Film

Erlebnisse aus dem Lichtpunkt

Besucher und Mitarbeiter erzählen

ihre Erlebnisse zwischen den Welten

Der Morgen

Den Morgen im Lichtpunkt mag ich gern. Wenn die meisten noch in ihren Betten ihre Träume zu Ende träumen, und nur das plätschern des Wasserfalls – und das singen der Vögel zu hören sind, die den neuen Tag lautstark begrüßen. Ich setze mich zu den Fischen an den Teich, noch in den Schatten, doch in einigen Minuten kitzeln mich die ersten Sonnenstrahlen und ich atme ein was mir die Sonne schenkt. Die vielen Kräuter, Pflanzen und Bäume duften herrlich, alle meine Sinne öffnen sich und ich bin einfach da. Und manchmal kann es sein, dass ein Eichhörnchen, oder eines der vielen anderen sichtbaren und unsichtbaren Tiere des Lichtpunktes „Guten Morgen“ sagen. Melanie Ackermann

Von Amseln und Müttern – Geburtstagsgäste aus dem Tierreich

An Sabines Geburtstag waren alle gut gelaunt. Es wurde gescherzt und gelacht und allerhand Gäste kamen mit ihren Glückwünschen vorbei. Ich weiß nicht wer auf der Geistigen Ebene alles seine Wünsche überbracht hat aber ich bin mir sicher, der Garten war an diesem schönen Tag voller Gratulanten.

Wir haben einen Elefanten auf der Wiese wahrgenommen und einen mitten im Teich – das Wasser bis zum Bauch. Die spektakulärsten Gäste kamen an diesem Tag jedoch aus dem Reich der verkörperten Tiere.

Eine stürmische Jungamsel hatte es so eilig mit ihren Glückwünschen, dass sie – noch unerfahren wie die Kinder eben sind – Hals über Kopf gegen die Scheibe des Seminarhauses flog. Sie kullerte unter den Tisch und blieb auf der Seite liegen. Mein erster Impuls war zu ihr zu eilen um ihr zu helfen, doch eine Innere Gewissheit ließ mich innehalten. Es war die Gewissheit, dass mit dem Tier alles in Ordnung sei und dass Einmischung hier jetzt nicht gefragt sei. Dieses Innere Wissen war so stark, dass ich auch die anderen Gäste zurückhielt um der Amsel den Raum zu verschaffen, den sie brauchte.

Sie lag bestimmt drei Minuten auf der Seite und bewegte sich nicht. Aber dann, gerade als mein Vertrauen zu schwinden begann, rappelte sie sich wieder auf. Sabine war zu der Zeit gerade nicht im Garten, also flog die junge Amsel mit ihrem Geschenk wieder auf und davon. Wir waren erleichtert und keiner von uns hätte an eine Fortsetzung dieser Geschichte gedacht.

Am späteren Abend jedoch, – wir standen gerade mit dem letzten Holundersekt des Tages vor´m Seminarhaus – da knallte erneut eine junge Amsel gegen die Scheibe neben uns. Auch dieses Tier kullerte unter den Tisch und blieb dort liegen. Ich wollte gerade Luft holen um zu sagen „lasst sie liegen“. Doch soweit kam es gar nicht. Schneller als wir gucken konnten, hatte Sabine den kleinen Bruchpilot aufgehoben und liebevoll zwischen ihren Händen geborgen.

Das kleine Amselherz flatterte wie verrückt in seiner Brust, doch der Vogel saß ganz ruhig in den schützenden Händen. Von Sabine ging sooo eine liebevolle Zärtlichkeit aus, so ein mütterliches Mitgefühl und so eine tiefe Hingabe, dass mir ganz warm ums Herz wurde. Der jungen Amsel ging es wohl ähnlich, denn sie hatte ihre kleinen Augen bereits geschlossen und sog die liebevollen Ströme in vollen Zügen auf. Die ganze Szene war in einen goldenen Kokon aus Mitgefühl und Zärtlichkeit gehüllt.

