Reise durch die zwölf Dimensionen

"Das Haus meines Vaters hat viele Wohnungen"

Prolog
Wofür habt ihr in den letzten Jahren am meisten Kraft aufgewendet? Ihr mögt sagen: für die Heilung der Erde oder die Wandlung eures Lebens. In der Tat habt ihr hier viel getan und bewirkt. Doch noch mehr Kraft habt ihr darauf verwendet, eure eigene göttliche Macht zu unterdrücken. Ihr habt keine Mühe gescheut, euer Licht säuberlich von eurem Dunkel zu trennen, das Licht nach außen zu bringen und das Dunkel im tiefsten Inneren zu verstecken.

Ihr habt große Anstrengungen unternommen, das Negative, das sogenannte Böse oder Schlechte in euch zu vernichten - durch Gebete, Meditationen, durch mentale und körperliche Übungen aller Art. Um nichts in der Welt wolltet ihr zur Kenntnis nehmen, dass das Negative und das Positive zwei Teile des EINEN GANZEN sind, dass DUNKEL und LICHT aus der EINHEIT hervorgingen und sie bilden. Ihr habt das Licht gewollt und das Dunkel nicht. Ihr habt das Licht geheiligt und das Dunkel verdammt.

Oft habt ihr euch gegeißelt, ja, seelisch gefoltert für eure negativen Kräfte. Wann immer sie zum Vorschein kamen, habt ihr euch in den Staub geworfen und euch klein gemacht. Jegliche Nachsicht und Sanftheit habt ihr euch selbst verweigert. Mit jeder spirituellen Disziplin, die nur Licht akzeptiert, wurdet ihr euch selbst gegenüber unbeugsamer und härter als jeder andere es sein könnte. Ja, ihr wart Inquisitoren eurer selbst und habt in beständiger Selbst-Verurteilung eure eigenen Scheiterhaufen Schicht um Schicht erhöht.

Ihr wolltet die Menschheit heilen, ohne ihre Krankheit erkannt und akzeptiert zu haben. Ihr wolltet die Welt lichten, ohne ihr Dunkel anerkannt zu haben. Damit wirktet ihr den kosmischen Kräften und Bewegungen entgegen. Höchstes Licht strahlt ein, um tiefstes Dunkel zu erlösen - in Liebe. Dunkel ist ein Teil eurer Welt. Ist es nicht so, dass ihr euch in einer verkörperten Welt befindet, die Licht und Schatten kennt, Tag und Nacht, Ein- und Ausatem? Habt ihr nie die Schönheit des Himmels betrachtet, wenn schwarze Regenwolken und Sonnenschein zueinander kommen? Entsteht nicht darin der Regenbogen? Habt ihr nicht gewusst, dass Himmel und Erde, Licht und Schatten in euch selbst sind und euch MENSCH sein lassen?

Ihr habt hart an euch gearbeitet und euch kontrolliert. Ihr wart konzentriert, angestrengt und oft zutiefst frustriert, da kein Licht am Horizont aufkam. Wie lange habt ihr an eurem Licht gearbeitet und doch nur Dunkel geerntet? Ich sagte einst: „Ihr seid keine Licht-Arbeiter. Das Licht ist da, daran gibt es nichts zu arbeiten. Ihr seid Licht-Träger. Ihr tragt das Licht in euch und hinaus in die Welt.“ 

Licht-Träger ist auch der Name dessen, den ihr fürchtet - Luzifer. Warum stellte ich euch mit Luzifer auf eine Stufe? Seid ihr so schlecht wie er? Oder ist er so gut wie ihr? Nun, Luzifer ist das Licht Gottes in einer sehr festen dunklen Hülle. Er wirft Schatten, wie eure Körper auch, doch er weiß um sein Dunkel und hat es zutiefst angenommen, sonst wäre er nicht Luzifer. Ihr wisst auch um euer Dunkel, doch nehmt ihr es nicht an - und darum seid ihr verzweifelt.

