Die Alpen, die Ahnen und das Wetter

Das Tal

Ihr Lieben, heute möchte ich nur einen kurzen Gruß aus meinem fünftägigen Urlaub in einem der vielen Alpentäler senden. Auf dem Foto seht ihr den Blick aus unserem Fenster. Ort und GPS-Daten werden nicht verraten.

Aber wie es so ist: Auch wenn ich im Urlaub bin, bleibe ich irgendwie doch im Dienst. Mein geistiges Team ist immer und überall dabei und stupst mich mit der Nase in die nächsten „Sauhaufen“. Und die engen Täler der Alpen bieten hier eine gehörige Menge und Dichte an finsteren Energien, die dringendst auf Transformation warten.

 

Die Ahnen

So bekam ich es hier mit einem Familienclan zu tun, der zwar nicht zu den Reichen im Ort gehört („du kannst dir nicht vorstellen, wie arm die waren und wie die gelitten haben…“), wohl aber zu den maßgeblichen, was soziale Kompetenz und persönliche Fähigkeiten angeht: ein Mann, der immer da war, wenn die Tiere der Bauern in der Umgebung litten, krank waren oder Geburtsprobleme hatten. Er legte bei Wind und Wetter viele Kilometer zu Fuß oder mit dem Rad zurück, um ihnen zu helfen. Vor 100 Jahren. Und nie erhielt er für seine Dienste mehr als einen Schnaps und ein paar Würste. Und eines Tages trieb seine Leiche im Bach.

Dies ist nicht der Beginn der gewaltsamen Tode einer männlichen Ahnenlinie, sondern nur ein Ausschnitt daraus. Unfall oder Mord? Vielleicht. Wer etwas wusste, starb ebenfalls. Inmitten der Dorfgemeinschaft. Brutale Sitten und verschworene Einigkeit. Jeder wusste etwas – und schwieg.

Generationen später: Selbstmorde und Tod durch schwere Krankheiten in der männlichen Sohn-Enkel-Linie. Und heute noch viel unsichtbare Schwere in den jungen Männern der Dynastie.

Wie eine schwere schwarze Wolke liegen das Leid und die Gewalt der letzten sieben Generationen im Tal. Zusammengepresst wie Häuser und Scheunen, sorgte es bis heute für hängende Schultern und Resignation einerseits und wüste Gelage bei Dorffesten andererseits.

Eigentlich war ich gefahren, um ein paar Tage aus dem Lichtpunkt raus zu kommen und Urlaub zu machen. Mal gar nix. Das erste gelang, das zweite, nun ja…

Die sieben Männergenerationen waren schon in der ersten Nacht in meinem Schlafgepäck. Und morgens wachte ich völlig erledigt auf. Wusste lange nicht, wer und wo ich eigentlich bin. Erst das Frühstücksbüfett, vor allem der Kaffee, hat mich dann wieder an meine aktuelle Identität erinnert. Kicher.

 

Das Wetter

In dieser Nacht sanken die Temperaturen von weit über 30°C, die auch hier viele Wochen herrschten, um 20°C nach unten. Das ist an sich nichts Besonderes. Aber jetzt kommt’s: Sie sind einfach so gesunken, ohne heftiges Gewitter wie sonst üblich, ohne Hagelschlag auf den Bergen, was normalerweise zu Wasser- und Geröllfluten führt, die hier durch die schmalen Bachläufe zu Tal stürzen und nicht selten Schäden an der gebauten Umgebung anrichten. Das Wetter ist einfach unspektakulär drastisch abgekühlt. Sonst nichts.

 

Was hat das nun mit den Ahnen zu tun?

Viel. Schon immer hatte das Wetter eine unmittelbare Verbindung zu den Menschen. Unwetter, egal in welcher Form, als Wasserfluten, Erdrutsche, verheerende Stürme oder Feuersbrünste, haben die Aufgabe, eine Landschaft von den erdrückenden Energien der Menschen zu befreien. Im wahren Wortsinn zerschlagen sie zu dicht gewordene Energiefelder, hauen sie in alle Richtungen auseinander, spülen sie weg und lassen auf der äußeren Ebene ein Feld der Verwüstung zurück.

Doch genau dadurch wird die emotionale und vitalenergetische Verwüstung, die durch die Menschen am Ort entstanden ist, ein ganzes Stück weit geklärt und entspannt. In diesem Sinne ist eine Naturkatastrophe, ein Unwetter, immer eine Antwort der atmosphärischen Landschaft auf die Belastungen, die die Menschen ihnen aufbürden.

Denn auch eine Landschaft besteht aus Tausenden lebendiger Wesen, die ihrer Natur nach alle in der Freude und der Liebe schwingen – und diese auch brauchen, um gedeihen zu können. Das festgehaltene Leid der Menschen, die Angst, die Aggression und die traditionellen engen familiären Verhaltensmuster und dunklen Geheimnisse bringt sie auf Dauer um. Und noch etwas: Solche Unwetter sind auch eine Antwort der natürlichen Lebensformen auf die von Kirche und Religionen verzerrten Formen der „Liebe“, aus denen all dieses Leid entstanden ist.

Wenn also ein solch massiver Temperatursturz hier in den Alpen auch nur ohne ein Grollen über die Bühne geht, dann dürfen wir getrost davon ausgehen, dass ein schweres dunkles Tuch von der Landschaft fortgezogen wurde. Was erst seit Kurzem in dieser Kraft und Konsequenz möglich ist. Seit die drei Großen Mütter herrschen.

Dies ist wieder eine der Geschichten, die zwischen den Welten entsteht und dafür sorgt, dass die sichtbaren und die unsichtbaren Lebewesen immer mehr zusammenkommen, miteinander kommunizieren, ihre Geheimnisse und Kräfte miteinander austauschen.

 

In diesem Sinne grüße ich euch von Herzen

Sabine

 

P.S.: Damit wir tiefer in das Verständnis solcher Zusammenhänge einsteigen und solche Zustände auch klären und heilen können, hat mich diese Begegnung zu einer neuen Webinarserie inspiriert. Der Name: Die Vierte Haut – Ich und die Landschaft, in der ich wohne. 

 


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2 Kommentare
  1. verena maria keller sagte:

    einfach unglaublich welche kraft und macht wir – im moment du – durch die drei grossen mütter erhalten. danke, dass wir bei dir lernen dürfen liebe sabine. danke, dass solche räume geschaffen wurden um mutter erde und uns zu helfen. ich freue mich schon auf die “vierte haut”.

    ich war in gedanken heute viel bei dir, denn mich hat deine erfahrung als architektin sehr berührt und zu denken gegeben. deine wochenplanung mit den engeln, dann “nur” mit dir und wieder mit den engeln – und natürlich dazu dein tagebuch,
    ich habe versucht meinen heitigen tag mit den engeln zu planen. ansatzweise geschah ein bisschen was. doch ich konnte doch gar nicht mit den engeln planen. immer habe ich geplant. spannend, da werde ich viel hin und hinein hören.
    noch schöne urlaubstage liebe sabine!! und daaaaaaaaaaaaaaaaaanke!!!

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