Was für ein Geschenk!
So hatten die Jungamseln es also doch noch geschafft ihr Präsent zu überreichen. Und jetzt fühlte sich der kleine Gratulant so wohl in Sabines Händen, dass er sich schlichtweg weigerte davon zu fliegen. Immer wieder schloss die Amsel die Augen und kuschelte sich ein.

Sabines Motivationsversuche ignorierte sie liebevoll. Da half auch kein Auf-den-Boden-setzen. Auch von der Stuhllehne wollte sie nichts wissen. Bei der erstbesten Gelegenheit flatterte die Amsel wieder in Sabines Hand.

Nach einer guten viertel Stunde – der Sekt war leer und der Vogel noch immer da – zog es uns so langsam ins Bett und Sabine verschwand mit ihrem Geburtstagsgast im Haus. Sie setzte ihn auf ihrer Terrasse auf die Stuhllehne; auf dass er nach Hause zurückkehre. Die Amsel wollte davon jedoch immer noch nichts wissen und verharrte auf ihrem Platz. Erst als Sabine ihm 20 Minuten später erklärte, „dass sie ja Freunde bleiben können. Sie jedoch drinnen und der Vogel draußen leben würde“, erst da flog der kleine Racker schließlich davon.

Was für ein abenteuerlicher Tag!
Zwei Tage später, ich erwachte gerade aus meinem gemütlichen Mittagschlaf auf dem Laubengang, sah ich eine Amselfamilie über die Wiese hüpfen. Noch bevor ich genauer hinsah wusste ich, dass es die zwei Jungamseln von Sabines Geburtstag waren.

Beide waren wohl auf und Papa zeigte ihnen gerade den Lichtpunkt:
„Hier gibt’s geflügelte Ameisen….,
hier…. gegen diese Scheibe nicht gegenfliegen….,
hier am Teich könnt ihr trinken…..“ u.s.w.

Amüsiert folgte ich den dreien über das Grundstück – vorbei am Teich, unter´m Rosenpavillon hindurch, vorbei an der Teichhütte und ab in die wilde Ecke. Papi und eine Jungamsel verschwanden unter den Sträuchern, das andere Amselkind jedoch blieb vor Sabines Terrasse sitzen und schaute zum Fenster, hinter dem sie sich gerade zur Mittagsruhe hingelegt hatte. Die kleine Amsel piepste mehrmals mit einem hohen Kücken-Piepsen in Richtung Fenster und wartete.

Und da war es wieder, dieses herzerwärmende Gefühl von Hingabe und Vertrautheit.

Ich war so gerührt, dass ich mich zurückzog um diesen heiligen Augenblick nicht zu stören. Beglückt ging ich meiner Wege, mit einem breiten Grinsen und einem wohlig warmen Gefühl in meiner Brust.

Was für ein wunder-voller Ort, an dem wir Menschen solche Geschenke erhalten.
Voller Dankbarkeit. Karin Sallmann

Grüße von der Lichtpunktseele

Bei mir haben viele Platz,
vom Rüpel bis zum Schatz.

Hier gibt es viele Dimensionen,
in allen kannst du wohnen.

Fange mit den Amseln Regenwürmer,
die Amseln sind die Lichtpunktstürmer.

Gehe mit dem Drachen auf Entdeckungsreise,
er zeigt dir sein Dasein auf seine Weise. (…erwarte nur nicht, dass er ist leise!)

Schwimme mit den Fischen zu den Sternen,
um für dich Wichtiges zu lernen.

Gehe über die Brücke der Wandlung am Teich,
etwas in dir wird reich.

Sprich mit dem Adler über Stärke und klare Sicht,
und Ratlosigkeit gibt es dann nicht.

Willst du noch tiefer gehen in deine verborgenen Kammern,
kannst du dich an der Ratten Rücken klammern.

Alle Tiere, die hier sind,
wurden woanders darauf getrimmt.

Sie sind bewusst hier – um zu lernen und zu helfen,
und bekommen Unterstützung von den Zwergen, Feen und Elfen.

Und wenn du zwischendurch mal bist matt,
rufen die Gänseblümchen: „Wir machen dich satt“.
Ihr Wunsch ist es, auf deinem Salat zu liegen,
auch dafür sind sie hier, für Mensch und Tier.

