. Es geht um deine Schöpferkraft. Es geht um Schuld und Selbst-Vergebung, um Unwissenheit und Weisheit. Es geht um Verwirrung und Klarheit, Krieg und Frieden, Angst und Liebe. Es geht um die Offenbarung deiner Göttlichkeit auf Erden.

Wisse, dass Gott identisch ist mit deinem Wesen, dass Gott in deinem Körper lebt. Du bist Gott: dein lichter Kern und die dunkle Hülle, deine glücklichen Stunden und jene Stunden des Kampfes und der Depression. Nimm an, dass es nicht Gott gibt, sondern DICH: DEINE Liebe und Barmherzigkeit, DEINEN Mut und DEINE Schöpferkraft, DEINE Weisheit und Allmacht.

Nun hast du deine Schöpferkraft viele Zeitalter genutzt, um das Dunkel zu erzeugen - das Leid, die Trennung und den Tod, den Schmerz, die Trauer und den Hass.

In anderen Zeitaltern hast du deine Schöpferkraft genutzt, um deine Schuldgefühle zu verbergen, um dein Licht zu verhüllen - um deine Kraft und Macht gut zu verstecken.

Dann durchwandertest du Zeitalter des Erwachens und der Verkörperung des göttlichen Geistes. Das waren die Zeitalter deiner Verwirrung und Irritation, denn hier kamen die Kräfte aller Pole zu dir: Du warst DUNKEL und LICHT, ANGST und LIEBE, VERZWEIFLUNG und HOFFNUNG, HASS und DEMUT.

Du bist längst erwacht, geliebtes Wesen - lange vor dieser Zeit. Du bist gemeinsam mit den Meistern zur Erde gekommen, um die Menschheit zu erwecken. Ihnen wolltest du den Weg weisen. Ihnen wolltest du Licht und Brücke sein, wie einst der Christus vor dir. So bist du im Namen der Allmächtigen Liebe herabgestiegen. Erinnere dich nur.

Nun, mein geliebtes Wesen, jetzt ist auf Erden das Zeitalter angebrochen, in dem kein anderer Pfad mehr weiterführt, als der des vollkommenen Schuldenerlasses - der Weg der Absolution, die du dir nur selbst erteilen kannst.“


Schmerz ist der Kelch
Liebe ist der Inhalt


Es gibt keine Schuld! Akzeptiere das Spiel deines Lebens und die grenzenlose Macht, die in deinem Herzen liegt - bereit dein Leben augenblicklich zu verändern. Sei in deinem Herzen geborgen und schau von dort aus auf dein Erdenleben.

Entlasse dich hier und jetzt aus allen selbst gewebten Schleiern von Schuld und Sühne, von Stolz und Härte, von Schmerz und Trauer! Erhebe dich! Tritt jetzt das göttliche Erbe deiner Macht und Liebe an - Hier und Jetzt in deinem Körper!

Leere den Kelch deines Lebens und lasse die Liebe frei fließen. Gieße sie über der Menschheit aus. Triff die Entscheidung hier und jetzt!“


„Ich entscheide mich, mein göttliches Erbe anzutreten.
Ich trete Hier und Jetzt mein göttliches Erbe an.
Ich Bin der Anfang und das Ende
von Allem was Ist.“

 

Geburtsstunde am Kristallsee

Ein Brief an mein Leben
Ich öffne mein Herz weit, atme alles aus, was ich nicht mehr brauche. Ich atme ein, was ich Zeitalter lang von mir getrennt habe und das nun zu mir zurückstrebt. Ich atme tief und entspannt das Licht der Einheit und lasse zu, dass alle alten Energien aus meinem Körper in den Boden sinken. Ich lasse mich fallen - mit jedem Atemzug ein Stück mehr. Mein Geist strömt sanft in mein Herz, ich gleite durch die Muskelwände hindurch ins Innere. Und von hier aus ist es nur noch ein kleiner Schritt, durch die Membran hindurch in den Herzraum meiner Seele.


Ich sitze auf einer Anhöhe in einer weiten, kristallinen Landschaft. Lichter, Farben und Formen, Töne und Düfte umspielen mich sanft - der Erinnerung ungewohnt und doch meinem Herzen vertraut. Ich schaue mich um und kann sehen, dass überall Wasser fließt. Bäche und Flüsse folgen eilig ihrem Lauf, und dazwischen liegen Seen und Weiher, soweit mein Blick reicht.