Um sein Dunkel zu wissen und es anzunehmen bedeutet nicht, böse, schlecht oder dumm zu sein, sondern wahr. Am Ende der Zeiten offenbart sich das Mysterium eures Lebens. Wer sein eigenes Dunkel annehmen und lieben kann, steigt in höchste Sphären des Bewusstseins auf.

Schaut von unserer Seite des Schleiers auf eure zweigeteilte Welt: Das Eine Licht des Gottesherzens stieg von Stufe zu Stufe herab und umhüllte sich auf jeder Stufe mit dem Schleier, den sie ihm bot. Die Schleier sind nichts anderes als Wachstumskräfte der jeweiligen Dimension - ihre Bewusstseinsfelder. So ist das EINE LICHT mit so vielen Schleiern umhüllt, wie es Dimensionen von der kosmischen Heimat fortgegangen ist. In eurer dritten Dimension sind es neun Schleier, die gemeinsam den physischen Körper und seine Felder bilden, die euch Mensch werden ließen. Je tiefer das EINE LICHT herabsteigt, desto mehr Schleier legt es um sich.


Lasst uns eine Reise durch die Dimensionen machen. Lasst uns einen Blick auf die ersten Dimensionen des irdischen Lebens werfen, damit ihr verstehen könnt: Es sind die liebesleeren Dimensionen. Hier ist LIEBE als eine zu verkörpernde Kraft noch nicht gefragt. Zunächst muss einmal der Boden für Liebe auf Erden bereitet werden. Der Grund ist zu legen, die Wurzelkräfte der LIEBE sind zu erfahren und zu verkörpern. Und LIEBE denkt nicht, sondern fühlt.

So begann jede kosmische Licht- und Liebeskraft auf Erden als ein GEFÜHL. Es sind GEFÜHLE, die sich verkörpern, bevor sie KRÄFTE und MÄCHTE werden.

Welches sind nun die Grundlagen, die Wurzelkräfte der Liebe? Welches sind die maßgeblichen Gefühle am Anfang aller Liebe? Eben nicht Verständnis oder Frieden, eben nicht Nachsicht oder Demut, eben nicht Harmonie oder Freude. ANGST ist eine Grundlage der Liebe auf Erden, AGGRESSION eine andere. Erinnert euch, das Potenzial muss durch den Widerstand, um Kraft zu werden. So entstehen auch euer Strom und eure Lebenskraft.

LIEBE ist ein kosmisches Potenzial, und ANGST ist ein irdischer Widerstand. Sie gemeinsam erzeugen CHRISTUS-KRAFT und KRISTALLINES LICHT in euch - und schließlich auf Erden. Gegenkraft erzeugt Kraft.

Wer Angst kennt, kann lieben. Wer Hass kennt, kann vergeben. Wer den Tod kennt, kann wahrhaft leben. Doch täuscht euch nicht: Wer Angst hat, kennt sie nicht. Er fürchtet sie. Er flüchtet, anstatt hinzuschauen. Er erkennt sie nicht, also beherrscht sie ihn.


Beherrschen kann euch nur das, was ihr nicht kennt, was ihr nicht anschaut und erkennt. Erst wenn ihr euch der ANGST stellt, sie anschaut und anerkennt, verändert sich ihre Natur, und sie verlässt euch. Darin liegen ERKENNTNIS, ERLÖSUNG, REIFE und MACHT. So wird aus ANGST LIEBE - und so ist es mit allen Kräften der Dunkelheit auf Erden.


Beginnen wir nun mit unserer Reise durch die Dimensionen. In der Ersten Dimension liegt die Bildung des Planeten selbst. In Jahrmillionen schleudernder Kräfte, verdampfender Gase und kristallisierender Substanzen entsteht der Körper eines Wesens - die Verkörperung eines göttlichen Bewusstseins.