Doch sie können auch singen, legst du dich zu ihnen,
werden sie dir ein Ständchen bringen.

Es sei auch noch zu erwähnen,
dass hier die Rosenkönigin ist zugegen.
Wie sie dir helfen kann,
schaust du dir am Besten selbst einmal an.

Ich bin ein Paradies, mitten auf der Erde,
gekommen, dass ihr wieder leichter werde.

Drum lade ich dich ein,
einmal bei mir zu sein.

Ich bin die Lichtpunktseele und grüße dich.
Melanie Ackermann

Bambuspergolabau im Lichtpunkt

Bambusakrobatik

eine Baustelle auf mehreren Ebenen

Vor tiefgreifenden Veränderungen habe ich mir angewöhnt den Ort vorab darüber zu informieren.

Dazu gehe ich mindestens einen Tag vorher an den Platz der geplanten Baustelle und stelle mich und mein Vorhaben den dort lebenden Wesen vor. So können sie sich auf das kommende einrichten und werden nicht überrumpelt. Ich lasse ein kleines Geschenk als Zeichen meiner guten Absicht vor Ort und bitte die dort herrschenden Kräfte um Unterstützung bei der Verwirklichung meines Bauvorhabens.

Im Lichtpunkt habe ich den Bambus gebeten, mit seinen Wurzeln an den Stellen an denen die Erdanker eingeschlagen werden sollen, etwas Platz zu schaffen. Im Gegenzug habe ich auf der geistigen Ebene die scharfkantigen Metallanker mit einer schützenden Schicht umhüllt, so dass sie die Wurzeln nicht verletzen.

Nach dieser guten Vorbereitung lief die Baustelle am nächsten Tag wunderbar leicht an und siehe da: die Erdanker ließen sich viel einfacher einschlagen als erwartet.

Während der gesamten Bauzeit waren Harry und ich gut gelaunt und motiviert. Die Unterstützung aus den geistigen Ebenen war deutlich zu spüren und hat uns wunderbar durch die Tage getragen. Dadurch dass wir mit dem Platz in Resonanz waren und mit offenem Herzen und guter Laune bauten, offenbarten sich manche Wunder, die uns sonst verborgen geblieben wären:

Wir haben Kontakt bekommen zu dem Zwergenvolk, welches in dem Steinhaufen-Gebirge wohnt, um das wir bauten. Wir haben leichte und freudige Kräfte gespürt, aber auch zwickende und kratzende. Solche, die uns stolpern und uns den Kopf anschlagen ließen und solche, die uns im letzten Moment auffingen.

Was wir bauten wurde voller Freude angenommen und sofort ins Leben integriert. Spinnen bauten über Nacht wunderschöne Netze an die neu entstandene Holzkonstruktion und verbanden so das Neue mit dem Alten.

Als Bestätigung für unser Tun schickte uns das Leben einen schillernden „Prachtbock“ (großer Käfer), der sich nach Fertigstellung der letzten Details stundenlang auf dem warmen Holz sonnte. Und eben dieser Käfer sollte uns am nächsten Tag noch gehörig staunen lassen….

Nachdem die Baustelle also erfolgreich beendet war, alles aufgeräumt und geputzt war, habe ich mich ausführlich bei allen unterstützenden Kräften und dem Platz selbst bedankt. Ich habe den Ort geräuchert, damit sich die aufgewühlten Energien legen und sich sanft eine neue Ordnung finden kann.

Als Dank habe ich dem Ort ein Abschlussgeschenk gemacht: Über Nacht habe ich Nüsse und Körner für die Lebenden und Rotwein für die Geister hingestellt und eine Kerze hat die alten Energien verbrannt.