Über mir erscheint ein kuppelförmiges Lichtdach mit einer kreisrunden Öffnung im Zenit. In schimmernder Transzendenz ergießt sich goldenes Licht durch die Öffnung, geradewegs auf mich herab. Der Äther des Geistes und das Wasser des Lebens sind in diesem Licht vereinigt. So verschmilzt es auch in mir alle Kräfte und Elemente zu jener Einen Kraft der LIEBE, zu jenem Einen Element der WEISHEIT. Ich setze mich nieder und schließe meine inneren Augen. Ich atme tief und komme in einen Zustand tiefer Ruhe.

Ich beschließe, einen Brief zu schreiben, nun da ich beschlossen habe, nie mehr zu leiden und nur noch glücklich zu sein. Ich schreibe einen Brief an mein Leben. Ich bin mir bewusst, dass dies ein selbst gewählter Augenblick der Weihe und der Wandlung ist. Er ist heilig und voller Macht. Ich empfange ein Blatt Papier und einen Stift und schreibe an mein altes Leben, das ich jetzt entlassen will. Ich schreibe ihm in Liebe und Respekt, in Dank und in Achtung für alles, was es für mich getan hat und gewesen ist. Ich verabschiede mich von alten Mustern, Formen und Verhaltensweisen, von jeder Trennung und Verengung, die meine irdische Persönlichkeit prägten und lange Zeit heilig waren.

Ich gebe sie mit diesem Brief zurück zum Kosmos. Ich entlasse Massenbewusstsein und Normalität aus meinem Leben, alle kollektiven Glaubensmuster und Gedanken, die nicht meinem Herzen entsprangen und mich doch Äonen lang beschäftigten. Ich lasse alle dunklen Gefühle und magnetischen Energien los, die ich so lange gehalten habe - und sie mich. Ich entlasse mein altes Leben im Segen meiner Herzensliebe.

Ich atme tief und lasse alle Ströme in mir fließen. Dann schreibe ich an mein neues Leben und heiße mein göttliches Sein auf Erden willkommen. Ich lasse allen Liebeswillen in die Worte fließen. Alle Würde meiner Seele offenbare ich in diesem Brief, alle Kraft meines Herzens und alle Achtung mir selbst gegenüber.

Ich schreibe meine Absicht und Entscheidung nieder, mein Leben jetzt dem kristallinen Geist der Einheit zu widmen und es dem Fluss aller Kräfte zwischen Himmel und Erde anzuvertrauen. Der Brief enthält den Ausdruck meiner Entscheidung, den Himmel nun auf Erden zu leben, GANZ und EINS mit Allem. Und tief in mir weiß ich, dass dies das Recht meiner Geburt und die heilige Pflicht meines Lebens ist. Denn Ich Bin Schöpfer - und gekommen für das Wohl Aller.

Nun lege ich den Stift zur Seite, falte das Papier zusammen und stecke es in ein Kuvert. Dann schließe ich meine inneren Augen und lege den Brief an mein Herz. Bewusst und voller Liebe atme ich ihn und mich - und lasse los.

 
Ein lebendiger Bergbach springt neben mir her und versprüht seine kühle Aura in meine Lebensfelder. Die Luft ist feucht und von angenehmer Temperatur. Ich öffne meine inneren Augen und schaue in die Landschaft. Die Vormittagssonne wirft ein weiches Licht über das Land, und weit vorne erblicke ich einen See. Es ist ein See wie viele in dieser Landschaft - doch das besondere ist der Wasserfall, der sich über mehrere Stufen von einer Bergwand ergießt.

Ein gewaltiger, doch einsamer Berg schmiegt sich an den See im Zentrum dieser Landschaft. Donnerndes Rauschen tönt herüber, tosendes Schäumen, und gleichsam höre ich in unergründlicher Stille kristalline Klänge. Violettes Licht und schillernde Nebel blitzen herüber, smaragdene Töne in Wasser und Himmel berühren mein Herz und ziehen mich an. So lenke ich meine Schritte auf den See zu, an jenes Ufer, das dem Wasserfall am nächsten liegt.