Die Erde gebiert sich selbst aus dem kosmischen Chaos und ist Jahrmillionen lang damit beschäftigt, ein Gleichgewicht und eine Ordnung aller Elemente, Kräfte und Einflüsse zu erlangen. Es ist die Dimension des Chaos und der Schmerzen in sich selbst, ein Akt der ersten Geburt des Geistes in die Materie des Planeten hinein.

Öffne dein Herz weit und nimm einen tiefen Atemzug. Lasse alle Ströme frei fließen - bis zurück zum Beginn der Zeit. Entlasse alle Reste von altem Chaos aus deinem Leben - sanft und voller Liebe.


In der Zweiten Dimension siedeln sich erste Wesen auf der Erde an: Urtiere, noch glieder- und knochenlos, ohne Geist und Willen - körperliches Sein des Anfangs. Erste atmende Gefühle kommen zur Erde und mit ihnen erste Verdichtungen, sich verfestigende Körperstrukturen - noch ungelenk und schwerfällig, einfachste und erste bewegliche Formen von atmendem Leben. Körpersysteme und Haut, Bewegung und Vitalität erfüllten gröbste Ansprüche. Hier liegt der Anfang der Gemeinschaft zwischen dem Planeten und seinen Bewohnern, in der ein jeder dem Anderen dient. Die Erde gibt den Tieren Körper, Heimat und Nahrung, und sie geben der Erde Gefühls-Kraft und Gefühls-Erfahrung.

Nach Jahrmillionen einfachsten Lebens und Fühlens kommt eine weitere Wachstumsqualität auf den Planeten: die AGGRESSION. Nun entwickeln sich neue Tiere. Sie geben sich nicht mehr mit friedlichem Suchen pflanzlicher Nahrung zufrieden. Sie wollen jagen und töten. Sie wollen Fleisch und Blut. Aggression und Blutdurst brennen in ihren Herzen und treiben sie an. Ein tiefstes, dunkelstes und bedingungsloses Fühlen, und doch - ein FÜHLEN. In ihm wird der Ur-Grund der FREUDE zur Erde gebracht, denn die Kraft der FREUDE wächst in der Gegenkraft der AGGRESSION.

Hier liegt der Ur-Grund verkörperter Macht und Herrschaft, doch soll es noch einige Millionen Jahre dauern, bevor sich AGGRESSION in FREUDE wandelt, BLUTDURST in MITGEFÜHL, bevor Macht und Herrschaft ihr lichtes Antlitz zeigen.

Die neuen Tiere übernehmen zunächst die Statur ihrer friedlichen Vorfahren. Sie sind groß und viele Tonnen schwer, im Nahkampf gefährlich, doch keine Verfolger und Jäger. Also müssen sie Listen entwickeln, um sich dem Opfer zu nähern und zupacken zu können. Ihr seht, wieder legt eine neue Kraft ihren Urgrund: die LIST, die TAKTIK und die STRATEGIE, PLANUNG und VORSORGE. Alles dies sind anerkannte Kräfte eurer menschlichen Gesellschaft, nicht wahr? So wird eine Kraft nach der anderen zur Erde gestrahlt, wann immer die Zeit reif ist. So treibt ein Funken nach dem anderen die Evolution des göttlichen Wesens voran. Ein Körper nach dem anderen entwickelt sich mit jedem neuen Gefühl. Ein Verhalten nach dem anderen entsteht.

So reichert sich das Leben auf dem Planeten an und nimmt immer feinere und vielfältigere Formen an. Die nächste Stufe der Verkörperung des Geistes liegt nun in der Entwicklung von Schnelligkeit und Ausdauer, von Spontaneität und Sprungkraft. Eine neue Herz-Venen-Struktur baut neue Körper und die kleinen, schnellen Räuber entstehen. Sie können den großen Pflanzenfressern nur durch ausdauernde Verfolgung im Rudel gefährlich werden.