Damit war für mich die Bauphase abgeschlossen. Das Leben hielt allerdings noch eine Überraschung parat:

Am nächsten Morgen fand ich den Prachtkäfer ertrunken im Rotwein vor. Ich war bestürzt, angelte das schöne Tier heraus und setzte es auf ein, am Boden liegendes Bambusblatt. Der Käfer strahlte noch immer eine spürbare Schönheit und Eleganz aus und ich verstand seine Botschaft:

„Das Leben feiern – im Körper und außerhalb.“

Beglückt zog ich von dannen, kehrte später aber noch einmal zurück um nach dem Käfer zu sehen. Etwas in mir wusste bereits, dass er nicht mehr da sein würde – und tatsächlich, war er spurlos verschwunden.

Wenig später entdeckte ich ihn quietschfidel auf der Bambuspergola in der Sonne. Noch etwas zerdetscht aber munterer als je zuvor krabbelte er umher.

Was für ein Geschenk! Ein weiterer Glaubenssatz ist gefallen.

Das Leben endet nicht mit dem Tod. Nicht einmal das Körperliche.

Ich bedanke mich beim Lichtpunkt und allen Wesen und Welten, die sich dort vereinen und freue mich schon jetzt auf unsere nächsten Abenteuer. Karin Sallman

Sanierung Lichtpunktteich, ET 16 und unsere inneren Tümpel

Die Protagonisten:
– Sabine und ihr Vater Günter, die Bauherren und Gastgeber
– Alfredo, der sanfte Riese
– die Teichbauer: Ulli, der Chef; Ronald, der Mann mit dem Durchblick, Felix, der Jüngste der Truppe
– Hildegard, die für Ausgleich auf dem Esstisch sorgt
– Melanie, der es gelingt, den Jungs ein paar Weintrauben zwischen Kaffeekanne und Aschenbecher unterzujubeln

Sonntagmorgen, im Zug nach Wennigsen. Ich lese die ET-16-Sonntagsmail, Thema Wasser, Vital-/Ätherkörper. Ach wie schön denke ich, das passt ja prima. Diese Woche wird nämlich der vorhandene Teich saniert. Und Hildegard und ich werden für das leibliche Wohl sorgen. Gute Vorsätze habe ich einige dabei, vor allem was die Verpflegung betrifft. Die Jungs brauchen bestimmt viel Obst und Gemüse, als fast immer Vegetarierin kenne ich mich da aus. „Die körperlichen Zentren des Ätherkörpers sind das Sexual-und das Nabelchakra“, lese ich, „und alles ist ziemlich reinigungsbedürftig“.

„Diese Woche wird es sehr spannend und ent-spannend“, steht da weiter, und „es geht um innere Gewässer und Sümpfe“. Ah okay, der Teil mit dem ent-spannend klingt doch gut. Dass es auch um unsere inneren Gewässer und Sümpfe gehen könnte, gerade an so einem Ort wie dem Lichtpunkt, ist mir noch nicht so klar. In Wennigsen angekommen, ziehe ich nicht wie sonst in Vorfreude meinen Koffer den Berg hoch, sondern verweile noch ein wenig am Bahnhof. In Ruhe im Ort ankommen denke ich mir, und spüre doch einen leichten Widerstand der sich in mir Platz verschafft.

Sonntagnachmittag, herzlich aufgenommen, geselle ich mich zu Günter der mit halbem Oberkörper in einem Regenbassin steckt. Der soll sauber werden, denn dort kommen die Fische rein bis der Teich fertig ist. Wir schrubben den grünen Boden und beherzt wringe ich die Lappen aus. Schönes, grünes Wasser mit leichter Duftnote wringe ich aus den Lappen. Na da bin ich doch schon gut im Thema drin. Die Sonne scheint, welch ein schöner Tag. Das Bassin soll in eine Art Metallkasten, ich beuge mich über ihn um noch etwas zu richten bevor das Bassin hineinkommt, und es knackt. Doch nicht das Metall, sondern etwas in mir. Vom Gefühl her eine rechte Rippe, ich taste sie ab, sie sind ganz, atmen kann ich auch und Schmerzen habe ich auch kaum. Weiter geht’s.