Dort angekommen setze ich mich nieder und betrachte das machtvolle Strömen und Rauschen des Wassers aus nächster Nähe, die schäumende Oberfläche des Sees, die erst weit hinten zur Ruhe kommt. Jetzt, da ich genauer schaue, nehme ich wahr, dass die Bergwand nicht aus grauem Fels besteht, sondern aus amethystenem Gestein - aus tausend und abertausend glitzernden Kristallspitzen, deren Facetten kleinste Wesen bewohnen. Sie blitzen und blinken und winken mir zu. Glockenhell kann ich ihr Lachen und ihre Stimmen in meinem Herzen vernehmen.

Doch nicht nur jene teilen diese Geburtsstunde meines Neuen Lebens mit mir. Ein großes machtvolles Wesen violetter Ausstrahlung herrscht über der Felswand und dem Wasserfall. Ein einziges Wesen, größer und machtvoller als alle - und doch durch sie genährt und ihnen ergeben. Es tritt aus dem Fels hervor, an das Ufer, auf mich zu. Sein Gewand fließt und schimmert in den gleichen smaragdenen, türkisen und violetten Tönen wie der Wasserfall, und einen Augenblick lang kann ich es nicht vom Wasser unterscheiden.

 
Nun nimmt es menschliche Gestalt und Größe an: ein männliches Wesen in weiblicher Herzmacht, voller Kraft und Güte und Erhabenheit und dennoch in fließender Anpassung an das, was jetzt ist - fest und doch veränderlich, ewig und sich ewig wandelnd. Seine Augen leuchten aus unlotbaren Tiefen hervor. Sein Blick ruht in unendlicher Liebe auf mir. Sanft, schweigend streckt es mir seine Hand entgegen und sagt: „Gib mir zuerst deinen Brief und dann deine Hand. Ich will dich in die neuen Räume deines Lebens führen.“

An seiner Hand und seiner Seite gehe ich hinaus auf den See. Tief in mir wundere ich mich nicht, dass das Wasser mich trägt, denn das war immer so, wenn ich es wollte. Ich stehe neben diesem Wesen mitten auf dem See, geborgen in seiner mächtigen Aura, und blicke auf den Wasserfall, der nun im Licht der Sonne liegt - und ich möchte mich in der Betrachtung dieses Spiels der Farben und Lichter verlieren, möchte mein ganzes Wesen mit dem Lichte, den Klängen und dem Wasser dahin strömen lassen.

Doch mein Begleiter zieht mich sanft weiter, hinüber zum Wasserfall. Je näher wir ihm kommen, desto stärker vibriert mein Körper, und es ist, als wolle er sich von der Seele lösen. Furcht und Glückseligkeit mischen sich in nie empfundener Weise.

Hinter dem donnernden Rauschen ist ein Spalt, ein Raum zwischen dem fließenden Wasser und dem machtvollen Kristall des Berges: Es ist ein Raum im Raum, ein Raum zwischen den Sphären - völlig anders als sie und doch in ihnen geborgen. Hier erlebe ich die männlichen und weiblichen Urgründe meines irdischen Fühlens: AGGRESSION und FREUDE - und beide sind gut. Hier erlebe ich die menschlichen und göttlichen Urgründe meines Denkens: VERWIRRUNG und WEISHEIT – und alles ist gut.

Ich atme die Macht des kristallinen Geistes und des Lebenswassers. Mögen sie verschmelzen zu Einem Wesen und Einem Sein - IN MIR. Ich atme tief und hoch.
 
Der Priester führt mich weiter - nun hinunter auf den Grund des Sees. Ganz natürlichen Schrittes verlassen wir die Erde, die ich kenne, und tief in mir wundere ich mich nicht, dass ich unter Wasser atmen kann. Denn dies war immer so, wenn ich es wollte. Hier, weit unter der Oberfläche des Sees, herrschen gleichzeitig unendliche Ruhe und ewiges Fließen, Ohren betäubendes Tosen und atemlose Stille.

Auf dem Grunde des Sees tauche ich in die Urgründe meines irdischen Seins - in ANGST und LIEBE - ein und kann sie nun ins Gleichgewicht der Kräfte bringen – IN MIR SELBST.

Alles darf sein.
Alles darf fließen, sich wandeln
und ewig von einer Form in die andere strömen,
so auch hier - so auch in mir.
So sei es!


Texte: Sabine Wolf
Bilder: Ilse-Dore Steffens
Übermittlungen: Thoth und Maitreya