FRESSEN und GEFRESSENWERDEN, LEBEN und STERBEN, JAGEN und FLIEHEN, SIEG und NIEDERLAGE sind die großen Kräfte der Erfahrung, die sich in Jahrmillionen langen Entwicklungsstufen in Form, Körper und Geist vervollkommnen.

LIEBE? Ja, natürlich! Um nichts anderes geht es: um die verkörperte Liebe des Geistes vom Beginn aller Zeiten an. Doch noch sollen Zeitalter vergehen, bevor LIEBE ihre Schleier ablegt und erstrahlt. Liebe, die zu dieser Zeit herrscht, ist trieborientiert. Es ist die Liebe zwischen Mutter und Kind, solange es noch klein ist. Doch auch das eigene Junge wird zum Beutetier der Mutter, wenn es ein bestimmtes Alter erreicht hat. Grausam? Nein.

Hast du einmal eine Katzenmutter beobachtet, die heute noch ihr sterbendes Junges von sich fortstößt? Scheinen die Tiere nicht zutiefst zu fühlen, dass es keinen Tod und keine Trennung gibt, sondern nur verschiedene Lebensräume?

Auch die GEMEINSCHAFT existiert hier in den Anfängen der Entwicklung. Die kleinen Räuber schließen sich zusammen, um in der Meute das übergroße Opfer zu jagen, zu hetzen und zu töten. Doch in dem Augenblick, da die Gegenwehr des Opfers erloschen ist, gehen sie aufeinander los, keinen Bissen dem anderen gönnend, obwohl weiß Gott genug für alle da ist.

In der Zweiten Dimension gibt es noch kein Mitgefühl, keine Schuld, keine Rache und keinen Hass. Diese Kräfte entwickeln sich erst mit der beginnenden Intelligenz in der Dritten Dimension, jene, die ihr glaubt zu kennen, weil ihr darin lebt. Doch kennt ihr sie wirklich?



Lasst uns an dieser Stelle einen kleinen Sprung in die Zwölfte Dimension machen. Ja, es ist tatsächlich nur ein kleiner Sprung, mag der Weg nach Erdenzeit euch auch wie Milliarden Jahre erscheinen.

Stelle dir eine große, kristalline Halle vor, scheinbar leer, weit, transzendentes Licht - und doch kein Licht. Schließe deine Augen, damit du besser sehen kannst. In der Mitte der Halle erscheinen drei Wesen, weiße transzendente Gestalten menschlicher Form und dennoch anders als du auf Erden je gesehen hast. Sie wenden sich dir zu und eines beginnt zu sprechen:

„Wir sind Vertreter der drei Welten, die ihr GROSSER WAGEN, SIRIUS und PLEJADEN nennt. Wir haben jene Evolutionslinie durchwandert, die auch deine Wege führt. Wir haben auf unserem Wege durch tiefste Tiefen höchste Reife und Weisheit erlangt und sind im Hause Gottes angekommen, indem wir lernten zu sein, was wir sind. Unser Weg ist durch Dimensionen und Zeitalter verlaufen - und doch war er nicht lang, denn wir waren immer da, wo wir jetzt sind, von Zeitalter zu Zeitalter, von Schritt zu Schritt, von Atemzug zu Atemzug. Einfach durch unsere Schritte und Atemzüge haben wir Raumzeiten durchwandert und sind hier angekommen, wo wir jetzt sind - und mit uns der Weltenraum. Und hierin unterscheiden wir uns nicht von dir.

So haben wir einst unser göttliches EINS SEIN wieder angenommen, nachdem die Demut in uns gereift war. Denn wir erkannten, dass wir Eins sind mit dem göttlichen Sein und nie von ihm getrennt waren. Wir begannen, personifizierter göttlicher Ausdruck zu sein, Macht und Kraft in uns reifen zu lassen, zutiefst ohne etwas dafür zu tun. Und dies, geliebtes Wesen, ist jener Augenblick, in dem du dich jetzt befindest.