Montag. Ich wache auf, mit einem Wort in meinem Kopf: Lakshmi. Unter anderem steht sie für Reinheit, und soll aus den tosenden Wellen des Ozeans geboren sein. Ich freue mich, es ist schön dass sie mit uns ist. Ansonsten freut mich heute nicht viel, das ganze Lichtpunktgelände ist unruhig, so kenne ich es gar nicht. Die Teichbauer kamen Sonntagabend, meine Nachtruhe war dürftig und mein Körper fühlt sich einfach nur angeschlagen an. Trotzdem optimistisch begrüße ich den neuen Tag auf dem Feld und hunderte Vögel starten vom Feld aus und fliegen über mich hoch gen Himmel.

Im Lichtpunkt wird das Wasser aus dem Teich gelassen, und die Fische kommen in ihre Unterkunft für die Woche. Der Himmel zieht sich zu und die Sonne zieht wohl auch woanders hin. Die Stimmung ist- ich sage mal- aufgeregt. Eine bunte Truppe, alle machen was, aber nicht den Eindruck ob sie das Richtige machen. Hildegard kommt, und Alfredo, nun sind wir komplett. Langsam frage ich mich, ob denn auch unsere inneren Teiche ausgetauscht werden? Im Moment sehen alle irgendwie orientierungslos und verwirrt aus. Und Sabine verlegt Konzentrationsarbeiten auch lieber auf später. Und ich streiche Bretter für die Tür einer Hütte, das erdet doch bestimmt.

Dienstag. Der ist eigentlich ähnlich wie der Montag. Die Fische sind tapfer, obwohl ich am Himmel eine riesige Fischgräte sehe, Kopf und Flosse sind aber dran. Sabine und ich wollen den ET Kongress vorbereiten, doch bei dem Wollen bleibt es an diesem Tag. Wichtiger ist erst mal was die Jungs essen möchten, denn bei meinem Gemüsecurry Montagabend fehlte ihnen was. Ronald meinte es schmeckt gut, ist aber kein Bauarbeiteressen. Hildegard entdeckt, dass sie Eier mögen, die gibt’s die Tage nun öfter. „Die Lichtfarbe Orange trägt die Frequenz himmlischer Reinheit in sich“. Gute Idee. In einem wachen Moment verbinde ich mich mit Gaia, Kali und Isis, nehme das orangene Licht dazu und strahle es aus. „Nutzt gegebenenfalls die Kraft des Wassers in eurer Umgebung“. Gut dass Sabine gegebenenfalls geschrieben hat, denn das Lichtpunktteichwasser ist ja gerade nicht gegeben.

Mittwoch. Ich erwache mit Schmerzen, kann mich kaum drehen und ohnehin ist es spät geworden gestern Abend. Nicht weil ich nicht ins Bett fand, sondern die Truppe. Nach einem freundlichen aber deutlichen Ruf aus meiner Tür wurde es endlich ruhig. Ich setze das Lieblingsgetränk der Jungs auf, Kaffee, schaue nach draußen und sehe Felix, der gar nicht gut aussieht. Er wirkt deprimiert, denn er ist der einzige von den Teichbauern der nicht schnarcht. Und mir wird klar ich möchte nachschauen lassen, ob ich mich doch stärker verletzt habe.

Sabine fährt mit mir zur Osteopathin, die aber erst wieder Donnerstag da ist. Ansonsten werden wir langsam eine funktionierende Gruppe, und an dem Teich geht es auch vorwärts. Uns drei Frauen geht es bescheiden, jede hat irgendwo Schmerzen die am Mittwoch ihren Höhepunkt erreichen, und wir setzen uns abends zusammen und beschenken uns mit Licht. Es regnet, und die Rosen schauen neugierig durchs Fenster rein.

Donnerstag. Unsere Heilsession hat uns gut getan. Und ich bekomme zum zweiten Mal dieser Tage von Günter die Hände aufgelegt, was mir sehr gut tut. Ich kann nur staunen und meinen Hut ziehen vor diesem 87 jährigen Mann. Der Termin bei der Osteopathin dauert 2 Minuten und ein ordentliches Knackgeräusch. Meine Wirbelsäule war blockiert. Ich scheine einen guten Eindruck zu machen, denn Hildegard geht gleich auch noch hin. Zwei Minuten und drei ordentliche Knackgeräusche später ist auch ihr Nacken wieder beweglich und sie macht nun auch einen guten Eindruck. Auch auf dem Grundstück fließt es wieder, nämlich frisches Wasser in den sanierten Teich. Und auch die Planung des ET Kongresses nimmt Formen an. Den Jungs ist abends nach Feiern zumute, und Hildegard und ich fragen uns warum es aus der Küche so klappert. Dass sie den Geschirrspüler ausräumen machte nicht so Sinn, eher dass es am Kühlschrank lebhaft zuging.