Wir erkannten, dass göttliche Macht Eins ist mit Demut, dass göttlicher Ausdruck Eins ist mit Freude, dass Schöpferkraft Eins ist mit dem freien Fluss der Kräfte. Wir erkannten, dass Sanftmut Eins ist mit Weisheit. Wir begannen, uns selbst zu lieben und darin zu atmen. In diesem Atem und in dieser Liebe zu uns selbst traten wir an die Abgründe aller dunklen Schluchten heran. Doch die Gottesliebe war in uns, und wir wussten, dass alle lichten Kräfte auf Erden dunkle Urgründe haben, dass alle reinen Blüten und Früchte der Welt von tiefsitzenden, dunklen Wurzeln genährt sind. Wir erkannten, dass Macht aus Ohnmacht wächst und dass es zwischen Licht und Dunkelheit keinen Unterschied gibt.

Also begannen wir in diesem Feld der Selbst-Erkenntnis zu reifen und gebaren Macht aus Ohnmacht, Barmherzigkeit aus Blutdurst und Freude aus Aggression. Wir gebaren Schöpferkraft aus Opfersein, Sanftmut aus Härte, Weisheit aus Verwirrung und Liebe aus Angst. Damit verloren wir das Bewusstsein unserer Körper. Wir verloren das Bewusstsein der Trennung von uns selbst und untereinander.

Wir verloren das Bewusstsein von Raum und Zeit, von Schuld und Sühne, von Macht und Ohnmacht und wuchsen zusammen. Unsere Herzen fanden nach langer Trennung wieder zueinander und verschmolzen. Und wir entdeckten, dass viele verschmolzene Herzen eine noch größere Macht gebaren, eine grenzenlose Macht. So wuchsen unsere Macht und Liebe von Zeitalter zu Zeitalter, von Dimension zu Dimension. Und viele Male erlebten wir nicht mehr einander, sondern nur noch MICH SELBST.

Unsere Macht und Liebe wuchs, indem wir uns selbst dienten und anderen dadurch den Weg wiesen. Immer mehr Herzen verschmolzen miteinander und gingen auf in EIN HERZ. So können wir dir sagen, dass in unseren Räumen viele Wesen leben, doch sie alle sind in EINEM HERZEN vereint. EIN HERZ schlägt in ihnen allen, und so kann jeder jeden fühlen und erreichen - in sich selbst. EIN HERZ ist der Ort höchster Macht und Liebeskraft, allmächtig und immerwährend. Nimm ES im Atem in dir auf.“

Das Wesen schweigt. Und der Raum atmet aus und ein. Drei Gestalten werden EINS mit dem Licht und lösen sich vor deinen Augen auf - und der Raum verändert sich.


Aus dem Mittelpunkt der Decke strahlt ein weißes Licht zum Boden, aus dem Farben nach allen Seiten fließen. Farben, die du kennst, solche, die du nicht erinnerst und welche, die du nie gesehen hast. Jeder Strahl nimmt Gestalt an: menschliche, doch überirdische Wesen von einer alle Sinne erfassenden Schönheit, Zartheit und Kraft - unberührbar und doch Hier und Jetzt anwesend - Meister und Erzengel der Elften Dimension.

Und jeder dieser Erhabenen schaut in deine Augen und senkt das Seine in die Tiefen deiner Lebensräume. Schau sie an, begegne ihrem Blick und berühre ihr Sein. Atme tief und nimm auf, was sie dir geben.