Freitag. Ein besonderer Tag heute. Auch die Sonne weiß das, denn sie ist wieder da. Und auch Felix hat gut geschlafen. Da Alfredo am Vorabend schon abreiste schlief Felix in der Teichhütte und hatte es endlich mal ruhig. Doch nachts ist es auch in Wennigsen dunkel und so vertrat sich Felix an einem Stein und machte seine ganz eigene Bekanntschaft mit dem weiblichen Element Wasser. Wie gesagt, das Wasser floss wieder. Und der Schnaps am Vorabend auch, und da kam wohl das eine mit dem anderen zusammen. Auf dem Grundstück ist der Teich über Nacht vollgelaufen, und auch ich habe das Gefühl, mein innerer Teich ist neu. Ich ahne dass wir alle in diesen Tagen in einem Prozess waren, in welchem, wird sich für jeden einzelnen noch herausstellen.

Das alte Teichwasser aus dem Bassin wird in das neue Wasser des Teiches geleitet, und mir gefällt es, dass das Alte in das Neue integriert wird. Endlich setzen wir die Fische um, und Fischmama Sabine strahlt vor Freude. Morgaine, Judas, Susanne, Mercedes und die drei Priesterinnen Vivian, Aina und Djerna und alle anderen beziehen ihr frisches Heim. Für einen kurzen Moment ziehen sie sich zurück, um dann mit spürbarer Freude ihr Reich zu erkunden. Sie lassen sich streicheln, und schwimmen zwischen den Teichbauern hindurch die noch etwas im Wasser zu tun haben. Es ist geschafft, Frieden ist zu spüren, und Entspannung. „Diese Woche wird es sehr spannend und ent-spannend.“ Fand ich doch gleich, dass dieses ent-spannend gut klingt. Die Sonne strahlt, die Teichbauer fahren wieder nach Hause, und Sabine, Günter, Hildegard und ich lassen uns draußen von der aufkommenden Ruhe in die Stühle drücken. Am Abend besprechen Sabine, Hildegard und ich nochmal die Woche, klären Fragen und Sabine rät uns auch in unseren Teich neue Fische reinzusetzen. Das mache ich vor dem Einschlafen auch, aber der Schlaf kam so schnell dass ich nur zwei Fische reinsetzen konnte. Nun ja, sie können sich ja vermehren.

Samstag: „Wochenaufgabe – raus in die Natur, Rücken an den Baum…“, fällt mir noch im dunklen Morgen ein und so stehe ich wenig später mit dem Rücken an eine Birke gelehnt und genieße den Sonnenaufgang. Auch Hildegard hält es nicht lange im Bett und sie verbringt den Morgen am Teich. Sabine ist auch schon fleißig, und wenig später sitzen wir vier im Garten und lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Es ist wie ein Frühlingsanfang, der erste Tag des Jahres der so richtig warm ist. Vermutlich ist es aber der letzte Tag des Jahres, der so richtig warm ist, denn wir haben Oktober. Das Grundstück erwacht wieder zum Leben, und die Ameisen und Amseln scheinen richtig beschäftigt zu sein. Auch die Nachbarskatze freut sich dass die Vögel wieder da sind, kriegen tut sie keinen. Den Teich bewundernd, in friedlicher Stimmung schaue ich in den blauen Himmel. Dort ist ein ziemlich großer, gut genährter Fisch in den Wolken. An der Stelle, wo vor ein paar Tagen die Gräte war. „Verbindet euer geistiges Handeln mit euren alltäglichen Themen“. Ja.

Danke. Euch allen. Melanie Ackermann

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