Metatron löst sich aus dem Kreis und kommt auf dich zu. Voller Liebe und Sanftheit ist sein Blick auf dich gerichtet und durchfährt dein Wesen. Seine Worte hörst du in deinem Herzen: „Ich Bin im Himmel und auf Erden, mein geliebtes Wesen, und auch du bist hier und dort – bist du und ich. Atme mich - atme dich und sei EINS.“


Planeten und Galaxien tauchen auf und verblassen wieder. Erneut verändert sich der Raum unmerklich: Unendlichkeit wird zu Kosmos, Transzendenz wird zu Raumzeit. Kristalline Klarheit wird zu geistiger Struktur - zur Zehnten Dimension.  Ströme von Licht und Farben ergießen sich wie Wasser in den Boden der Halle - hinab in die tieferen Reiche, um sie zu nähren und zu lenken.

Hier sind die Quellen der vielen Gestalten des Lebens, von Elohim gehütet und belebt. Töne und Klänge fließen wie Wasser in die Landschaften anderer Zeitalter und verbinden sich dort mit den Kräften der Ewigen Wandlung. So erhalten ihre Elemente Nahrung und Antrieb, Richtung und Kraft. Es ist das Reich der heimkehrenden Söhne und Töchter, das Reich Christi und der Meister. Atme tief und sei Eins mit ihnen und dir selbst.
 
Der Raum ist zu einem schillernden Kristall geworden, in dessen Inneren du stehst. Alles scheint fester geworden zu sein, glashart und kristallklar. Und dennoch kannst du in der Neunten Dimension keine Begrenzung spüren. Eine glockenhelle Stimme umweht dich, und die vielen Facetten der kristallinen Schleier werfen dir die Worte zu. In ein vielstimmiges, tanzendes und wehendes Echo gehüllt, voller Anmut und Harmonie, kannst du sie doch klar vernehmen:

„Als Bewohner unserer Reiche haben wir den Sinn und das Wesen des göttlichen Seins erkannt. Unser Wirken gilt nun der Verkörperung dieser Erkenntnis in uns selbst – und darin dienen wir der Inspiration jener, die die Macht der Liebe noch von sich trennen. Wir berühren die Nachkommenden sanft und beharrlich von Zeitalter zu Zeitalter mit allen Facetten unseres göttlichen Seins. So werden diese geliebten Brüder und Schwestern der unteren Reiche einst ihre zersplitterte Ganzheit wieder annehmen - und ihre vereinzelten, getrennten Herzen werden wieder zusammenfinden. Darin wird die unendliche Vielheit ihres Erdenseins eine neue Einheit erschaffen.
 
Im alten Boden der Kälte und des Dunkels wird die neue Saat der Wärme und des Lichtes sprießen. Wir senden das Kristall-Bewusstsein aus, damit ihr es empfangt, die ihr reif seid. Denn wisse: Ein jeder von uns war und ist das Feld und die Frucht. Atme tief, bevor du weitergehst.“


Der Kristall löst sich in fließenden Lichtströmen auf und der Raum weitet sich in sanfte dunkle Sphären. Unendlichkeit schmiegt sich an deine Haut, durchdringt dich und atmet mit dir. Du bist allein und doch geborgen in einer Fülle schlagender Herzen. Eine Vielheit dunkler und lichter Stimmen spricht zu dir, große Kraft und Macht im Ausdruck ist verschmolzen mit melodischen Klängen und zartem Hauch:

„Hier, in der Achten Dimension, in den Reichen des Gruppengeistes, kristallisiert sich das Bewusstsein aller Galaxien und Dimensionen, aller Kräfte und Pole, die aus den unteren Reichen zu uns emporsteigen. Die Gemeinschaft des kristallinen Geistes setzt hier die Ziele für die nachkommenden Reiche - und dafür stehen uns Werkzeuge und Mittel zur Verfügung, die auch du kennst. Jedoch sind unsere lichter und feiner, mächtig und eigenständig, voneinander unabhängig und darin kraftvoll, denn wir nutzen sie gemeinsam.

Es sind dunkle und lichte Werkzeuge, Mittel des Fließens, des Stillstands und der Wandlung. Sie heben sich gegenseitig auf, wenn sie gleichzeitig genutzt werden, doch sie potenzieren sich, wenn sie gemeinsam genutzt werden. Im Fluss der Ordnung und des Gleichgewichts erschaffen sie Welten. Wir und unsere Werkzeuge sind Eins - dunkle und lichte Wesen des Herzens und des Bewusstseins. So finden wir in der Vielfalt zur Gemeinschaft zusammen. Jeder gibt das Seine zum Ganzen, jeder gibt sich selbst: vielfältige Kräfte, Tausende Facetten, Milliarden Strahlen, die zu EINER MACHT verschmelzen.“

 
Wieder weht Stille, und die Sphären der Unendlichkeit verblassen, lösen sich vor deinen Augen auf und formen ein Neues. Ein Torbogen erscheint aus dem Nichts und überträgt seinen Willen auf dich, hindurchzuschreiten in die Siebte Dimension. Folge deinen Füßen, denn sie wollen gehen. Durchschreite das Tor und betritt eine Welt voller Pracht und Harmonie, voller Anmut und Musik. Betritt jene Dimension, die das Reine Licht, den Reinen Klang, die Reine Form in sich birgt und diese Dreiheit in ihren unendlichen Möglichkeiten der Wandlung einen ewigen Tanz tanzen lässt - einen Tanz, der keinen Anfang und kein Ende hat und sich niemals wiederholt.

Schillernd, klingend, formend und fließend ist dieser Raum niemals still, sondern Gottesessenz in ewiger Bewegung. Im tiefen Atem nimm auf, was dich umgibt: Beginne, Licht zu hören, Klang zu sehen und Form zu schmecken.  Beginne, den Tanz deines eigenen Lebens zu begreifen. Auch hier umspielen dich Stimmen, die dir von ihren Welten erzählen:

„Licht, Klang und Form sind die Grundlagen der Schöpfung allen Lebens. Ohne sie wäre NICHTS im Kosmos. Ohne sie wären keine Planeten, ohne sie wäre kein Körper und kein Leben. Mit ihnen ist ALLES. ALLES ist LIEBE. Und dennoch ist es der WILLE, der sie lenkt. Unsere Liebe ist Wille, unser Wille ist Liebe.

Unsere WOLLENDE LIEBE fließt durch dieses Tor hindurch in deine Welt und in dein Leben - gemeinsam mit den Formen, Farben und Klängen, die du gewählt hast - und wird dort zum LIEBENDEN WILLEN. Indem du dies hier und jetzt in einem tiefen Atemzug empfängst, öffnest du dich der Weisheit des verkörperten Geistes. Indem du unsere Wollende Liebe annimmst, empfängst du uns und den Liebenden Willen deines kosmischen Geistes, denn wir sind Eins mit ihm, so wie DU Eins mit UNS bist.“

 
Spürbar verändert sich der Raum ein weiteres Mal. Alles scheint fester zu werden, enger und dunkler. Die Formen werden dichter, ihre Konturen klarer. Die Farben haben an Brillanz verloren und die Töne an Harmonie. Und doch sind sie immer noch von unendlicher Schönheit. Zeichen tanzen durch den Raum der Sechsten Dimension. Sie mögen dir fremd erscheinen, doch du kennst sie. Sie senden Klänge und Bewegungen aus. Du kannst sie hören und fühlen. Du kannst sie sehen, wenn du deine Augen schließt. Dein Körper schwingt in Resonanz mit ihnen, denn es sind die Zeichen deines Lebensplans.

Du siehst dich selbst schlafend und doch wandernd zwischen den Formen, Zeichen und Klängen, die sich zu Bildern und Räumen, zu Zeiten und Welten formen, die immerzu ineinander fließen, sich wandeln und Neues hervorbringen - Formen, Zeichen und Klänge, die Welten hervorbringen und verwandeln und in ihrer Essenz doch nichts anderes sind als DU SELBST.

Du siehst dich selbst - schlafend und doch wandernd zwischen den Formen, Zeichen und Klängen, die sich zu Bildern und Räumen, zu Zeiten und Welten formen, die immerzu ineinander fließen, sich wandeln und Neues hervorbringen - Formen, Zeichen und Klänge, die Welten hervorbringen und verwandeln und in ihrer Essenz doch nichts anderes sind als DU SELBST.

Du siehst dich selbst - handelnd und wissend und in vielerlei Gestalt. Dein Herz ruft nach dir und du blickst auf DICH. In diesem einen kurzen Augenblick berührst du die Ewigkeit deines Seins und weißt: „JA, ICH BIN JETZT HIER.“


Wieder verändert sich etwas. Dein Körper wird zu Lichtmaterie. Du siehst und fühlst einen mächtigen Strom goldgelben Lichtes durch dich fließen und weißt, dies ist die Fünfte Dimension.

Eine heiße Vibration erfüllt deinen Körper und dein Herz und weitet es: „ICH BIN ES.“ ES dehnt sich in mir aus. Ich fühle und atme das LICHT und das DUNKEL. Ich schmecke und höre das LICHT und das DUNKEL. Ich Bin das LICHT und das DUNKEL. 

Christus steht an meiner Seite. Doch in dem Augenblick, da ich ihn erblicke, BIN ICH EINS mit ihm. ICH BIN ES.

Seine Stimme klingt in mir: „Schau nun auf jene Welten, in die du gegangen bist. Auch du bist herabgestiegen in die Körperwelt, um den Menschen das Licht zu bringen, um kosmische Liebe zu verwurzeln und geistige Weisheit zu verkörpern - um mit der Erde zu verschmelzen. Wir alle sind Lichtbringer und Lichtträger.“

Zwei weitere Wesen tauchen auf und Räume der Erinnerung öffnen sich in mir. Jetzt weiß ich, was ich lange suchte und doch nie verloren hatte: Buddha ist mein Bruder und Maitreya mein Vater. Diese Erkenntnis dehnt mich aus. Ich bin Eins mit ihnen - und nun beginnen sie, in mir zu atmen.


Maria erscheint. In ihrer Hand liegt die Blüte einer weißen Rose, der nun meine Geschwister entspringen: das Lamm und der Wolf, der Adler, die Schlange und der Bär.

Und es ist Mutter Maria, die in ihnen allen spricht: „Jedes Reich lebt sein eigenes Leben und entwickelt sich darin fort. Jedes Wesen steht in seinem eigenen Lebensraum, sucht seine eigenen Pfade und öffnet seine eigenen Räume. Jedoch findet ihr eure Pfade und Räume nur dadurch, dass jedes Wesen sich selbst und allen anderen dient, indem es gibt und empfängt, indem es zwischen Licht und Dunkelheit wandert.

Es gelingt nur dadurch, dass jedes Wesen in Harmonie ES SELBST und EIN TEIL DES GANZEN ist:

ES SELBST und ein Teil des Lichtes und des Dunkels
ES SELBST und ein Teil des Lebens und des Todes
ES SELBST und ein Teil des Alpha und des Omega

Es gelingt nur dadurch, dass jedes Wesen ES SELBST ist und ein Teil aller anderen Wesen und Kreaturen.

Wahrheit, Einfachheit und Liebe erfüllen die Räume des Lichtes und der Dunkelheit. Freies Fließen ist Leben - zu jeder Zeit an jedem Ort und in jeder Form, mein geliebtes Wesen - in dir selbst.

Vollkommenheit, Gleichgewicht und Ordnung sind nichts, worum du dich kümmern musst. Sie herrschen in und über dir. Sie sind die Grundlagen deines Lebens.

Fürchte nicht die Dunkelheit und den Tod, sondern erkenne sie als jenen Teil deiner selbst, den du lange Zeit verloren glaubtest. Nun kehrt dieser Teil deiner selbst zu dir zurück. Atme tief und empfange.“